<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498</id><updated>2012-02-16T09:37:14.508-08:00</updated><category term='GIS'/><category term='aktuell'/><category term='Humangeographie'/><category term='Gated Communities'/><category term='Remittances'/><category term='Geographie-Praxis'/><category term='Siedlungsgeographie'/><category term='Grundeinkommen'/><category term='Tourismus'/><category term='Afrika'/><category term='Klimageographie'/><category term='Google-Earth'/><category term='english'/><category term='physische Geographie'/><category term='Geopolitik'/><category term='Südamerika'/><category term='Kartographie'/><category term='Klimawandel'/><category term='Stadtentwicklung'/><category term='français'/><category term='Energiepolitik'/><category term='Arabische Welt'/><category term='lateinamerikanische Stadt'/><category term='Regionalia'/><category term='nebenbei notiert'/><category term='Nachhaltigkeit'/><category term='nordamerikanische Stadt'/><category term='knappe Ressourcen'/><category term='mitmachen'/><category term='Verkehrsgeographie'/><category term='Agrar'/><category term='Wirtschaftsgeographie'/><category term='Asien'/><category term='Ägypten'/><category term='Bevölkerungsgeographie'/><category term='Entwicklungspolitik'/><category term='Mittelamerika'/><title type='text'>Geozentrale</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>113</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-8957181168445118946</id><published>2012-01-24T10:04:00.000-08:00</published><updated>2012-01-27T01:36:47.876-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agrar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Asien'/><title type='text'>Hunger nach Land</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;von Simon Argus &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Am vergangenen Freitag fand an der Universität Mainz ein Kolloquium des interdisziplinären Arbeitskreises Dritte Welt zum Thema „Chinas Expansion in den Entwicklungs- und Schwellenländern“ statt. Der besondere Fokus der Veranstaltung lag auf dem chinesischen Engagement in Afrika, ein Engagement, das von uns Europäern seit einiger Zeit mit wachsender Skepsis beobachtet wird.  Ein Begriff, der sich in der medialen Diskussion dieses Vorgangs inzwischen eingeprägt hat, ist „Landgrabbing“.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-29lN0eVpwFM/Tx7ur_dbuJI/AAAAAAAADvE/qLqH9-NkdyE/s1600/land_grab_guardian.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-29lN0eVpwFM/Tx7ur_dbuJI/AAAAAAAADvE/qLqH9-NkdyE/s640/land_grab_guardian.jpg" border="0" height="354" width="580" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Landgrabbing aus der Perspektive des Guardian (Quelle: http://www.globaldashboard.org/)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr. Philippe Kersting von der Universität Mainz fasst das Phänomen zusammen: Landgrabbing bezeichnet den meist legalen Kauf von großen Flächen Land durch ausländische Konzerne oder Institutionen. Dies geschieht in neuen räumlichen und zeitlichen Dimensionen, mit neuen Akteuren und im Rahmen veränderter Geschäftsmodelle und ist deshalb von der klassischen Landnahme, wie zu Zeiten der Kolonialherrschaft, zu unterscheiden. Das Ziel ist zumeist die Produktion von Nahrungsmitteln oder die Sicherung mineralischer Rohstoffe, die dann ins Ausland ausgeführt werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Obwohl Landgrabbing in der Regel im Rahmen bestehender Gesetze erfolgt und somit nicht illegal ist, entstehen häufig Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzungsinteressen und Probleme für die lokale Nahrungsmittelversorgung. So sind in den Staaten des afrikanischen Kontinents weiterhin große Teile der Bevölkerung von Subsistenzwirtschaft abhängig. Umso schwerwiegender waren daher die Auswirkungen, als im Jahr 2008 der südkoreanische Konzern Daewoo in Madagaskar auf einen Schlag und zu sehr günstigen Konditionen die Hälfte der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche der Insel erwarb. Der Deal führte zu Revolten, da auch hier die Bevölkerung von ihren kleinen Landparzellen abhängig ist. Der Präsident, der das Geschäft abgeschlossen hatte wurde im Zuge der Unruhen gestürzt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Diese Ereignisse erregten das Interesse der westlichen Medien, ein erster Bericht über das Phänomen und die Ereignisse in Madagaskar erschien in der Financial Times. Somit erlebte „Landgrabbing“ seine mediale Geburt und taucht seither immer wieder in europäischen und amerikanischen Nachrichtenmagazinen auf. Die dort beschriebenen Akteure sind transnationale Konzerne und staatliche bzw. halbstaatliche Institutionen, die  - wie etwa im Falle Japans auch offiziell bestätigt – die Nahrungsmittel- und Energiesicherheit der investierenden Länder gewährleisten sollen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Empirisch verlässliche Daten gibt es zu diesem Phänomen bis heute noch nicht. Kersting vermutet, dass die Medien das Phänomen möglicherweise nicht umfassend und eher tendenziös behandeln. So ist auffällig, dass auf vielen Graphiken die Länder Asiens, allen voran China und die Golfstaaten, als Akteure dargestellt sind, Europa jedoch nur selten mit der Entwicklung in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich kann aber gerade chinesischen Akteuren kein größerer Landkauf in Afrika nachgewiesen werden. Das chinesische Engagement in Afrika ist zwar stark gewachsen in den letzten Jahren, beschränkt sich jedoch zumeist auf Transaktionen am Rohstoffmarkt im Austausch für chinesische Fertigwaren. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Auch dürfte Afrika nicht die einzige Region sein, in der „Landgrabbing“ vorkommt. Allerdings erweist sich der Kontinent aus der Perspektive der Medien als das „perfekte Opfer“, Landgrabbing in Afrika erscheint dem Leser sehr viel ungerechter, als ähnliche Entwicklungen in Osteuropa. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auffällig ist, dass das akquirierte Land zu großen Teilen für den Anbau sogenannter Biofuels genutzt wird. Diese finden sich dann in Form des viel diskutierten E10-Treibstoffs vor allem in europäischen Autotanks wieder. Es ist also anzunehmen, dass die Rolle europäischer Akteure größer ist, als es aus der Berichterstattung ersichtlich wird. Bei den europäischen Akteuren handelt es sich jedoch nicht um staatlich kontrollierte Unternehmen oder Institutionen – daher fällt eine nationale Zuordnung hier schwerer. Tatsächlich aber dürfte es sich bei „Landgrabbing“ nicht um ein Phänomen handeln, bei dem man bequem mit dem Finger auf den Angstgegner China zeigen kann.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:large;"&gt;Zum Thema im Netz: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Weitere Informationen, zahlreiche Ressourcen, Berichte und verfügbare Statistiken findet ihr auf der &lt;a href="http://www.staff.uni-mainz.de/kerstiph/LG%20Main.html" target="_blank"&gt;Webseite von Dr. Philippe Kersting&lt;/a&gt; zu diesem Thema.  &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der interdisziplinäre Arbeitskreis Dritte Welt ist ebenfalls &lt;a href="http://www.politik.uni-mainz.de/cms/4090_DEU_HTML.php" target="_blank"&gt;im Web vertreten&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-8957181168445118946?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/8957181168445118946/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2012/01/hunger-nach-land.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8957181168445118946'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8957181168445118946'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2012/01/hunger-nach-land.html' title='Hunger nach Land'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-29lN0eVpwFM/Tx7ur_dbuJI/AAAAAAAADvE/qLqH9-NkdyE/s72-c/land_grab_guardian.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-1116897248269306178</id><published>2011-10-20T12:40:00.000-07:00</published><updated>2011-10-22T02:26:54.722-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bevölkerungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Die Zuwendung der Sozialwissenschaften zum Materiellen gegen Ende des Anthropozäns</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Iss8hadh_pw/TqDHBkuPtFI/AAAAAAAAAUc/PYPmX_HgPAg/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 113px; height: 116px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Iss8hadh_pw/TqDHBkuPtFI/AAAAAAAAAUc/PYPmX_HgPAg/s200/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5665747161083524178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Für seinen Vortrag an der Uni Mainz, am 20.10.2011 hatte Bruno Latour "bad news" im Gepäck: Der Mensch ist tatsächlich ein materielles Wesen mit körperlichen Bedürfnissen in einer begrenzten Umwelt. Latour entzaubert damit nicht nur den in den Sozialwissenschaften vorherrschenden, immateriellen Blick auf das Forschungsobjekt "Homo Sapiens", er reißt uns auch aus dem schönen Traum, mit stetiger Weiterentwicklung der Technologien irgendwann von der immer gefährlicher werdenden Erde entfliehen zu können. Er möchte zurückfinden zu einem Materialismus, der die faktische Begrenztheit des Kosmos berücksichtigt. Vielleicht eine Voraussetzung, für einen rationalen Umgang mit der Erkenntnis des anthropogenen Klimawandels?   &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein "materialistic shift" im Anthropozän&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-L3agZ4l9APw/TqDLIMoSupI/AAAAAAAAAUo/gGi8PVAuR4Y/s1600/220px-BrunoLatour.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 169px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-L3agZ4l9APw/TqDLIMoSupI/AAAAAAAAAUo/gGi8PVAuR4Y/s200/220px-BrunoLatour.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5665751672921701010" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der französische Philosoph, Soziologe und Ethnologe, Bruno Latour, stellt die Frage: "Is it Possible to Get Our Materialism Back?" und postuliert damit die Zuwendung der Sozialwissenschaften zum Menschen als materielles Wesen mit materiellem Einfluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abb. 1:&lt;/span&gt; Bruno Latour (Quelle: Wikipedia).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau gesagt, nennt er die Menschheit eine "geological force". Dieses Bild entnimmt er den Geowissenschaftler_innen, die das jüngste - das gegenwärtige - Zeitalter als "Anthropozän" bezeichnen (vgl. Crutzen 2002), also das Zeitalter, in dem die Gestalt der Erdoberfäche und der Atmosphäre erstmals signifikant durch die Spezies, die sich Homo Sapiens nennt, mitgeprägt wird; nicht mehr ausschließlich durch die endogenen und exogenen Prozesse, welche die Geomorphologie beschreibt. "Natürlich hat ein Vulkan Einfluss", sagt Latour (sinngemäß), "aber er bricht nur ein paar Tage lang aus - die Menschen sind kleine Vulkane, die 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr am Dampfen sind."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein faktisch begrenzter Kosmos&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein "materialistic shift" bedeutet auch, eine andere Auffassung vom Universum bzw. vom Kosmos anzunehmen. Angetrieben durch die Idee vom technologischen Fortschritt, träumte die Menschheit bisher von der Eroberung des Weltraums. In einem endlosen Universum musste es auch Lebensraum für den Menschen geben, ob auf dem Mond, dem Mars oder einem entlegeneren Planeten. Wahrscheinlich ist das "Paradies" tatsächlich irgendwo da draußen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber sehen wir der Realität ins Auge - und hierin besteht der "shift": In der Praxis werden wir einen solchen Planeten erstens wohl kaum erreichen und zweitens ist unsere Erde wohl auch mit globaler Erwärmung, mit leergefischten Meeren oder sogar nach einem Atomkrieg immer noch lebenswerter als eine Siedlung auf dem Mond oder dem Mars. Mag das Universum auch unbegrenzt sein, unsere Möglichkeiten sind es nicht. Faktisch sind wir auf das System Erde angewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Gaia" oder das System Erde&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Latour greift hier auf die Gaia-Theorie von James Lovelock zurück, die besagt, dass die Erde ein System mit interdependenten Faktoren ist, das sich selbst reguliert; ein System, dessen chemische Zusammensetzung und Temperatur sich in einem quasi-stabilen Zustand befindet und so die optimalen Bedingungen für das Leben auf der Erde erhält.  Auch Geograph_innen beschäftigen sich im Rahmen der Erdsystemforschung mit den verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Teilbereichen dieses Systems. Nach Wolfram Mauser (2007: 970) "befindet sich die Erde ohne den Einfluss des Menschen als geschlossenes System in einem dynamischen, natürlichen Gleichgewichtszustand" (vgl. Abb. 2). "Ohne den Einfluss des Menschen" schreibt Mauser! Tatsächlich, und das bezeichnet das Zeitalter "Anthropozän", ist der Mensch zu einem Geofaktor geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-xROJgbRggIc/TqDE0J7KxgI/AAAAAAAAAUQ/ol26Q2S784g/s1600/28_02_04.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 268px; height: 229px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-xROJgbRggIc/TqDE0J7KxgI/AAAAAAAAAUQ/ol26Q2S784g/s320/28_02_04.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5665744731528414722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abb. 2:&lt;/span&gt; Schematische Darstellung eines globalen Regelnetzes im Erdsystem, das zwischen CO2-Konzetration, dem Wasserkreislauf, der terrestrischen Vegetation, der Nährstoffversorgung der Ozeane, der marinen Vegetation und der Rückkopplung zum CO2-Gehalt steht. Die roten Pfeile bedeuten einen verstärkenden, die schwarzen Pfeile einen hemmenden Einfluss einer Vergrößerung der Ursache auf die durch die Pfeilrichtung gekennzeichnete Folge (Mauser 2007: 969, verändert nach Ridgewell &amp;amp; Watson 2002).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Latour verweist auf den ökologischen Fußabdruck, eine Maßzahl für den Pro-Kopf-Verbrauch von Ressourcen in Bezug auf eine bestimmte Fläche. Würden alle Menschen einen Lebensstandard haben, wie die Europäer_innen ihn aktuell genießen, wären drei bis vier Planeten notwendig; für einen US-amerikanischen Lebensstandard sogar noch mehr. Würden alle Menschen so ressourcenschonend Leben, wie die meisten Menschen in afrikanischen oder in südostasiatischen Ländern, dann würde eine Erde ausreichen (vgl. &lt;a href="http://www.happyplanetindex.org/explore/global/footprint.html"&gt;Happy Planet Index&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Apocalypse Now?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Anpassung des Lebensstils auf ein ökologisch verträgliches Maß ist bisher nicht erfolgt (im Gegenteil), was auch der Grund sein mag, weshalb James Lovelock so düstere Schlüsse zieht: Er geht davon aus, dass sich wohl noch in diesem Jahrhundert die Erdbevölkerung in Folge von Ressourcenverknappung und daraus resultierenden Kriegen drastisch reduzieren wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object style="width: 580px"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sRQ-NqaYFzs?version=3&amp;amp;feature=player_detailpage"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/sRQ-NqaYFzs?version=3&amp;amp;feature=player_detailpage" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" height="360" width="580"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Latour zitiert auch Harald Welzer, den Autor von "Klimakriege - Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird", ein bemerkenswertes Buch, über das auch in der Geozentrale schon berichtet wurde (&lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/nachhaltigkeit-eine-kritische.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;). Indem Welzer (2008) den Klimawandel als "ökosoziales Problem" bezeichnet, das schon jetzt - noch stärker aber in Zukunft - zu gewaltsamen Konflikten führt, entlastet er zurecht die Naturwissenschaftler_innen, die den Klimawandel zwar als naturwissenschaftliches Phänomen identifizieren können, aber gar nicht dazu ausgebildet sind, dessen soziale Folgen abzuschätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Naturwissenschaftler James Lovelock die Zukunft der Menschheit so düster sieht, mag dementsprechend auch an seinem mangelnden Vertrauen in die Wandlungsfähigkeit der Menschen liegen. Doch auch die Perspektive des Sozialpsychologen Harald Welzer macht nicht gerade Mut. Grundlegende Veränderungen in diesem Jahrhundert sind offenbar - materiell - zwingend. Die Frage ist nur, wie aktiv "wir" daran mitwirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wer rettet uns die Welt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sozialwissenschaften sollen nicht die teuer erkämpften Paradigmen um sozial konstruierte Wirklichkeiten aufgeben; sie dürfen nicht einfach verwerfen, dass unsere Wahrnehmung ein kognitiver Prozess ist, der viele Wirklichkeiten von vielen Subjekten hervorbringt. Nichtsdestotrotz ist nicht länger zu verleugnen, dass wir uns in einem anthropogenen Prozess, den wir Globalen Wandel nennen, befinden und dabei immer eifriger unsere materielle Lebensgrundlage zerstören (paradoxerweise mit dem Ziel unseren Lebensstandard zu erhöhen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wovon Latour spricht, ist ein im Grunde längst überfälliger Wandel: Die Hinwendung der Sozialwissenschaften zu denjenigen materiellen Faktoren, die schwerwiegende soziale Folgen haben oder haben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nachhaltigkeit tabu?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bezeichnend für die bisherige Blindheit der Sozialwissenschaften gegenüber dem Materiellen ist vielleicht auch, dass Latour den Begriff "Nachhaltigkeit" in seinem Vortrag nicht ein einziges Mal verwendet (erst in der anschließenden Diskussion wurde dieser Begriff einmal von einem Zuschauer genannt). Wird der Begriff schon als so inflationär empfunden, dass er gemieden werden muss? Freilich wurde und wird Nachhaltigkeit oft mit einer guten Portion Halbwissen verwendet, oft auch mit moralisch fragwürdigen Absichten, etwa wenn Unternehmen sich ein grünes Mäntelchen überstreifen (Wiki: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing"&gt;Greenwashing&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber genau das ist ja der sozialwissenschaftlich relevante Punkt: Rund um die Bedrohungen durch den Klimawandel oder das Ende des Erdöls werden Wirklichkeiten konstruiert, die suggerieren, den idealen Zustand der Nachhaltigkeit (den Einklang mit "Gaia") erreicht zu haben oder darauf hinzuarbeiten. Faktisch sind "wir", das Kollektiv, gerade dabei zu Versagen: Zur Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C ist laut den Wissenschaftler_innen vom IPCC eine Stagnation des CO2-Ausstoßes bis etwa 2012 notwendig. Die meisten Menschen wollen nicht auf ihr Auto verzichten, wollen nicht weniger Strom verbrauchen, wollen möglichst weit weg in den Urlaub fliegen und kaufen eingeflogene Blumen aus Kenia. Doch so schnell wie letztere verblühen können, so schnell kann es (aus "Gaias" Sicht) mit dem Anthropozän vorbei sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Materialistic shift" für nachhaltigen Wandel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob das Ende des Anthropozäns bedeutet, dass sich die Menschheit in einem globalen Konflikt selbst reduziert (wie James Lovelock behauptet, siehe Video oben), oder ob es der Menschheit gelingt, ihren ökologischen Einfluss friedlich auf ein verträgliches Maß zu reduzieren (z.B. durch einen "qualitativen Wandel" wie ihn Serge Latouche mit seinem Konzept der "décroissance" fordert; &lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/auf-wachstum-verzichten.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;) - dies ist eine Frage an der insbesondere die Sozialwissenschaften mitwirken können, sofern sie sich dem Materiellen wieder zuwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansätze dazu sind schon vorhanden: Das humangeographische Institut in Frankfurt erforscht z.B. Gesellschaft-Natur-Verhältnisse in visuellen Medien (&lt;a href="http://www.geo.uni-frankfurt.de/ifh/Forschung/schwerpunkte/NatGesVis/index.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;). Wer sich die Natur als "intakt" konstruiert (vgl. Greenwashing), der kann an seinen liebgewonnenen Gewohnheiten, am Status Quo, festhalten. Wie schon das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas-Theorem"&gt;Thomas-Theorem&lt;/a&gt; von 1928 besagt: "If men define situations as real, they are real in their consequences."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den unsachlichen, verzerrenden Umgang der Medien mit dem anthropogenen Klimawandel schildern eindrucksvoll Maxwell und Jules Boykoff (2004). Für jemanden, der den Klimawandel nicht glaubt, gibt es keinen Klimawandel. Vielleicht glaubt er erst später daran, dann wenn die ständigen Dürren seine Ernte vernichten oder die Flut sein Haus mitreißt. Vielleicht hat er bis dahin aber auch vergessen, dass es früher einmal anders war - gewaltsame Konflikte um Ressourcen sind seine Wirklichkeit, sind "ganz natürlich". Die Sozialwissenschaften haben hier dringenden Forschungsbedarf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollten wir uns nicht fragen, ob es wirklich weiterhin das "natürliche" Recht eines Jeden sein darf, z.B. auf der Autobahn beliebig viel Treibhausgase zu emittieren, solange nur für das Benzin bezahlt wird? Und ist die Art und Weise, wie wir uns ernähren wirklich reine Privatsache? Auf diese letzte Frage möchte ich in einem späteren Artikel noch näher eingehen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Literatur:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Boykoff, Maxwell T. &amp;amp; Jules M. Boykoff &lt;/span&gt;(2004): Balance as bias: global warming and the US prestige press. In: Global Environmental Change 14/2004: S. 125-136&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Internet: http://www.eci.ox.ac.uk/publications/downloads/boykoff04-gec.pdf (z&lt;/span&gt;uletzt geprüft am 20.10.2011)&lt;span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Crutzen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;, Paul J.&lt;/span&gt; (2002): Geology of Mankind. In: Nature 415: S. 23. Internet: http://www.studgen.uni-mainz.de/sose04/schwerp3/expose/geology.pdf (zuletzt geprüft am 20.10.2011).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mauser, Wolfram&lt;/span&gt; (2007): Globaler Wandel und  Grenzen des Wachstums. In: Gebhardt, H., Glaser, R., Radtke, U.,  Reuber, P. (Hrsg.): Geographie. München: 966-975.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ridgewell, Andy J. &amp;amp; Andrew J. Watson &lt;/span&gt;(2002): Feedback between aeolian dust, climate and atmospheric CO2 in glacial time. In: Paleoceanography Vol. 17, No. 4 (2002), Internet: http://lgmacweb.env.uea.ac.uk/e114/publications/ridgwell_and_watson_2002.pdf (zuletzt geprüft am 20.10.2011).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Welzer, Harald&lt;/span&gt; (2008): Klimakriege - Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-1116897248269306178?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/1116897248269306178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/10/die-zuwendung-der-sozialwissenschaften.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1116897248269306178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1116897248269306178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/10/die-zuwendung-der-sozialwissenschaften.html' title='Die Zuwendung der Sozialwissenschaften zum Materiellen gegen Ende des Anthropozäns'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Iss8hadh_pw/TqDHBkuPtFI/AAAAAAAAAUc/PYPmX_HgPAg/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7554128992138669042</id><published>2011-10-08T06:52:00.000-07:00</published><updated>2011-10-09T03:08:12.185-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Warum das Elektroauto sterben musste...</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;...ist eine sehenswerte (online frei verfügbare; siehe unten) Dokumentation über das in den 1990ern von General Motors auf den Markt gebrachte, aber kurz darauf wieder eingezogene und verschrottete &lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://en.wikipedia.org/wiki/General_Motors_EV1"&gt;"EV1"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;. Sie stellt die Behauptung auf, dass die Elektromobilität schon viel weiter verbreitet sein könnte, wenn sich ihr nicht verschiedenste Faktoren in den Weg stellen würden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dokumentation vertritt die These, dass die Automobilindustrie - auch unter dem Druck der Erdöllobby - gar kein Interesse daran hat, praktikable Elektroautos auf den Markt zu bringen und deshalb die Behauptungen vorschiebt, dass erstens die Technik noch nicht ausgereift wäre und zweitens keine Nachfrage seitens der Verbraucher_innen bestünde. Vor diesem Hintergrund wird auch das Pochen auf die Wasserstoff-Technik mit Brennstoffzelle, die im Gegensatz zum Elektroauto überhaupt noch nicht marktfähig - im Sinne von energetisch wirtschaftlich - ist, als Aufschiebestrategie aufgefasst, die das fossile Zeitalter verlängern soll (vgl. z.B. die symbolische Inanspruchnahme der Farbe Blau durch die Automobilindustrie, wie auf der &lt;a href="http://archiv.iaa.de/11/"&gt;Website der IAA&lt;/a&gt; oder der Nachhaltigkeitskampagne &lt;a href="http://www.volkswagen.de/de/Volkswagen/nachhaltigkeit/think_blue.html"&gt;"Think Blue"&lt;/a&gt; von VW).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/a/a0/Gm-impact.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 256px; height: 144px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/a/a0/Gm-impact.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abb.: Das 1999 wieder vom Markt genommene EV1 von General Motors (Quelle: Wikipedia).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was zunächst einmal nach Verschwörungstheorie klingt, wird in der Dokumentation aus vielfältiger Perspektive erläutert. Und so wird am Ende auch nicht eindeutig der oder die Schuldige identifiziert, sondern vielfältige Interessenkonflikte ausgemacht, die bis heute verhindern, dass auf den Straßen emissionslose Elektroautos zu sehen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den "Schuldigen" sind die Erdöllobby, deren immer knapper  werdender Rohstoff immer profitabler wird, und die deshalb starken  Einfluss auf die Automobilindustrie nimmt. Es ist aber auch die  kalifornische Umweltbehörde, die ihr in den 1990er Jahren  verabschiedetes Gesetz zur Reduktion der Emissionen nicht standfest  genug durchsetzen konnte, sowie die US-Regierung, die unter Präsident  George W. Bush der Ölindustrie nahe stand und entsprechend keinen Willen  zeigte am Status Quo etwas zu ändern. Letztlich ist es aber auch die  Gleichgültigkeit und die Borniertheit an einmal etablierten Gewohnheiten  festzuhalten, die auch den Verbraucher_innen am "Tod des Elektroautos"  ihren Anteil lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Argument mit der unausgereiften Technik ist zu sagen, dass Elektromobile schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts existieren und das EV1, das vor bald 20 Jahren herauskam, schon bemerkenswerte Eigenschaften hatte: Eine Reichweite zwischen 70 und 100 Meilen (also 110 bis 160km). Die ironische Aussage eines EV1-Fahrers im Film dazu: "Was die Gegner der Elektroautos seit Jahren sagen ist wahr: Das Elektroauto ist nicht für Jeden geeignet. Mit seiner Reichweite ist es nur für 90 Prozent der Bevölkerung nutzbar." Für die EU gilt z.B., dass 90 Prozent aller Fahrten in Städten nicht weiter als sechs Kilometer sind (vgl. Michael Cramer, MdEP; &lt;a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dokbin/274/274264.praesentation_michael_cramer_mdep.pdf"&gt;mehr&lt;/a&gt;). Besser wäre es natürlich, diese Strecken zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurück zu legen - aber wenn schon individuell und motorisiert, warum dann nicht elektrisch und abgasfrei?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die vermeintlich nicht vorhandene Nachfrage angeht, so argumentiert die Doku, wurde erstens die Elektromobilität "stiefmütterlich" vermarktet und waren zweitens genug potentielle Käufer_innen vorhanden. Die damaligen Besitzer_innen konnten das EV1 allerdings nur leasen, so dass GM das Recht hatte, die Fahrzeuge wieder einzuziehen, wovon es, gegen beachtlichen Widerstand, auch Gebrauch machte. So musste das Elektroauto "sterben" bevor es überhaupt ins Bewusstsein der breiten Masse treten konnte. Aber seht selbst...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://player.vimeo.com/video/12505220?title=0&amp;amp;byline=0&amp;amp;portrait=0" webkitallowfullscreen="" allowfullscreen="" frameborder="0" height="320" width="580"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/12505220"&gt;Warum das Elektroauto sterben musste&lt;/a&gt; from &lt;a href="http://vimeo.com/globalchange2012"&gt;Global Change 2012&lt;/a&gt; on &lt;a href="http://vimeo.com/"&gt;Vimeo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7554128992138669042?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7554128992138669042/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/10/warum-das-elektroauto-sterben-musste.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7554128992138669042'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7554128992138669042'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/10/warum-das-elektroauto-sterben-musste.html' title='Warum das Elektroauto sterben musste...'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7948422752945743278</id><published>2011-09-27T02:36:00.000-07:00</published><updated>2011-09-27T02:38:59.698-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tourismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Google-Earth'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Asien'/><title type='text'>"Wenn man Fukushima meidet, besteht keine Gefahr."</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Von Max Zellmer&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Sechs Monate nach der Atomkatastrophe meiden Touristen weiter Japan. Dabei soll die Strahlenbelastung in Tokio nicht höher als in Berlin oder New York sein. Geozentrale-Reporter Max Zellmer hat für die Zeitung "Die Welt" nachgefragt. &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-mpx2ty9SNP4/ToGWC6nLxnI/AAAAAAAADjI/rNs9KjakKa4/s1600/tsunami-japan-1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="418" src="http://1.bp.blogspot.com/-mpx2ty9SNP4/ToGWC6nLxnI/AAAAAAAADjI/rNs9KjakKa4/s640/tsunami-japan-1.jpg" width="580" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Während die Tsunami-Katastrophe eindrücklich auf Bildern dargestellt werden kann, ist die Gefahr durch die Strahlenbelastung in Fukushima unsichtbar. (Bildquelle: www.martintaylor.com)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Nach der Katastrophe im März haben viele Veranstalter und Touristen ihre Japan-Reisen abgesagt. Im April rutschten die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 68% in den Keller. Mittlerweile entspannt sich die Lage etwas.&lt;br /&gt;Aus Angst vor radioaktiver Strahlung meiden Touristen jedoch weiterhin das Land. Warum das so ist und weshalb er mit seiner Familie jederzeit Urlaub in seiner Heimat machen würde, erklärt Hideaki Nakazawa, Direktor der japanischen Fremdenverkehrszentrale in Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Max Zellmer:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Nach dem Tsunami und dem Atomunfall in Fukushima sind die Touristenzahlen in Japan stark zurückgegangen. Wie wirkte sich das auf die Tourismusindustrie aus?&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Hideaki Nakazawa:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Die Tourismusindustrie hat nach dem 11. März große Einbußen hinnehmen müssen, auch aus Deutschland. Die Ersten, die wieder nach Japan reisten, waren Geschäftsleute. Hinsichtlich der Hotelauslastung ergeben sich daher auch ganz unterschiedliche Situationen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;In den Metropolen Tokio und Osaka ist die Buchungslage inzwischen wieder recht gut, aber in den touristischen Regionen abseits davon, in Kyoto, in den Japanischen Alpen oder auf Okinawa, macht sich das Fehlen der Touristen bemerkbar. Die Regierung versucht, das auszugleichen, indem sie die Bevölkerung aufruft, im eigenen Land Urlaub zu machen. Die Hoffnung liegt nun auf dem nächsten Jahr.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Max&lt;/b&gt;: &lt;i&gt;Sind die Aussichten für 2012 besser?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nakazawa&lt;/b&gt;: &lt;i&gt;Von deutschen Veranstaltern höre ich, dass Buchungen auf das nächste Jahr verschoben, aber nicht abgesagt wurden. Wir sehen, dass vor allem die Reisebüros Hilfestellungen brauchen, um ihre Kunden beraten zu können. Wir sind daher im Oktober in sieben deutschen Städten unterwegs, um Reisebüromitarbeiter über die aktuelle Situation zu beraten und sie zu ermutigen, Japan zu buchen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Und um die Konsumenten direkt anzusprechen, werden wir mit eigenem Stand auf der Reisemesse CMT im Januar und auf der ITB im März 2012 vertreten sein. In Zusammenarbeit mit den japanischen Konsulaten sind wir auch auf den Reisemessen in Hamburg und München im Februar 2012.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Max&lt;/b&gt;: &lt;i&gt;Besteht für Japan-Touristen Gefahr durch Radioaktivität?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nakazawa&lt;/b&gt;: &lt;i&gt;Die Antwort ist ganz klar: Wenn man die Region Fukushima meidet, besteht keine Gefahr. Tokio ist von Fukushima 250 Kilometer entfernt, und alle weiteren für Touristen interessanten Ziele, die Japanischen Alpen, Kyoto und Nara, Hiroshima, die Insel Kyushu und Okinawa, liegen noch weiter weg.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Max&lt;/b&gt;: &lt;i&gt;Ist die Strahlenbelastung in Tokio höher als zum Beispiel in Berlin oder New York?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Auch hier ist die Antwort eindeutig: Die Strahlenbelastung in Tokio ist nicht höher als in Berlin oder New York&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe frameborder="0" height="350" marginheight="0" marginwidth="0" scrolling="no" src="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;amp;t=h&amp;amp;oe=UTF8&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=200910826786863242067.00049e4d08c67e68fe83e&amp;amp;ll=39.234467,141.991424&amp;amp;spn=7.555424,4.744721&amp;amp;vpsrc=6&amp;amp;output=embed" width="580"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;amp;t=h&amp;amp;oe=UTF8&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=200910826786863242067.00049e4d08c67e68fe83e&amp;amp;ll=39.234467,141.991424&amp;amp;spn=7.555424,4.744721&amp;amp;vpsrc=6&amp;amp;source=embed" style="color: blue; text-align: left;"&gt;Satellitenbilder der Zerstörungen in Japan &lt;/a&gt; auf einer größeren Karte anzeigen&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Max: &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Japan ist Fisch-Land! Aber setzt man sich als Sushi-Fan nicht einer Gefahr durch verstrahlte Fische aus?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Die Behörden prüfen das sehr genau und nehmen regelmäßig Proben an den Küsten im Nordosten Japans – nicht nur vor Fukushima, auch bis zu 320 Kilometer vor der japanischen Küste, um zu erfahren, wie belastet Fisch und andere Meerestiere sind. Die Befunde stellt die japanische Fischereibehörde ins Internet. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass durch den Verzehr von Meeresfrüchten während einer Japan-Reise kaum Gefahr besteht, sich radioaktiv zu belasten.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Max:&lt;/b&gt;&lt;i&gt; Sollte man als Tourist einen Geigerzähler mit nach Japan nehmen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Klar könnte man sagen, dass das der Beruhigung dienen könnte. Aber dann müsste man sich mit dem Gerät vor der Abreise vertraut machen, um zu wissen, was man dann vor Ort misst. Wer möchte das auf einer Urlaubsreise schon? Ganz klar ist, dass es für einen Besucher nicht nötig ist, solche Messungen vorzunehmen. Japan ist eines der sichersten Länder der Welt – das liegt auch daran, dass die Behörden alle Grenzwerte und Messungen sehr sorgfältig überwachen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;Max: &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Gibt es eine neue Art des Tourismus: sogenannten Krisentourismus?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Es gibt einige Angebote von Organisationen, aber auch von Reiseveranstaltern, als Freiwilliger in Japan an den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten teilzunehmen.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Max:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Ein Blick in die Zukunft: Wann wird sich die Lage aus touristischer Sicht wieder normalisiert haben?&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt;&lt;i&gt; Wir gehen davon aus, dass sich die Situation im nächsten Jahr stabilisiert hat, auch wenn der Tourismus noch nicht wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Katastrophe sein wird.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Max:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Laut dem Hotel Price Index von 2011 sind die Hotelpreise in Japan um sechs Prozent gefallen. Ist Urlaub also jetzt günstiger als vor Fukushima?&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt;&lt;i&gt; Leider steht dem der starke Yen im Wege. Tatsächlich hat man die Hotelpreise in Japan gesenkt, aber im Moment wird dieser Preisvorteil durch den Wechselkurs wieder aufgefressen. Glücklicherweise war der Reisepreis noch nie ein Argument für Japan-Reisende – dass es günstigere Reiseziele gibt, ist klar. Dennoch: Wenn man in die Kataloge der Veranstalter schaut, finden sich überall Einsteigerreisen um 2000 Euro – das ist nicht viel, um Japan kennenzulernen.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Max:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Würden Sie jetzt selbst als Tourist mit Ihrer Familie nach Japan reisen? Auch in den Norden?&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Nakazawa:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Ich war gerade im Juli in Japan und würde jederzeit wieder dorthin reisen. Nur die Gegend um Fukushima und die Pazifikküste würde ich meiden, aber das versteht sich von selbst.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt; &amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Links:&lt;/b&gt;&amp;nbsp; Reise- und Sicherheitshinweise für Japan gibt das Auswärtige Amt unter &lt;a href="http://www.diplo.de/"&gt;www.diplo.de&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Max Zellmer ist Mitarbeiter der Geozentrale. Dieses Interview hat er im Auftrag der Zeitung "Die Welt" geführt. Das Interview ist auch unter &lt;a href="http://www.welt.de/reise/Fern/article13626396/Wenn-man-Fukushima-meidet-besteht-keine-Gefahr.html"&gt;http://www.welt.de/reise/Fern/article13626396/Wenn-man-Fukushima-meidet-besteht-keine-Gefahr.html&lt;/a&gt; erschienen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7948422752945743278?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7948422752945743278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/09/wenn-man-fukushima-meidet-besteht-keine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7948422752945743278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7948422752945743278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/09/wenn-man-fukushima-meidet-besteht-keine.html' title='&quot;Wenn man Fukushima meidet, besteht keine Gefahr.&quot;'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-mpx2ty9SNP4/ToGWC6nLxnI/AAAAAAAADjI/rNs9KjakKa4/s72-c/tsunami-japan-1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-3964450626514497534</id><published>2011-07-25T09:12:00.000-07:00</published><updated>2011-07-26T14:54:23.930-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Nachhaltige Städte weltweit</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;i&gt;Von Simon Argus&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;V&lt;b&gt;iele große Städtebauprojekte heften sich heute das Etikett "nachhaltig" an. Während man in Europa dabei häufig Konversionsprojekte und die Erneuerung bestehender Viertel meint, geht es im fernen Osten um Wohnraum für eine rasch wachsende städtische Bevölkerung. Gemeinsam ist den Projekten: Man will es besser machen als in der Vergangenheit, den Menschen und der Umwelt gerecht werden. Geozentrale präsentiert eine Karte mit den wichtigsten Projekten weltweit:&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe frameborder="0" height="380" marginheight="0" marginwidth="0" scrolling="no" src="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;amp;msid=215747045308732210278.0004a8e0c8eb66bd26188&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;t=p&amp;amp;ll=25.482951,-11.601562&amp;amp;spn=105.182733,203.554687&amp;amp;z=2&amp;amp;output=embed" width="580"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;amp;msid=215747045308732210278.0004a8e0c8eb66bd26188&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;t=p&amp;amp;ll=25.482951,-11.601562&amp;amp;spn=105.182733,203.554687&amp;amp;z=2&amp;amp;source=embed" style="color: blue; text-align: left;"&gt;Nachhaltige Städtebauprojekte weltweit&lt;/a&gt; auf einer größeren Karte anzeigen&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die nachhaltige Stadt muss mehrere schwer erreichbare Ziele kombinieren: Sie soll einen möglichst geringen Einfluss auf die natürliche Umwelt haben und bezüglich Ressourcennutzung sowie Emissionen einen möglichst kleinen "Fußabdruck" hinterlassen. Gleichzeitig soll sie einer weltweit weiter wachsenden städtischen Bevölkerung&lt;b&gt; &lt;/b&gt;ein lebenswertes und sicheres Umfeld bieten, in dem die Bewohner auch in Entscheidungsprozesse der Stadt einbezogen werden. Schließlich gilt all dies mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Basis zu verbinden, die die Stadt langfristig lebendig erhält.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die meisten Städte dieser Welt können nicht alle Ziele der Nachhaltigkeit gleichzeitig erfüllen. Viele Städte, speziell in industrialisierten Ländern müssten vollkommen umgestaltet werden. Einzelne Viertel oder ganz neue Stadtteile hingegen, sind heute weltweit zu Laboratorien und Versuchsräumen geworden, in denen teilweise spektakuläre Ideen verwirklicht werden. Masdar in den Vereinigten arabischen Emiraten ist nur eines der prominentesten Beispiele. Weitere wichtige Projekte zeigt die Karte, die diesem Artikel beigefügt ist. Noch mehr Projekte finden sich auf der Seite &lt;a href="http://sustainablecities.dk/"&gt;www.sustainablecities.dk&lt;/a&gt;, die aktuelle Städtebau- und Entwicklungsprojekte der ganzen Welt detailliert vorstellt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Übrigens sind auch nachhaltig geplante Städte nicht vor Verfall und Untergang gewappnet. Ein Beispiel aus China ist das Projekt Huangbaiyu, das noch in der Juli-Ausgabe der französischen Zeitschrift &lt;a href="http://www.carto-presse.com/"&gt;"Carto"&lt;/a&gt; zu finden ist, das aber tatsächlich schon lange sang- und klanglos in der &lt;a href="http://www.treehugger.com/files/2009/05/huangbaiyu-eco-village.php"&gt;Versenkung verschwunden&lt;/a&gt; ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Quellen: Carto - Le Monde en Cartes Nr. 06, S. 57 sowie die verlinkten Internetseiten. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-3964450626514497534?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/3964450626514497534/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/07/nachhaltige-stadte-weltweit.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3964450626514497534'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3964450626514497534'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/07/nachhaltige-stadte-weltweit.html' title='Nachhaltige Städte weltweit'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4030703184066204937</id><published>2011-06-01T14:09:00.000-07:00</published><updated>2011-06-02T03:54:35.651-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agrar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>EHEC in aller Munde</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die aktuelle Aufregung um das pathogene Darmbakterium EHEC ist verbunden mit einer hohen medialen Aufmerksamkeit, die vor allem den Appetit auf rohes Gemüse verdirbt. Menschen sind gestorben, Tonnen von Lebensmitteln landen auf dem Müll. Wer hat Schuld? Die genaue Herkunft der Erreger wird gerade eifrig von Wissenschaftler_innen untersucht. Eine ungefähre Antwort darauf, ist erstens leichter und hat zweitens mehr mit Geographie zu tun, als man vielleicht denkt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sind Escherichia coli (E. coli) ganz normaler Bestandteil einer gesunden Darmflora. Unter bestimmten Umständen können jedoch krankheitsauslösende Stämme dieses Darmbakteriums entstehen: Enterohämorrhagische Escherichia coli - kurz: EHEC. Das Hauptreservoir des Erregers, verrät &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enteroh%C3%A4morrhagische_Escherichia_coli"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;, bilden Wiederkäuer, vor allem Rinder. Die Übertragung erfolgt auf vielfältige Art und Weise, stets aber durch die (unbeabsichtigte) Aufnahme von Fäkalien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-EegDkE1fz8I/Tec0HyM2NfI/AAAAAAAAATc/voju53y7UYw/s1600/tagesschau.de_2011-06-01.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5613512768879998450" src="http://3.bp.blogspot.com/-EegDkE1fz8I/Tec0HyM2NfI/AAAAAAAAATc/voju53y7UYw/s400/tagesschau.de_2011-06-01.jpg" style="cursor: hand; cursor: pointer; float: left; height: 176px; margin: 0 10px 10px 0; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Abb. 1:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Schlagzeile auf &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.tagesschau.de/inland/ehec214.html" style="font-style: italic;"&gt;tagesschau.de&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; (01.06.2011).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Berichterstattung vermittelt im Moment vor allem zwei Botschaften: Wir wissen nicht, wo es herkommt und beim Gemüse-Essen bloß vorsichtig sein! Die Reaktionen der Verbraucher_innen reichen von Übersättigung und Gleichgültigkeit - &lt;span style="font-style: italic;"&gt;keine Panik, nur ein weiterer Lebensmittelskandal&lt;/span&gt; - bis zu ernster Sorge und dem Verzicht auf jegliche Lebensmittel, die in Verdacht sind. Da Gurken im Moment geringe Nachfrage haben, bleiben Gärtner_innen auf ihrer Ernte sitzen, schmeißen Tonnen in den Müll und sind wirtschaftlich von der Existenz bedroht. Ich habe schon Leute witzeln hören: "Jetzt essen wir nur noch Fleisch!", was ein Vegetarierherz in Rage bringen kann. Lustig ist das Thema aber spätestens dann nicht mehr, wenn im Kreis der Bekannten jemand erkrankt ist und in Quarantäne im Krankenhaus liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die aktuelle Suche nach verantwortlichen Betrieben und die Vorsicht im Haushalt sind natürlich wichtig. Dennoch ist das, worüber Expert_innen im Moment in den Medien sprechen, vor allem die Behandlung von Symptomen, während die Wurzel des Problems nur bis zu ihrem Ansatz erwähnt wird: Irgendwie, wahrscheinlich durch Düngung mit Gülle, sind verseuchte Fäkalien an das betroffene Gemüse gekommen. Dieses Problem ist alles andere als neu!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-3ExMGJY_mAs/Tec9d3Jt1RI/AAAAAAAAATk/2wd0eheMh4U/s1600/Michael%2BPollan_Food%2BInc_21min55sec_2.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5613523043770815762" src="http://2.bp.blogspot.com/-3ExMGJY_mAs/Tec9d3Jt1RI/AAAAAAAAATk/2wd0eheMh4U/s400/Michael%2BPollan_Food%2BInc_21min55sec_2.jpg" style="cursor: pointer; float: right; height: 218px; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 311px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Abb. 2: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der Autor Michael Pollan: "Wir füttern Mais und Coli-Bakterien bilden sich, dann geschieht eine Mutation: Der Erregerstamm E.Coli 0157H7 entsteht, das Ergebnis der neuen Diät der Rinder und ihrer Haltung in Massenbetrieben." (Quelle: "Food, Inc.")&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allen Trenkle, Ernährungswissenschaftler der Universität Iowa, erklärt in dem Film "Food Inc." wie es zu einer rasanten Vermehrung von E.coli-Bakterien im Darm von Rindern kommt. Im Pansen befinden sich Millionen von Mikroorganismen, die bei der Verdauung helfen und natürlicherweise Grasfresser sind. Da Mais ein besonders billiges Futtermittel ist und Rinder schnell fett macht, bekommen die meisten von ihnen kein frisches Gras zu fressen - entgegen dem Eindruck von grünen Weiden, den die Werbung so gerne vermittelt. Durch das Maisfutter, sagt Trenkle, bilden sich E. coli-Bakterien, die säurebeständig sind - die schädliche Variante.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Michael Pollan, Autor von "Das Dilemma des Allesfressers" erläutert: "Die Tiere stehen knöcheltief im Mist, d.h. hat eine Kuh es, kriegen es die anderen auch. Im Schlachthof ist ihr Fell mit Mist bedeckt. Dort werden 400 Rinder in der Stunde geschlachtet. Wie will man da verhindern, dass der Mist auch auf den geschlachteten Tierkörpern ist? So gelangt der Dung ins Fleisch und damit ist der neue Erreger im Nahrungskreislauf."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object style="height: 390px; width: 580px;"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/l8myTl12Od4?version=3"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/l8myTl12Od4?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" height="390" width="580"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Video:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Ein Ausschnitt aus dem Film "Food, Inc.". Der Abschnitt zu den E.coli-Bakterien beginnt nach etwa 6 min (Quelle: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=l8myTl12Od4&amp;amp;feature=related"&gt;Youtube.com&lt;/a&gt;).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten Masttiere fressen heute nicht mehr Gras, sondern Mais, Soja, Weizen und anderes Getreide, heißt es in "&lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/"&gt;Wege aus der Hungerkrise&lt;/a&gt;", eine Publikation, die den &lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/report.html"&gt;Weltagrarbericht 2009&lt;/a&gt; zusammenfasst. Weltweit werden 33% des Ackerlandes für die Produktion von Futterpflanzen aufgewendet (Wege aus der Hungerkrise 2009: 25). Ausschließlich Grünlandwirtschaft zu betreiben, würde den hohen Bedarf an Fleisch- und Milchprodukten in westlichen Industrieländern nicht decken (vgl. Abb. 3).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7NNjX4AqzDM/TedPACvYAvI/AAAAAAAAATs/cOc8DiW1L4s/s1600/Fleischkonsum%2Bpro%2BKopf_Wege%2Baus%2Bder%2BHungerkrise_Seite%2B25.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5613542322694783730" src="http://2.bp.blogspot.com/-7NNjX4AqzDM/TedPACvYAvI/AAAAAAAAATs/cOc8DiW1L4s/s400/Fleischkonsum%2Bpro%2BKopf_Wege%2Baus%2Bder%2BHungerkrise_Seite%2B25.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 353px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 263px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abb. 3:&lt;/span&gt; Im Durchschnitt essen Deutsche pro Jahr 83 kg Fleisch (Quelle: Wege aus der Hungerkrise 2009: 25). &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reduzierung des Verbrauchs tierischer Nahrungsmittel ist der dringendste und effektivste Schritt zur Sicherung der Ernährung, der natürlichen Ressourcen und des Klimas (ebd.). Angesichts der Probleme, die unter dem Globalen Wandel zusammengefasst werden, erscheint die EHEC-Epidemie als nicht mehr als eine kleine Begleiterscheinung. Das Kernproblem ist jedoch das gleiche: Das durchschnittliche Konsumverhalten und der damit verbundene Lebensstandard in den Ländern des Nordens ist nicht nachhaltig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mehrheit schaut im Supermarkt vor allem auf den Preis. Billige Futterpflanzen decken den hohen Pro-Kopf-Konsum, obwohl die Mägen der Tiere evolutionär nicht dafür ausgelegt sind. Die Entstehung von schädlichen E.coli-Stämmen ist somit einkalkuliertes Risiko, zumindest von Seiten der industriellen Landwirtschaft. In der Presse wird dieses Thema (soweit meine Beobachtungen reichen) kaum angesprochen. Ärgerlich ist, dass die direkte Gefahr nun vor allem von Gemüse ausgeht - zumindest ist das die Botschaft, die rüberkommt - obwohl ohne Zweifel die Tierhaltung für den Skandal verantwortlich ist. Es passiert das Gegenteil dessen, was für einen wirklichen Wandel passieren müsste. Die Angst vor Gemüse wird geschürt, obwohl gerade mehr pflanzliche Lebensmittel konsumiert werden müssten, um die Ernährung sicher und nachhaltig zu gestalten. Würden nur so viele tierische Lebensmittel konsumiert, wie in Weidehaltung produziert werden können, wäre das Angebot zwar geringer, der Preis höher, aber die Sicherheit von Tierprodukten wäre höher, während die Preise für Gemüse, aufgrund der größeren Anbauflächen (die jetzt für Futtermittel draufgehen), deutlich niedriger sein könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bekommt der Spruch: "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!" eine interessante Wendung: Wer viel Fleisch- und Milchprodukte verzehrt, bescheißt mein Gemüse! Nur ein positiver Aspekt bleibt:  Die Geographie der Ernährung ist das Salz auf meiner leckeren Gemüsepfanne des Studiums. Dem Bruder meines Freundes wünsche ich gute Besserung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr zum Thema:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Wege aus der Hungerkrise (2009), Internet: &lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/downloads/Wege_aus_der_Hungerkrise_2.4MB.pdf"&gt;weltagrarbericht.de&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Film: &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt1286537/"&gt;Food, Inc.&lt;/a&gt; - Was essen wir wirklich? (USA, 2008)      &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Buch: "Das Dilemma des Allesfressers" von Michael Pollan (&lt;a href="http://www.faz.net/artikel/C31034/michael-pollan-unsere-esskultur-beruht-auf-missbrauch-30100711.html"&gt;FAZ.net&lt;/a&gt;, 16.02.2009)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4030703184066204937?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4030703184066204937/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/06/ehec-in-aller-munde.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4030703184066204937'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4030703184066204937'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/06/ehec-in-aller-munde.html' title='EHEC in aller Munde'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-EegDkE1fz8I/Tec0HyM2NfI/AAAAAAAAATc/voju53y7UYw/s72-c/tagesschau.de_2011-06-01.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6945303466658820190</id><published>2011-05-24T12:03:00.000-07:00</published><updated>2011-05-30T07:26:16.518-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Ein nachhaltigeres Wirtschaftssystem - nur wie?</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;von Simon Argus &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;“Rethinking Macroeconomics for Sustainability” heißt ein Buch von Alejandro Nadal, das mir kürzlich in der SOAS-Buchhandlung in London in die Hände fiel. Beim Durchblättern erinnerte ich mich an meine VWL-Vorlesungen und die vielen Modelle zur Erklärung wirtschaftlicher Zusammenhänge, die wir dort durchgenommen haben. Während diese Modelle mir vieles erklärt haben, so haben wir sie doch niemals in Frage gestellt – für diese Diskussion, insbesondere angesichts sozialer und ökologischer Verwerfungen - war an der Uni leider nie Zeit. Gut, dass es jetzt jemand nachholt - und so ganz nebenbei ein Plädoyer für die Wirtschaftsgeographie geschrieben hat.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-M9_Bu21y_mM/Tdv93HlEH9I/AAAAAAAADiI/MH-NHBL4wNg/s1600/nadal_bookcover.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-M9_Bu21y_mM/Tdv93HlEH9I/AAAAAAAADiI/MH-NHBL4wNg/s1600/nadal_bookcover.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der neoliberalen Wirtschaftsordnung werden ökologische und soziale Faktoren makroökonomischen Zwängen untergeordnet. Sind die makroökonomischen Ziele bestimmt (wie etwa wirtschaftliches Wachstum, die Bekämpfung der Arbeitslostigkeit etc.), wird jedes andere Politikziel mit diesem in Einklang gebracht und im Endeffekt nachrangig behandelt. In dieser Hinsicht wird die Sozial- und Umweltpolitik heute in Zentralbanken und Finanzministerien gemacht. Die dominierenden Ideen von Wachstum, geringen Inflationsraten und freiem Kapitalfluss sind die makroökonomischen Ziele, denen alle anderen Überlegungen untergeordnet werden müssen. Sei es Bodenerosion oder Biodiversität, Gesundheit oder Bildung: Es handelt sich um sektorale Probleme, die sich den allübergreifenden makroökonomischen Zwängen beugen müssen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Das Ziel einer solchen Strategie (oder Politik) ist natürlich Stabilität, die zu Wachstum führt und in ihrer Folge die Lösung all der genannten sektoralen Probleme erlaubt. Lediglich die „schwächeren“ Mitglieder der Gesellschaft werden durch ein Sicherheitsnetz aus sozialen Leistungen unterstützt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Doch dieser Neoliberalismus scheint nicht wirklich zu funktionieren – das Wachstum war zuletzt in den meisten Teilen der Welt eher mittelmäßig, Stabilität war eine Illusion, wie wir spätestens seit der Finanzkrise von 2008 wissen. Die Ungleichheit hat sich verstärkt, die Zerstörung der Umwelt beschleunigt. Und die Umwelt- und Sozialpolitik wird weiter zurückgefahren, da die Mittel gebraucht werden, um die existierende wirtschaftliche Ordnung zu retten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Ganz offensichtlich müssen wir unsere Prioritäten - die Beziehungen zwischen makroökonomischen Zielsetzungen und nachhaltiger Entwicklung - neu überdenken. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Dieser Aufgabe nimmt sich unter anderem Alejandro Nadal in seinem neuen Buch „Rethinking Macroeconomics for Sustainability“ (Details siehe unten) an, das die Gedanken ausführt, die in diesem Blog-Artikel nur angeschnitten werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;In den fünfziger und sechziger Jahren analysierte der Nobelpreisträger Simon Kuznet die wirtschaftliche Entwicklung verschiedener Länder und schloss: Im Laufe der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes verschärfen sich Ungleichheit und Einkommensunterschiede zunächst, werden dann aber in der längeren Frist ausgeglichen – die Kuznets Kurve war geboren. Später kamen andere Wissenschaftler auf die Idee, dass es sich mit der Umweltzerstörung ganz ähnlich verhalten könnte: Bei steigendem per capita-Einkommen wird die Umweltqualität schließlich wichtiger und die Umweltverschmutzung auf lange Sicht also wieder umgekehrt und aufgehoben. Diese Theorie wird in der „environmental Kuznets curve“ (EKC) beschrieben. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Ein willkommener Ausweg aus dem Dilemma, das die „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome 1972 aufgeworfen hatte: Wachstum ist nach der Logik der EKC nicht nur mit dem Umweltschutz vereinbar – es ist sogar die treibende Kraft hinter einer besseren Welt von Morgen: Können es sich erst einmal alle Menschen leisten, wird der Umweltschutz große Fortschritte machen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Qq_x_crPNPQ/Tdv_6L5TUCI/AAAAAAAADiQ/1EwWNzewN2o/s1600/kuznet1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-Qq_x_crPNPQ/Tdv_6L5TUCI/AAAAAAAADiQ/1EwWNzewN2o/s1600/kuznet1.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Die ökologische Kuznet-Kurve. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Doch diese Theorie hat mehrere Schwachstellen: Zum einen ist die Umwelt multidimensional, es handelt sich nicht um eine einzige Größe. Wenn sich also eine Messgröße der Umweltentwicklung parallel mit der wachsenden Wirtschaft verbessert, muss das noch lange nicht für alle anderen gelten. Außerdem nimmt das Modell der EKC an, dass Umweltschäden reversibel sind. Es ignoriert die unangenehme Tatsache, dass graduelle Umweltzerstörung gewisse kritische Schwellen erreichen kann, nach deren Überschreitung eine Wiederherstellung extrem lange dauert, teuer oder auch unmöglich werden kann. Schließlich schaut sich die EKC die wirtschaftliche Entwicklung nach Staaten getrennt an – Umweltprobleme halten sich aber nicht an Landesgrenzen, die Entwicklung am einen Ende der Welt (z.B. Europa) kann sich in ganz anderen Ecken der Welt (z.B. Afrika, Asien, der Nordpol) negativ auswirken. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Im Jahr 2000 schließlich versuchte man (genauer: die Generalversammlung der Vereinten Nationen), die Prioritäten etwas zurechtzurücken: Die Millennium Development Goals (MDGs) wurden formuliert und sollten den Weg ebnen, zurück zu einer sich nachhaltig zum Besseren entwickelnden Erde. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Die MDGs umfassen Ziele wie die Halbierung der Zahl der Menschen, die in absoluter Armut leben und derer die Hunger leiden. Die Kindersterblichkeit soll um zwei Drittel verringert, allen Kindern soll zumindest eine Grundschulbildung ermöglicht werden. Die Geschlechterungleichheit soll bekämpft und die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung sollen auf die Agenda nationaler Regierungen gesetzt werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Dass die meisten dieser Ziele nicht erreicht werden, liegt auch daran, dass all diese Zielsetzungen im öffentlichen Sektor, das heißt durch das Eingreifen der Politik erreicht werden sollen. Eine Debatte, dass auch makroökonomische Ziele – sprich das Wirtschaftssystem – überdacht und auf diese Millenniumsziele hin abgestimmt werden müssten kam nicht auf. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Hier versucht die Green Economy Initiative gegenzusteuern. Sie ist ein Bündel von Maßnahmen, angeleitet von der UNEP (United Nations Environmental Program). Darunter sind Maßnahmen wie der „Global Green New Deal“ (GGND), die Green Jobs Initiative der ILO (International Labour Organization) und andere zusammengefasst. Das Hauptziel ist es, einen Paradigmenwechsel in ökonomischem Denken, Investment und Ressourcenschutz herbeizuführen. Der Zusammenhang zwischen der Umwelt, dem Arbeitsmarkt sowie der Armutsreduktion soll sichtbarer gemacht werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Qq_x_crPNPQ/Tdv_6L5TUCI/AAAAAAAADiQ/1EwWNzewN2o/s1600/kuznet1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ivnFKRGoRig/Tdv-_HHmwzI/AAAAAAAADiM/Br_BLBqk-xs/s1600/14_Bild_Green_New_Deal.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-ivnFKRGoRig/Tdv-_HHmwzI/AAAAAAAADiM/Br_BLBqk-xs/s400/14_Bild_Green_New_Deal.jpg" width="264" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Ein Plakat der Grünen zum Thema "Green New Deal"&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Green New Deal Initiative wurde nach dem Krisenjahr 2008 ins Leben gerufen, angesichts der gravierenden sozialen und ökologischen Probleme und der Instabilität des wirtschaftlichen Systems. Durch einen weiteren „Neustart“ („Reboot“) des wirtschaftlichen Systems werde man sich auch zukünftig steigenden Energiepreisen, wachsenden Klimagas-Emissionen, ökologischem Zerfall und wachsender Armut gegenübersehen. Deshalb, so die Initiative, brauche es eine neue Politik ähnlich F. D. Roosevelts „New Deal“ der 30er Jahre, aber „auf globaler Ebene und auf einer breiteren Basis“. Die Grundidee ist, dass ein Paket an politischen Entscheidungen und Investitionen den Wieder-Aufschwung begleiten und gleichzeitig – etwa durch Investitionen in Umwelttechnologie-Industrien – in nachhaltigere Kanäle leiten soll. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Im Frühjahr 2009 bilanziert der GGND-Report, dass weltweit 2-3 Billionen Dollar in Form von Konjunktur-Paketen in die Wirtschaft gepumpt wurden – jedoch erfüllen nur sehr wenige dieser Pakete die Anforderungen des GGND, auch die soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Diese sehr unvollständige Liste zeigt, wie wenig erfolgreich wir bisher dabei waren, das Wirtschaftssystem mit einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang zu bringen. Was also muss passieren? Nadal macht in seinem Buch dazu ausführliche Vorschläge, die hier nicht in ihrer Breite vorgestellt werden. Daher – zusammen mit der Empfehlung das Buch zu lesen – ein paar Punkte: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Eine auf nachhaltige Entwicklung ausgelegte makroökonomische Strategie muss sich von der Idee verabschieden, dass Ungleichheiten mit den sogenannten „trickle-down“-Effekten wirtschaftlichen Wachstums behoben werden. Auch soziale Auffangnetze helfen nicht nachhaltig. Soziale und Umweltzielsetzungen müssen ins Zentrum der Wirtschaftspolitik rücken und dürfen nicht mehr erst im Nachhinein berücksichtigt werden.&amp;nbsp; Nadal empfiehlt hier die Umverteilungsfunktion des Steuersystems nach strikt ökologisch-sozialen Gesichtspunkten in den Mittelpunkt zu rücken. Eine Vereinfachung und komplette Umstrukturierung des Steuersystems - weg von der bloßen Nachfragestimulation und hin zu einer Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Realitäten ist dazu notwendig. Auch eine Steuer auf Finanztransaktionen fordert der Autor - also die Einführung der sogenannten und viel diskutierten „Tobin-Steuer“. Die Geldpolitik der Zentralbanken soll sich, wenn es nach Nadal geht, vom alleinigen Ziel der Preisstabilität weg entwickeln und mehr Parameter, wie etwa die Bildung von „Blasen“ oder die Entwicklung von Geschäftszyklen auf ihrem Radarschirm behalten. Auch die Re-Regulierung der Finanzmärkte steht auf seinem Wunschzettel. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Insgesamt fordert Alejandro Nadal in seinem Buch ein Wirtschaftssystem, das den Blick weitet und auch die Umwelt wahrnimmt in der sie stattfindet. In diesem Sinne kann man das Buch als eine Forderung nach mehr WirtschaftsGEOGRAPHIE lesen. Denn die Wirtschaftsgeographen nehmen die Anwendung der ökonomischen Modelle und Theorien auf reale Räume vor. Sie interpretieren Wirtschaftsmechanismen unter den „Randbedingungen“ der Realität und forschen über die ökologische und soziale „Kapazität“, über Bedingungen und Folgen wirtschaftlichen Handelns im Raum. Und „Nachhaltigkeit“ ist derzeit ihr Lieblingswort. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Das hier besprochene Buch &lt;a href="http://www.amazon.de/Rethinking-Macroeconomics-Sustainability-Development-Matters/dp/1848135068/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;amp;qid=1306262738&amp;amp;sr=8-3"&gt;"Rethinking Macroeconomics for Sustainability"&lt;/a&gt; von Alejandro Nadal ist 2011 bei &lt;a href="http://www.zedbooks.co.uk/index.asp?pageid=home"&gt;ZED-Books&lt;/a&gt; in englischer Sprache erschienen. Der Verlag konzentriert sich mit zahlreichen Büchern auf die Themen Wirtschaft, Umwelt und Entwicklung. &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6945303466658820190?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6945303466658820190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/05/ein-nachhaltigeres-wirtschaftssystem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6945303466658820190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6945303466658820190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/05/ein-nachhaltigeres-wirtschaftssystem.html' title='Ein nachhaltigeres Wirtschaftssystem - nur wie?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-M9_Bu21y_mM/Tdv93HlEH9I/AAAAAAAADiI/MH-NHBL4wNg/s72-c/nadal_bookcover.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4933422149046596046</id><published>2011-05-16T05:02:00.000-07:00</published><updated>2011-05-17T04:40:27.630-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><title type='text'>Sezessionen (2): Failed State Somalia</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;von Oliver Wunder&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-uEHB-Hrx_mk/TdENpS8vPTI/AAAAAAAADh0/GN8YR0lmt9k/s1600/5415321096_f2c5068435_b.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="390" src="http://4.bp.blogspot.com/-uEHB-Hrx_mk/TdENpS8vPTI/AAAAAAAADh0/GN8YR0lmt9k/s640/5415321096_f2c5068435_b.jpg" width="580" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Somalische Flüchtlinge an einem Brunnen in Baidoa, Somalia in 2006. Foto von expertinfantry/flickr&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Dieser Staat existiert de facto nicht mehr: Somalia ist inzwischen zu einem Synonym für den sogenannten failed state geworden. Spätestens seit dem Sturz des Diktator Siad Barre 1991 versinkt das Land im Chaos und einem nicht endenden Bürgerkrieg. Aktuellen Berichten zu Folge erklärte sich mit Azania, oder auch Jubaland genannt, Anfang April nach Somaliland und Puntland die dritte Region autonom vom Zentralstaat. Grund genug einen Blick auf dieses zerrissene Land zu werfen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somalia wurde im Jahr 1960 unabhängig. Vorher bestand es aus den zwei Staaten Britisch-Somaliland, das seit 1884 Kolonie Großbritanniens war, und Italienisch-Somaliland, seit 1888 italienische Kolonie. Mit der Unabhängigkeit vereinigten sich die beiden Staaten zu einem „Groß-Somalia“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit verstieß die Regierung gegen den Grundsatz der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU), die die Respektierung der Kolonialgrenzen zum Grundsatz erhoben hatte. Allerdings wurden andere Gebiete, in denen Somalis lebten und die zur Schaffung vom wirklichen „Groß-Somalia“ nötig gewesen wären, nicht mit in die Staatsbildung integriert. So blieben Französisch-Somaliland (heute Dschibuti), die äthiopische Provinz Ogaden und der kenianische "Northern Frontier District" außen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies führt seitdem zu Spannungen, die sich 1977 in einem Krieg mit Äthiopien zuspitzten. Somalia verlor den selbst angezettelten Krieg. Eine Millionen Flüchtlinge aus der äthiopische Provinz Ogaden wurden in den nördlichen Provinzen des ehemaligen Britisch-Somaliland angesiedelt und bewaffnet. Die nun bewaffneten Flüchtlinge plünderten im Norden und wurden dabei vom Regime in Mogadischu unterstützt. Der durch einen Putsch 1969 an die Macht gekommene Präsident Siad Barre gab den Clans im Norden die Schuld für die Niederlage. Seine Taktik bestand darin, die unterschiedlichen Clans gegeneinander auszuspielen. Die Nord-Süd-Spaltung aus der Kolonialzeit kehrte zurück.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-EKJye8QCvKI/TdERJWl1rmI/AAAAAAAADh4/hJFv7O5Sd1c/s640/karte-sezession-somalia.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" width="580" /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;1981 rebellierte der Norden. Damit wurde der Grundstein für den seit 1988 tobenden Bürgerkrieg gelegt. Der Bürgerkrieg führte 1991 schließlich zum Sturz des Diktators Siad Barre. Kurz nach Barres Sturz erklärte sich der Norden als Somaliland für unabhängig. Die vorher gemeinsam gegen Barre kämpfenden Clans fingen nun an, sich gegenseitig zu bekämpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies führte zu einer Intervention der Vereinten Nationen. Zwischen 1992 und 1995 wurden im Rahmen einer UN-Mission im somalischen Süden 35.000 Soldaten aus über dreißig Ländern stationiert. Die Mission scheiterte kläglich. Bei der „Schlacht von Mogadischu“ wurden am 3. und 4. Oktober 1993 18 US-Soldaten getötet. Bilder der getöteten und durch die Straßen Mogadischus geschleiften US-Soldaten traumatisierten die USA bis heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somalia wurde mit dem Scheitern der Mission zusätzlich geschwächt. Die Clans bekämpften sich weiterhin. Mitte 2006 eroberte die „Union islamischer Gerichte“ (UIC) Mogadischu und vertrieb die Warlords. Zum ersten Mal war eine gewisse Ordnung im Land wiederhergestellt. Im Dezember marschierte Äthiopien mit Unterstützung der USA in Somalia ein und vertrieb die UIC. Aus dieser Gruppierung ging die radikal-islamische al-Shabab hervor. Nach einer kurzen Phase der relativen Stabilität versank das Land nach der ausländischen Intervention wieder im Bürgerkrieg. Die Regierung Somalias kontrolliert lediglich ein paar Straßenzüge im Zentrum der Hauptstadt Mogadischus. Al-Shabab kontrolliert dagegen weite Landesteile. Ihr werden außerdem Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida nachgesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bürgerkrieg in Somalia hat in den letzten zwanzig Jahren mehreren hunderttausend Menschen das Leben gekostet. Über eine Million Menschen flohen in die Nachbarstaaten, zwei Millionen gelten als "Binnenflüchtlinge".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="460" src="http://www.youtube.com/embed/JtjlF_KB0BA" width="580"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;AZANIA/JUBALAND&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Anfang April 2011 erklärte sich die Region Azania oder auch Jubaland genannt an der Grenze zu Kenia für unabhängig. Als Vorbild dienen die relativ stabilen autonomen Gebiete Somaliland und Puntland. Für Kenia ist dies von vordergründigem Interesse, da so ein Puffer entsteht, der das Vordringen der al-Shabab Extremisten nach Süden und ins eigene Land bremsen soll. Außerdem soll so der Flüchtlingsstrom aus Somalia nach Kenia gestoppt werden. Im Flüchtlingslager Dadaab 100 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt leben 332.000 somalische Flüchtlinge. Von dort soll al-Shabab neue Mitglieder rekrutieren und Angriffe gegen kenianische Dörfer leiten. Kenia möchte das Flüchtlingslager schließen und die Flüchtlinge nach Somalia zurück schicken. Es wird offen darüber spekuliert, dass die Entstehung von Azania/Jubaland entscheidend von Kenia unterstützt, wenn nicht sogar initiiert wurde. Kenia soll zudem die offiziellen militärischen Kräfte aus Azania/Jubaland ausbilden und&amp;nbsp; bewaffnen.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hauptstadt:&lt;/i&gt; Kismaayo&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Einwohner:&lt;/i&gt; 1,3 Mio&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;PUNTLAND&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;1998 erklärte sich die Region Puntland am Horn von Afrika für autonom, machte aber klar, dass sie keine komplette Unabhängigkeit von Somalia will und eine Wiedervereinigung für wünschenswert hält. Zwischen Puntland und dem benachbarten Somaliland kam es öfter zu sporadischen Kämpfen um die Zugehörigkeit von Grenzregionen. Seit 2005 wurde Puntland als Herkunft der Piratenangriffe und Schiffsentführungen im Golf von Aden weltweit bekannt.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hauptstadt:&lt;/i&gt; Garoowe&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Einwohner:&lt;/i&gt; 2,4 Mio&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;SOMALILAND&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Somaliland erklärte sich nach dem Sturz Siad Barre 1991 für unabhängig. Der Staat ist international nicht anerkannt, obwohl er relativ stabil und eine konstitutionelle Demokratie ist. Am Beispiel Somaliland zeigen sich die Unterschiede im kolonialen Erbe. Traditionelle Konfliktlösungsmechanismen der Clans werden mit den Hinterlassenschaften des britischen Common Law verknüpft. Der Süden trägt dagegen die schwere Last der italienischen Kolonialherrschaft. Das somalische Erbe wurde gänzlich zerstört und der Faschismus hinterließ keinerlei brauchbare politische oder administrative Strukturen. Seitdem verhindert die Macht der Clans jeden Regierungsaufbau. Die letzte Präsidentschaftswahl 2010 verlief ohne Zwischenfälle.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hauptstadt:&lt;/i&gt; Hargeysa&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Einwohner:&lt;/i&gt; 3,5 Mio&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Geschichtlicher Abriss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1884: Der Norden des Horn von Afrikas wird zur britischen Kolonie Britisch-Somaliland.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1888: Italien erklärt den Süden zur Kolonie Italienisch-Somaliland.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1960: Unabhängigkeit und Wiedervereinigung von Britisch-Somaliland und&amp;nbsp; Italienisch-Somaliland zu Somalia.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1969: Siad Barre wird durch einen Militärputsch Präsident Somalias.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp; 1977-1978: Somalia führt gegen Äthiopien Krieg um die mehrheitlich von Somalis bewohnte äthiopische Provinz Ogaden. Somalia verliert.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1981: Der Norden rebelliert gegen Barre&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1988: Aus der Rebellion wird ein Bürgerkrieg gegen Barre.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp; 1991: Diktator Siad Barre wird gestürzt. Somaliland erklärt sich für unabhängig. Der Rest des Landes versinkt im Bürgerkrieg.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1992-1995: UN-Mission im Süden Somalias. Scheitert.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 1998: Puntland erklärt sich für autonom, aber nicht unabhängig von Somalia.&lt;br /&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 2011: Azania/Jubaland erklärt sich unabhängig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Situation in Somalia ist sehr unübersichtlich und ändert sich ständig. Auf Grund des Bürgerkrieges wagen es die wenigsten Journalisten das Land zu betreten. Daher gibt es wenig aussagekräftige Berichte aus dem Land. Teilweise widersprechen sich einige Quellen, teilweise ist es schwer an gesicherte Informationen heranzukommen. Daher kann dieser Artikel unbeabsichtigte Fehler enthalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Literatur zur weiteren Lektüre&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;gt; ABDUL-AHAD, GHAITH (2010): Verräter verfallen dem Henker. In &lt;a href="http://www.freitag.de/politik/1033-verr-ter-verfallen-dem-henker"&gt;Der Freitag vom 21.08.2010&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&amp;gt; FLOOD, DEREK HENRY (2011): The Jubaland Initiative: &lt;a href="http://www.garoweonline.com/artman2/publish/Opinion_20/The_Jubaland_Initiative_Is_Kenya_Creating_a_Buffer_State_in_Southern_Somalia.shtml"&gt;Is Kenya Creating a Buffer State in Southern Somalia?&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&amp;gt; HACKENSBERGER, ALFRED (2010): "&lt;a href="http://www.heise.de/tp/artikel/33/33294/1.html"&gt;Das Ausland sollte Somalia endlich in Ruhe lassen.&lt;/a&gt;"&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;gt; KEATING, JOSHUA (2011): Welcome to Azania/Jubaland: &lt;a href="http://blog.foreignpolicy.com/posts/2011/04/06/welcome_to_azania_somalias_newest_pseudostate"&gt;The world's newest pseudostate&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&amp;gt; LEYMARIE, PHILIPPE (2007): Mehr Krieg, kein Staat. In &lt;a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2007/11/09/a0039.text.name,askNvelqa.n,38"&gt;Le Monde diplomatique Nr. 8425 vom 9.11.2007, Seite 8-9&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&amp;gt; PRUNIER, GÉRARD (2010): Somaliland hat es besser. In &lt;a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2010/10/08/a0040.text.name,askNvelqa.n,7"&gt;Le Monde diplomatique Nr. 9312 vom 8.10.2010, Seite 9&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&amp;gt; RAMONET, IGNACIO (2007): Somalia. &lt;a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2007/02/09/a0001.text.name,askNvelqa.n,43"&gt;In Le Monde diplomatique Nr. 8197 vom 9.2.2007, Seite 1. &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4933422149046596046?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4933422149046596046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/05/sezessionen-2-failed-state-somalia.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4933422149046596046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4933422149046596046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/05/sezessionen-2-failed-state-somalia.html' title='Sezessionen (2): Failed State Somalia'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-uEHB-Hrx_mk/TdENpS8vPTI/AAAAAAAADh0/GN8YR0lmt9k/s72-c/5415321096_f2c5068435_b.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-5890768338898438555</id><published>2011-03-16T03:39:00.000-07:00</published><updated>2011-05-25T03:13:28.589-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><title type='text'>Ägypten - postrevolutionär</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;von Simon Argus&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp; &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Seit ein paar Tagen bin ich zurück in Ägypten. Auf den ersten Blick hat sich wenig verändert. Bis auf vereinzelte ausgebrannte Verwaltungsgebäude und die zwei Panzer, an denen ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit vorbei komme. &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh6.googleusercontent.com/-0fDNc8SInBc/TCEdGWy3wCI/AAAAAAAADNY/EP6H60anROs/s1600/DSCF3540.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="430" src="https://lh6.googleusercontent.com/-0fDNc8SInBc/TCEdGWy3wCI/AAAAAAAADNY/EP6H60anROs/s640/DSCF3540.JPG" width="580" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;Brücke über den Nil - Fotos von Panzern sind schwieriger.&amp;nbsp; Quelle: Eigenes Foto. &lt;/i&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bei den Menschen gibt es aber doch Unterschiede. Die Ägypter haben eine Revolution hinter sich. Das hat sie zwar nicht alle zu einer Masse der Harmonie vereinigt, aber scheinbar jeder hat nun eine politische Meinung. Den einen hat die Revolution Angst gemacht - das Sicherheitsempfinden vieler Ägypter ist getroffen. Manche laufen nun mit Waffen "zum Selbstschutz" herum. Anderen geht die Revolution noch lange nicht weit genug. Die Facebook-Profilbilder meiner ägyptischen Freunde sehen derzeit meist gleich aus: Ein großes "Nein!" auf rotem Grund verrät, was sie von der angekündigten Volksabstimmung über die neue Verfassung halten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Tahrir-Platz erinnert wenig an die vergangenen Wochen. Das Militär hat das Zeltlager auf der zentralen Verkehrsinsel vor einigen Tagen geräumt. "Gut so", sagt ein Freund: Die verbliebenen "Demonstranten" waren für viele Kairener eher zwielichtige Gestalten. Das Pflaster fehlt an vielen Stellen, die Steine dienten während der Revolution als Wurfgeschosse. Um zwölf Uhr am Abend leeren sich die Straßen langsam: Die Ausgangssperre wird nicht von allen eingehalten. Obwohl angeblich bis zu drei Monate Haft drohen, haben Polizisten generell viel von ihrer Autorität eingebüßt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Ägypter sind dieser Tage mit ihrer Revolution relativ allein gelassen. Die mediale Aufmerksamkeit liegt bei Japan - vielleicht noch in Libyen oder Bahrein. Die zahlreichen Foto-Journalisten reisen nach und nach ab. Einen aus Kanada treffe ich noch spät abends im Mc Donalds gleich neben dem Tahrir-Platz. Aufregende Wochen hat er hinter sich, aber besonders viel scheint er noch immer nicht über dieses Land zu wissen. In zwei Tagen wird er abreisen, nach Washington D.C..&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der nächste Schritt für die Ägypter ist das Verfassungsreferendum am kommenden Wochenende. Viele junge Ägypter sind dagegen: Das neue Wahlrecht ähnelt dem britischen System "the winner takes it all" und bevorzugt so die großen Parteien: Das wären die NDP und die Muslimbrüder - die einzigen Parteien mit Struktur, Geld und dadurch medialem Einfluss. Auch einige andere Punkte an der überarbeiteten Verfassung werden kritisiert: Ein neuer Präsident wäre nicht zwingend an die beschlossenen Änderungen gebunden, die Überprüfbarkeit von Wahlergebnissen durch die Gerichte ist nicht eindeutig geregelt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu allem Überfluss brechen nun auch wieder religiöse Konflikte aus. Die zuvor so solidarischen Christen und Muslime geraten durch private Familien-Fehden aneinander, die Religion dient einmal mehr als Scheingrund für mittelgroße Straßenschlachten in den Armenvierteln. Immerhin: Der regierende Militärrat hat angekündigt, dass eine niedergebrannte christliche Kirche an der selben Stelle wieder aufgebaut werden soll. Das wäre noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen. Aber die Gründung religiös definierter politischer Parteien (die Christen lehnen die Sharia als Grundlage für Gesetzentwürfe ab, diese Regelung wurde übrigens schon von Mubarak eingeführt) werden für neue Probleme und Spaltungen sorgen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Trotz aller Probleme bleibt die Stimmung aber vorsichtig optimistisch. Jeder fragt mich, ob ich Änderungen bemerkt habe, seit ich das letzte Mal im Land war. Die Autofahrer schimpfen, das Verkehrschaos sei durch die Revolution schlimmer geworden. Ein ägyptischer Teenager berichtet mir ganz begeistert, dass er seit der Revolution einen polizeilichen "Taser" - eine Elektroschock-Pistole - besitzt. Und die Soldaten auf ihren beiden Panzern bei mir um die Ecke genehmigen sich eine Teepause nach der anderen. Wir warten auf das Wochenende.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Links&lt;/b&gt;:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Diskussion um die Armeeregierung im Internet &lt;a href="http://www.maikelnabil.com/2011/03/army-and-people-wasnt-ever-one-hand.html"&gt;auf maikelnabil.com&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aktuelle Nachrichten aus Ägypten gibt es auf &lt;a href="http://www.almasryalyoum.com/en"&gt;almasryalyoum.com &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-5890768338898438555?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/5890768338898438555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/03/agypten-postrevolutionar.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5890768338898438555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5890768338898438555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/03/agypten-postrevolutionar.html' title='Ägypten - postrevolutionär'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh6.googleusercontent.com/-0fDNc8SInBc/TCEdGWy3wCI/AAAAAAAADNY/EP6H60anROs/s72-c/DSCF3540.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2166723258190440261</id><published>2011-02-10T02:42:00.000-08:00</published><updated>2011-03-16T03:46:45.245-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><title type='text'>Der Zorn der Ägypter - Hintergründe, Akteure und Aussichten</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;i&gt;von Simon Argus &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Eine weitere Vorlesung zum Thema Revolution in Ägypten: Diesmal schildert Dr. Al-Hamarneh vom geographischen Institut in Mainz die Lage. Sein Vortrag ist beeindruckend, immerhin war er in den ersten Stunden auf dem Tahrir-Platz dabei und ist mit einigen Akteuren des Protests eng vernetzt.&lt;/b&gt; &lt;b&gt;Es geht um die Hintergründe, die Akteure und die möglichen Aussichten des Aufstandes, der seit dem 25. Januar das Land am Nil erschüttert.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An&lt;b&gt; &lt;/b&gt;jenem Nachmittag besprachen sich in einem Hotel unweit des Tahrir-Platzes Mitarbeiter verschiedener Menschenrechtsorganisationen. Als einer der Herren aufstand, ans Fenster ging und sagte: "Wir reden hier über Zivilgesellschaft. Schauen Sie da draußen - da findet sie gerade statt."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7tOZsdD63_A/TVPAND-2WEI/AAAAAAAADgw/kKyCT5mOm1g/s1600/An-Egyptian-anti-governme-004.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="390" src="http://2.bp.blogspot.com/-7tOZsdD63_A/TVPAND-2WEI/AAAAAAAADgw/kKyCT5mOm1g/s640/An-Egyptian-anti-governme-004.jpg" width="580" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Ein Demonstrant liest die Zeitung und "bewacht" einen Panzer. Quelle: guardian.co.uk&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Dr. Al Hamarneh, der bei jenem Treffen dabei war, nennt das Regime in Kairo eine Diktatur. Das ist ein hartes Wort, angesichts der Tatsache, dass der Westen Jahrzehnte lang eng an seiner Seite stand. Diktaturen sind auch die Regime in Weißrussland und Nordkorea - in Ägypten redete man bisher immer von einem "autoritären Regime". Der Unterschied aber sei in den letzten Jahren seit dem 11. September immer mehr verschwunden. Im Rahmen des Kampfes gegen den Terror haben sich die arabischen Regime mehr und mehr einer Diktatur angenähert. Haben ihre bereits harten Gesetze weiter verschärft - jegliche Opposition als islamistisch eingestuft und dadurch ihre eigene Macht gefestigt. Ein Fall des Regimes wurde mit dem Ende der säkularen Ordnung gleichgestellt - mit weltweiten Folgen. Sichtbar wurde diese Politik am Umgang mit Regimegegnern, die sich Folter und harten Gefängnisstrafen ausgesetzt sehen und an dem Terror der vom Staat ausgeht: So ist der ehemalige Innenminister Ägyptens inzwischen der Verwicklung in den tödlichen Anschlag gegen Kopten in Alexandria vor wenigen Monaten verdächtigt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/dBtYLBQPRGQ" title="YouTube video player" width="480"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein zweiter Faktor, der die arabischen, vom Westen gestützten Regime erhärten ließ, so erklärt Al-Hamarneh, ist die neoliberale Globalisierung, von der in Ägypten allein die Führungsclique profitiert. So wird das Vermögen der 4-köpfigen Mubarak Familie (Vater, Mutter, zwei Söhne) auf etwa 70 Milliarden Dollar geschätzt. Der größte Teil dieses Geldes soll erst in den letzten 5-6 Jahren hinzugekommen sein. Seit etwa 2005 verschlanken sich die Führungs- Macht- und Profitstrukturen um den aufstrebenden Präsidentensohn Gamal und seine "Businessmen". Eine ähnliche Entwicklung wie übrigens auch in Tunesien.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gleichzeitig sehen die sozialen Faktoren des Landes alles andere als gut aus: Die Arbeitslosigkeit in der Region Mittlerer Osten und Nordafrika ist unter den höchsten der Welt - und speziell für die heranwachsende junge Bevölkerung werden in der Region in den nächsten Jahren theoretisch 75 Millionen neue Arbeitsplätze gebraucht. Gleichzeitig ist die Analphabetenrate hoch: 60% bei den Frauen - das ist doppelt so viel wie noch vor 30 Jahren. Die Lebensmittelpreise stiegen in den letzten beiden Jahren um bis zu 20% per anno, in Ägypten werden im Durchschnitt etwa 40% des Haushaltsgeldes für Lebensmittel aufgewendet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Die Akteure&lt;/b&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Trotz dieser Voraussetzungen wäre ein Protest wie wir ihn heute erleben kaum möglich, gäbe es nicht eine Gruppe von Akteuren, die sein Ausgangspunkt sind. Seine Wurzeln hat die heutige Revolution im Aktivismus der Studenten der Cairo University in den Jahren 2000-2004. 19-20 Jahre alte Studenten, die sich in Studentenverbindungen organisierten und Sympathie für die zweite Intifada und Protest gegen den Irak-Krieg demonstrierten. In diesen Jahren politisierte sich die Studentenschaft und machte gleichzeitig erste erschreckende Erfahrungen mit den Methoden und Möglichkeiten des ägyptischen Geheimdienstes.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2005 kam es zur Gründung der Kiffaya-Bewegung, ausgehend vom gleichen Personenkreis demonstrierte diese Gruppe gegen eine erneute Kandidatur von Präsident Mubarak. Bei erneuten Protesten in den Jahren 2006-2008 waren die gleichen Akteure keine Studenten mehr - fühlten sich dadurch unabhängiger und mussten nicht mehr fürchten von der Universität entfernt zu werden. So entstand 2008 die Bewegung 6. April unter Israa Abdel Fattah (mehr dazu im Al-Jazeera-Video unterhalb dieses Abschnitts). Andere wichtige Namen sind Khalid Said, ein von der Polizei getöteter Blogger und Wael Ghonim, der bei Google arbeitet und die letzten Tage im Gefängnis verbrachte.&amp;nbsp; Nach der Freilassung dieses "digitalen Organisers der Bewegung" kam es nach einem Fernsehinterview zu einer großen Welle der Emotion und Sympathie, die wiederum Millionen Menschen auf die Straßen brachte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="295" src="http://www.youtube.com/embed/QrNz0dZgqN8?fs=1" width="480"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Der erste Tag des Protests &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwei Hauptpunkte führten schließlich zu den Protesten am 25. Januar: Die vorangegangenen Parlamentswahlen im Spätjahr 2010 bestimmten mit ihrem Ergebnis, wer zu den Präsidentenwahlen aufgestellt werden kann. Die Regierungspartei NDP "gewann" praktisch alle Sitze, die Präsidentenfrage war nun eine Frage zwischen Vater und Sohn - andere Parteien konnten keine Kandidaten ins Rennen schicken. Aber eine Aussage zum zukünftigen Kandidaten wurde nicht gemacht. Möglicherweise sollte erst noch festgestellt werden, ob der Sohn Gamal auch vom Militär die nötige Unterstützung erfahren würde. Im Volk ist Gamal&amp;nbsp; vielleicht einer der wenigen, der noch verhasster ist als sein Vater Mubarak.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der zweite Punkt waren natürlich die erfolgreichen Proteste in Tunsesien. Sie beseitigten die Angstbarriere - und so kam was kommen musste, am Nachmittag des 25. Januars.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der 25. Januar war an sich bereits der 7. Anlauf der Organisatoren, einen Protest auf die Beine zu stellen. Auch diesmal war man sich keineswegs sicher, ob überhaupt etwas passieren würde. Doch um 17 Uhr hatten sich 20 000 Menschen auf dem Tahrir-Platz versammelt. Unter ihnen Anhänger der verbotenen Nationalisten (Nasseristen, genannt Karama), der Kommunisten und Sozialisten. Nicht zu sehen: Die Muslimbrüder, sowie die Anhänger sämtlicher legaler Oppositionsparteien wie Wafd (konservativ-säkular), Tagamu (links) und Ghad (liberal). Die Mobilisierung zu den Protesten erfolgte übrigens zum Großteil per Mobiltelefon, das in Ägypten sehr verbreitet ist. Internet haben dagegen nur etwa 9% der Ägypter. Geplant wurden die Proteste für sieben verschiedene Orte in Kairo - eine Strategie, die auf einen Dissidenten und Ex-Geheimdienstmitarbeiter der Ägypter zurück geht. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Protest, erklärt Al-Hamarneh, verlief zunächst "normal". Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, allerdings recht zaghaft, verglichen mit der Situation wenig später. Die Menge begann sich wieder aufzulösen, viele gingen nach Hause. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es auch von keiner offiziellen Stelle ein Statement zu den Protesten. Die Situation änderte sich, als die Nachricht von 3 Todesopfern in Suez die Runde machte und sich die Demonstranten spontan zu einem Sit-In entschlossen. Nun - es war inzwischen etwa 9 Uhr - kehrten viele zum Tahrir-Platz zurück, brachten Decken und Proviant mit und richteten sich für eine lange Nacht ein.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Um Mitternacht ägyptischer Zeit kam dann ein offizielles Statement: Aus dem amerikanischen Außenministerium. Hillary Clinton trat vor die Presse und äußerte: "Das ägyptische Regime ist stabil."&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kurze Zeit später schlug eben jenes Regime mit voller Härte los: Tränengas, Wasserkanonen und Hunde machten mit den Demonstranten kurzen Prozess. Doch die Proteste hatten gerade erst begonnen - und schließen inzwischen alle Bevölkerungsteile mit ein.&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Die Aussichten &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Position des Westens wankt noch immer - eine klare Aussage gegen das herrschende Regime kommt nicht. Der Angstgegner sind die Muslimbrüder, eine gut organisierte, in jedem Viertel vertretene Partei mit radikalen Wurzeln. Al-Hamarneh aber vergleicht sie eher mit einer "CSU im Untergrund". Eine Mischung aus konservativer politischer Partei und Caritas. Heute sind die Muslimbrüder eine Massenorganisation mit internationaler Vernetzung, großer Akzeptanz und einem pragmatischem Programm. Und besonders wichtig: mit Gewaltverzicht. Die Muslimbrüder akzeptieren heute, dass sie zwar stark, aber nicht dominant sind. Sie werden wie jede Partei auf Koalitionspartner angewiesen sein. Al Hamarneh vergleicht die Situation mit der Türkei: Erdogan kommt aus einem sehr ähnlichen Umfeld - ist selbst Muslimbruder - und führt die Türkei in Richtung EU. Ähnliches gilt für den Hintergrund des irakischen Maliki.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Hoffnung Al Hamarnehs ist, dass sich dieser unideologische Blick auf die Muslimbrüder auch im Westen durchsetzt - im mittleren Osten ist der politische Islam bereits weitgehend akzeptiert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schließlich sieht Al-Hamarneh vier mögliche Szenarien für einen Ausgang der Proteste: Sollte Mubarak nicht freiwillig gehen gäbe es zum ersten das "Pinochet-Szenario": Ein Blutbad der Armee, das die Proteste beendet. Zum zweiten das "Rumänien Szenario": Ein Blutbad, aber die Demonstranten gewinnen unter hohem Einsatz von Menschenleben. Schließlich das "Nelkenrevolution-Szenario": Ähnlich wie in Portugal 1974 könnte die Armee auf der Seite der Demonstranten den Diktaktor Mubarak absetzen. Auf welcher Seite das Militär heute tatsächlich steht ist unklar. Viele vermuten eine Spaltung zwischen Generalität (pro Mubarak) und jungen Offizieren (pro Demonstranten). Das letzte Szenario setzt einen Abgang Mubaraks voraus und ist das Wunschszenario: Radikale Reformen mit Revolutionscharakter. Hierbei bliebe der Druck der Straße bestehen, während sich eine Übergangsregierung Schritt für Schritt zu drastischen Reformen durchringt - und Ägypten schließlich zu einem freieren Land macht. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Links:&lt;/b&gt; Als Informationsquellen zum Fortgang der Proteste empfiehlt sich mehr noch als die deutsche Tagesschau:&amp;nbsp; &lt;a href="http://english.aljazeera.net/"&gt;Al Jazeera&lt;/a&gt; auf Englisch und die &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/news/"&gt;BBC&lt;/a&gt;. Auf Facebook gibt es die Gruppe "Egyptian-German Network for Changing Egypt". &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2166723258190440261?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2166723258190440261/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/02/der-zorn-der-agypter-hintergrunde.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2166723258190440261'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2166723258190440261'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/02/der-zorn-der-agypter-hintergrunde.html' title='Der Zorn der Ägypter - Hintergründe, Akteure und Aussichten'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-7tOZsdD63_A/TVPAND-2WEI/AAAAAAAADgw/kKyCT5mOm1g/s72-c/An-Egyptian-anti-governme-004.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2488779551599950499</id><published>2011-02-01T06:09:00.000-08:00</published><updated>2011-03-16T03:46:45.246-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><title type='text'>Ägypten auf den Barrikaden</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;i&gt;von Simon Argus &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Die Unruhen in Ägypten beunruhigen auch uns im Westen. Wer kommt nach Mubarak? Besonders Israel sieht sich in einer Zwickmühle: Ungern hätte man einen zweiten Iran zum westlichen Nachbarn. Doch woher genau kommen diese Befürchtungen? Ein Besuch in der Orient-Vorlesung...&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUgRWbnV1wI/AAAAAAAADgg/3x6HFQa1yWI/s1600/P1010373.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="420" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUgRWbnV1wI/AAAAAAAADgg/3x6HFQa1yWI/s640/P1010373.JPG" width="580" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Vor wenigen Tagen noch das ganz normale Chaos: Tahrir Platz und ägyptisches Museum. Quelle: Eigene Bilder&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die erste Vorlesung seit den "Unruhen vom 25. Januar", dem "Tag des Zorns", wie ihn die Ägypter nennen. Das einzige Thema sind natürlich die Unruhen und ihre Perspektive. Wie geht es weiter? Wer kommt an die Macht? In den Medien hört man die Hoffnung nach einem demokratischen Wandel. Mubarak soll gehen, das Volk soll endlich gehört werden und in freien Wahlen entscheiden dürfen. Bei den letzten Parlamentswahlen im Spätjahr 2010 war ich in Kairo. 90 Prozent für die Männer von Mubarak. Eine kleine Demonstration am folgenden Tage - in den Zeitungen die einhellige Meinung: Ein beispielhaft demokratischer Prozess. Politik - oder das was Mubarak darunter versteht - schien die große Menge der Menschen in Kairo nicht sonderlich zu interessieren. Die Tatsache, dass das Regime gerade ein riesen Kasperletheater aufgeführt hatte, schien die wenigsten zu stören. Lediglich unter den Universitätsabsolventen, den Studenten und Professoren, der "E-Crowd" gab es so etwas wie Entrüstung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kein Wunder in einem Land mit dem selben Mann an der Spitze seit über 30 Jahren. Sagt der Professor. Die Menschen haben sich eingerichtet in einem System, das ihnen zwar keine großen Freiheiten ließ, kaum Chancen bot und sich generell wenig um die großen Massen zu kümmern schien. Selbst tägliche Routinen, wie beispielsweise Behördengänge, waren den undemokratischen Umständen angepasst. Man tut sich Gefälligkeiten. Man kennt jemanden, der etwas regeln kann. Eine Baugenehmigung? Es gibt da sicher eine weiche Stelle im System - und wenn es am Ende etwas Geld kostet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Politik hatte sich meinem Eindruck nach aus dem täglichen Leben der meisten Menschen verabschiedet. Der Fokus liegt viel mehr auf der Familie. Die Familie ist das soziale Netz, das der Staat nicht mehr bieten kann. Dies führt zu einer großen Macht der Familienoberhäupter. Und zur Festigung alter, traditioneller Bräuche - wie beispielsweise der Beschneidung von Frauen, die auch in Ägypten noch weit verbreitet ist, obwohl Staat und Religionsoberhäupter dagegen argumentieren.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach drei Jahrzehnten schien sich der Staat zurückgezogen zu haben - beschäftigt damit, den Wohlstand der Einflussreichen und Regimetreuen zu mehren, während das Volk lediglich ruhig gehalten werden musste.&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;So war es bisher. Und nun Demokratie? Auf welcher Basis? Der Professor erklärt: Für eine demokratische Ordnung müssten alle politischen Parteien eine große Disziplin beweisen: Akzeptieren, dass jemand anderes Wahlen gewinnt. Akzeptieren, dass man nach nur vier oder fünf Jahren einfach so wieder abgewählt wird. Derzeit endet die politische Ära einer Partei in der Regel entweder mit der Flucht oder dem Tod des jeweiligen Staatsoberhaupts. Das ist auch die Perspektive die Mubarak in diesen Tagen wohl sieht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUgQ0ImGZ5I/AAAAAAAADgc/hxecMrqeEWs/s1600/P1020530.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="300" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUgQ0ImGZ5I/AAAAAAAADgc/hxecMrqeEWs/s400/P1020530.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;So lebt auch die Führung Ägyptens: Meist in den Ferienparadiesen am roten Meer.&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als in Tunesien Ben Ali aus dem Land gejagt war, sahen auch in Ägypten die jungen und gebildeten ihre Chance. Von ihnen gingen die Unruhen aus - über das Internet verbreitete sich die Nachricht. Sie wollen Demokratie, Freiheit für das Individuum und für dessen Meinung. Nach dem Freitagsgebet - in Ägypten ein extrem wichtiger Stimmungsbarometer, hier werden alle Entscheidungen des Regimes aufgenommen, kommentiert, goutiert - nach jenem letzten Freitagsgebet strömten dann auch die Massen. Hier begann es für die Regierung kritisch zu werden. Nun war der Protest nicht mehr beschränkt auf eine elitäre Gruppe, sondern auch unterstützt durch die einflussreiche Muslim-Bruderschaft.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die stimmte dann ein in die Forderung nach Demokratie. Und hielt sich mit religiösem Eifer und Spruchbändern erkennbar zurück. Das könnte heißen, dass die Muslimbrüder nicht ganz so extrem sind, wie wir sie uns vorstellen. Es könnte aber auch Kalkül sein, denn eine Wahl würden die Muslimbrüder möglicherweise gewinnen. Die Äußerungen beispielsweise des deutschen Außenministers über "islamistische Trittbrettfahrer" stimmt so also nicht. Sie sind es, die in den armen Vierteln die soziale Arbeit aufrecht erhalten. Sie sind in Ägypten überall - und geben der Religion einen guten Namen. Demokraten aber, sind sie nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und so schließt der Professor mit seiner Prognose: Die Wahl liegt zwischen einem neuen autokratischen säkularen Regime - zum Beispiel unter dem neuen Hoffnungsträger El Baradei - oder einem autokratischen religiösen Regime. Eine Option, bei der Israel und der Westen noch einige Bauchschmerzen bekommen dürften. Ob der Wandel aber in den nächsten Tagen kommt, oder noch bis zu den neuerlichen Wahlen im September auf sich warten lässt, scheint in diesen Minuten noch offen. Mubarak ist mit seinen 82 Jahren noch nicht ganz am Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Links: Der Deutsche Arbeitskreis Vorderer Orient (DAVO) verweist auf die folgenden Artikel ausgewiesener Experten.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr. Muriel Asseburg und Dr. Isabella Werenfels (Stiftung Wissenschaft  und Politik, Berlin): &lt;a href="http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2011A04_ass_wrf_ks.pdf"&gt;"Tunesien: Einzelfall oder erster Dominostein?  Vergleichbare Probleme - unterschiedliche Rahmenbedingungen"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel Gerlach (Chefredakteur "zenith"): "Das hier ist keine  Revolution!" &lt;a href="http://www.zenithonline.de/835.html"&gt;Interview mit dem neuen tunesischen Außenminister Ahmad  Ounais&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Dr. Eberhard Kienle (research professor at the CNRS in Paris and  Grenoble) "&lt;a href="http://www.opendemocracy.net/eberhard-kienle/tunis-cairo-and-beyond"&gt;Tunis, Cairo and beyond: susceptible authoritarians may yet  really topple, but questions abound"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein schockierends Youtube Video, dass das Vorgehen der ägyptischen  Sicherheitskräfte zeigt,&amp;nbsp; die am "Tag des Zorns" auf der Nilbrücke zwischen  Tahrir-Platz und Gezira &amp;nbsp;mit &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=dBtYLBQPRGQ"&gt;gepanzerten Fahrzeugen ungebremst in die  Demonstration hineinfahren&lt;/a&gt; und Betende aus nächster Nähe mit  Wasserwerfern und Tränengas angreifen. &lt;br /&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2488779551599950499?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2488779551599950499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/02/agypten-auf-den-barrikaden.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2488779551599950499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2488779551599950499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/02/agypten-auf-den-barrikaden.html' title='Ägypten auf den Barrikaden'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUgRWbnV1wI/AAAAAAAADgg/3x6HFQa1yWI/s72-c/P1010373.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4267710157627670107</id><published>2011-01-30T06:24:00.000-08:00</published><updated>2011-03-16T03:46:45.247-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><title type='text'>Machtfaktor "soziale Medien"?</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;von Simon Argus &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;Es heißt die Rebellionen in Tunesien und Ägypten hatten ihren Anfang im Internet. Zumindest wurde das Internet genutzt, um zu mobilisieren und unangenehme Wahrheiten an den meist zensierten etablierten Medien vorbei zu schleusen. Auch abseits der großen Politik machen sich in Entwicklungsländern und auch in autoritären Staaten immer mehr Menschen das Internet und die "sozialen Medien" zunutze. Ein paar Beispiele...&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit ein paar Tagen sitze ich vor meinem Facebook wie bei einer Live-Berichterstattung. Kollegen und Freunde, die ich vor wenigen Monaten in Kairo kennen lernte, posten unentwegt Fotos, Gerüchte und Erfahrungen von den Demonstrationen in Ägypten. Auch wenn das Internet zeitweise unterbrochen wurde oder gewisse Seiten nicht mehr erreichbar scheinen - der Strom an Informationen reißt nicht ab. Dieses neue Netzwerk - entstanden in den letzten Jahren seit der Gründung von Facebook, Twitter und ähnlichen Portalen - scheint der staatlichen Kontrolle immer wieder zu entkommen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUVxU003oOI/AAAAAAAADgU/Ds2qOiaKKE8/s1600/welt-sozialer-netzwerke.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="206" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUVxU003oOI/AAAAAAAADgU/Ds2qOiaKKE8/s400/welt-sozialer-netzwerke.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Soziale Netzwerke der Welt. Quelle: http://many-eyes.com&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auch "Angus" hat Facebook. "Angus" ist Chinese und studiert in Damaskus. Beide Staaten verbieten Facebook, die Seite ist auf normalem Wege nicht aufzurufen. Aber Angus benutzt einen sogenannten Proxy-Server, der als Vermittler zwischen ihm und der gesuchten Facebook-Seite fungiert und die Daten bei Übertragung so verschlüsselt, dass sie vielen Zensoren und Firewalls entgehen.&amp;nbsp; Über diesen Umweg kann Facebook weltweit genutzt werden - auch in China. Allerdings ist die Technik nicht sehr bekannt, "normale" Internetuser werden in diesen Staaten auf andere,&amp;nbsp; zum Teil staatlich kontrollierte soziale Netzwerke ausweichen. Aber selbst dort ist die Zensur nicht immer vollständig möglich. Generell ist die Vielfalt sozialer Netzwerke trotz der Dominanz von Facebook nicht zu unterschätzen. In Brasilien zum Beispiel dominiert das social-Media-Portal von Google, "Orkut", das in Europa kaum jemand kennt. Und so hat auch die Weltkarte der Facebook-Bekanntschaften noch einige dunkelblau-blinde Flecken. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUVxS9i18KI/AAAAAAAADgQ/RzRCiUFQvYw/s1600/facebook-weltkarte.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="250" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUVxS9i18KI/AAAAAAAADgQ/RzRCiUFQvYw/s640/facebook-weltkarte.jpg" width="570" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Graphische Darstellung von Freundschaften auf Facebook. Quelle: FB/Paul Butler&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Politischer Aktivismus ist auf Facebook dennoch eher die Ausnahme. In den Industriestaaten wird Facebook ganz klassisch zur Pflege von virtuellen Freundschaften genutzt, um Bilder auszutauschen, selten um eine Karriere zu starten. Ganz anders sieht die Nutzung in anderen Teilen der Welt aus.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Claude lebt in Südafrika und hat über 1700 Facebook-Freunde. Claude ist Migrant aus Burundi und lebte lange ohne offiziellen Status in Kapstadt. Für ihn ist Facebook ein enorm wichtiges Werkzeug zum täglichen Überleben geworden. Er hat Frau und Tochter und über die letzten Jahre hat er sich einen relativen Wohlstand erarbeitet. Dennoch lebt er riskant: Es gibt keine sozialen Sicherungssysteme, die ihm helfen, wenn er seine Arbeit verliert oder krank wird. Deshalb ist er auf seine Community angewiesen. Da Claude in den letzten zehn Jahren in einem halben Dutzend verschiedener Länder lebte, verteilt sich diese Community entsprechend über den ganzen afrikanischen Kontinent und darüber hinaus. Über dieses Netzwerk von Freunden werden Informationen über neue berufliche Chancen, gegenseitige Hilfe oder Tipps zum Umgang mit Behörden ausgetauscht. Geld verdient Claude häufig, weil er jemanden kennt, der jemanden kennt... und zwar über Facebook.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;So gilt der Zugang zum Internet heute als eine wichtige Voraussetzung um den Menschen in Entwicklungsländern wirtschaftliche Prosperität, Bildung oder eben eine freie Meinungsäußerung zu ermöglichen.&amp;nbsp; Projekte wie "One Laptop per Child", die besonders billige und robuste Rechner für Schulkinder in ärmeren Staaten herstellen, reagieren auf diese Erkenntnis. Aber auch ohne diese Projekte ist es erstaunlich, wie viele vor allem junge Menschen aus ärmlichsten Verhältnissen sich bereits Zugang zum Internet verschaffen und es für sich nutzen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auch in Ägypten sind es die jungen, gebildeten Schichten, die den gegenwärtigen Aufstand im Netz begonnen haben. Inzwischen werden sie von Menschen aus allen Schichten unterstützt. Denen geht es zwar nicht immer um Demokratie, doch die Entdeckung, dass es trotz allem möglich ist, die eigene Meinung kund zu tun, hat sich in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens offenbar bestens verbreitet. Und in Europa sitzen wir an unseren Rechnern und warten gespannt auf die nächsten Twitter-Meldungen zum Fortgang der Geschehnisse. &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4267710157627670107?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4267710157627670107/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/machtfaktor-soziale-medien.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4267710157627670107'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4267710157627670107'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/machtfaktor-soziale-medien.html' title='Machtfaktor &quot;soziale Medien&quot;?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TUVxU003oOI/AAAAAAAADgU/Ds2qOiaKKE8/s72-c/welt-sozialer-netzwerke.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-3326637004700957297</id><published>2011-01-17T03:09:00.000-08:00</published><updated>2011-01-17T05:44:51.798-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bevölkerungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Hyperdensity - kommt euch näher!</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Städten - dort haben sie alle wichtigen Versorgungseinrichtungen in Reichweite und können sich auf kurzem Wege vernetzen. Das nutzt auch und gerade den ärmeren und unterpriveligierten Schichten der Stadtbewohner. Der Begriff "Hyperdensity" für hochverdichtete Städte bekommt einen positiven Unterton.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TTRBVFa-8lI/AAAAAAAADf4/00h6sqhxMQU/s1600/DSCF3651.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TTRBVFa-8lI/AAAAAAAADf4/00h6sqhxMQU/s400/DSCF3651.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563143270197817938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span&gt;Deshalb wachsen besonders die Städte in Entwicklungsländern rasant. Dass die hohe Dichte von Menschen, Infrastruktur und sozialen Netzen ein großer Trumph ist, haben aber noch lange nicht alle Stadtentwicklungsbehörden verstanden: Anstatt die entstehenden Slums für Ihre Bewohner sicherer zu machen, strebt man danach, hochverdichtete Städte umzubauen und "besser kontrollierbar" zu machen: Indem sie in die Breite entwickelt werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;In Städten wie Kairo oder Mumbai leben heute mehr als die Hälfte der Bewohner in informellen Vierteln. Die Dichte dort ist hoch, der Zugang für Feuerwehrfahrzeuge und Sicherheitsdienste schwierig und die sanitären Zustände teilweise katastrophal. Deshalb lautet die Devise: Umsiedlung. Neue Satellitenstädte weit entfernt von den Zentren werden errichtet - in Kairo zum Beispiel die Stadt des sechsten Oktober, in Mumbai entstand Navi Mumbai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorteile der Satelliten scheinen auf der Hand zu liegen: Bessere Luft, bessere Gesundheit. Neue Schulen und mehr Raum zum Wohnen, für Parks und vor allem für Straßen. Für die Sicherheitsbehörden lassen sich die neuen Viertel viel besser überwachen. Doch scheinbar haben die Bewohner der informellen Viertel und Shanty-Towns das Konzept nicht verstanden: Sie bleiben zum größten Teil wo sie sind. Die neuen Städte auf der grünen Wiese wachsen viel langsamer als erwartet, lediglich gut verdienende Städter gönnen sich hier ein Idyll im Grünen - meist mit hohen Mauern drumherum und SUVs in der Garage, die nächste Einkaufsmöglichkeit ist nämlich etwas entfernt. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Und hier liegt das Problem: Durch die geringere Dichte der neuen Städte werden die Entfernungen größer. Die Bewohner sind plötzlich auf Autos oder ein gut funktionierendes Nahverkehrssystem angewiesen. Früher konnten sie die allermeisten Wege billig zu Fuß erledigen. Soziale Netzwerke sind weniger stabil, die alten Netzwerke aus den informellen Gebieten gehen verloren. Der Individualismus als Wert westlicher Gesellschaften erscheint den Bewohnern Kairos oder Mumbais offenbar weniger wertvoll als die Nähe zu Nachbarn und Verwandten, die in Zeiten der Krise unterstützen und in Zeiten des Aufschwungs helfen, voran zu kommen. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TTRDp4R2t4I/AAAAAAAADgA/t_hcxSkpKCo/s1600/urbansprawl.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TTRDp4R2t4I/AAAAAAAADgA/t_hcxSkpKCo/s400/urbansprawl.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563145826470377346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Seit diese Erkenntnis auch zu den Stadtplanern durchgedrungen ist, hat ein Umdenken eingesetzt. Auch im Hinblick auf die ressourcenschonende nachhaltige Entwicklung wird die Intensivierung bereits genutzten Raumes heute als der bessere Weg verstanden. Die Intensivierung verhindert den sogenannten Urban Sprawl und maximiert die Effektivität öffentlicher Investitionen - speziell des öffentlichen Verkehrs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wo ist das Limit? Ab welcher Dichte verändert sich die Situation insofern, dass negative externe Effekte überwiegen und Hyperdensity zum Problem wird? Diese Frage muss zum einen kulturell - nach den jeweiligen Vorstellungen wie nah Menschen zu ihren Nachbarn leben möchten - und zum anderen mit Blick auf die Infrastruktur beantwortet werden. Wenn Städte wachsen müssen also drei Dimensionen beachtet werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Verdichtung: &lt;/span&gt;Macht das zentrumsnahe und vernetzte Leben bezahlbar, da auf geringem Raum viele Immobilien verfügbar sind und hält Infrastrukturkosten niedrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Kapazität der Infrastruktur: &lt;/span&gt;Die Infrastruktur muss an die Dichte angepasst werden, Transportsysteme müssen belastbar sein und informelle Viertel brauchen eine Verbesserung beispielsweise ihrer sanitären Anlagen, ihres Feuerschutzes etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Lebensqualität: &lt;/span&gt;Sie kommt teilweise mit der Dichte - dadurch, dass es niemals weit ist ins Kino, zum Einkaufen etc. Andere Dinge müssen unterstützt werden: Auch in hochverdichteten Vierteln können Dachgärten angelegt werden und in verkehrsberuhigten Bereichen Kinder sicher spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Konzept der hohen Dichte ist nicht nur für Entwicklungsländer attraktiv sondern wird zunehmend auch in Europa und sogar den USA übernommen. In Paris wurde der Stadtentwicklungsplan insofern verändert, dass anstelle neuer Viertel an den Rändern der Stadt, die existierenden Vororte besser erschlossen und verdichtet werden. Speziell das Zentrum von Paris leidet unter exorbitanten Immobilienpreisen - weil aufgrund der Bauverordnungen hier nicht weiter verdichtet werden kann - bis heute gibt es kaum Hochhäuser in der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich heißt das nicht, dass in Paris zukünftig Wolkenkratzer den Blick auf den Eiffelturm verstellen. Aber durch eine neue Ring-Metro sollen die zentraleren Vororte an Attraktivität gewinnen. Durch die Wiedereinführung der Straßenbahnen und die Begrünung einst lärmender Boulevards soll die Lebensqualität in hochverdichteten Bereichen des Großraums erhöht werden. Mittelfristig soll damit die Wanderung der Bevölkerung aus dem Ballungsraum in die noch ländliche Umgebung gebremst werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Shanghai kümmert man sich um das Problem der Dichte und des Landschaftsverbrauchs. Dort sind bereits heute die Kapazitäten gegeben um die hohe Dichte effektiv zu versorgen. Rund um Transport- und Infrastrukturknoten werden hochverdichtete Viertel angelegt, dafür ist die horizontale Ausbreitung der Stadt eher gering. Hier ist die Hauptherausforderung  die Erhöhung der Lebensqualität. Die rapide Industrialisierung und der Fokus auf die Produktion haben die Belange der Bewohner häufig in den Hintergrund treten lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bilder: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(oben:) Hohe Dichte in einem informellen Viertel von Kairo - durch die relativ kostengünstige Verbesserung der Infrastruktur und Formalisierung solcher Viertel ist den Bewohnern mehr geholfen, als mit neuen weitläufigen Vierteln draußen, vor der Stadt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;unten:) Nicht für alle Menschen gleichfalls attraktiv: Wer sich kein Auto leisten kann, ist in diesem Wohngebiet im Speckgürtel von Miami nicht gut aufgehoben. &lt;/span&gt;(eigene Bilder)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-3326637004700957297?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/3326637004700957297/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/hyperdensity-kommt-euch-naher.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3326637004700957297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3326637004700957297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/hyperdensity-kommt-euch-naher.html' title='Hyperdensity - kommt euch näher!'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TTRBVFa-8lI/AAAAAAAADf4/00h6sqhxMQU/s72-c/DSCF3651.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7760958145016925619</id><published>2011-01-13T08:47:00.000-08:00</published><updated>2011-01-14T01:29:15.405-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Regionalia'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='mitmachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grundeinkommen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Mit einem Grundeinkommen würde ich Rikscha fahren (2)</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TS87l3vIZTI/AAAAAAAAATI/W2Wd-wZBbhM/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TS87l3vIZTI/AAAAAAAAATI/W2Wd-wZBbhM/s200/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5561729586628683058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Projekt "Kostenloses Rikscha-Taxi" geht in die nächste Runde! Die Geozentrale nahm im Oktober 2010 am Nachhaltigkeitswettbewerb "Ideen, Initiative Zukunft" teil und darf das Projekt nun bei dm präsentieren. Die Kunden des Drogeriemarktes können zwischen dem 13. und 26. Januar 2011 abstimmen, welches der drei dort vorgestellten Projekte sie präfererien.    &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Oktober berichtete ich bereits über die Teilnahme an dem Wettbewerb von dm und der UNESCO-Kommission für nachhaltige Projekte (&lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/rikscha-taxi-mit-bedingungslosem.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;). Wie schön, dass das Projekt nun durch den Einzug in die erste Runde Anerkennung erfährt und weitergehen kann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Projekt-Budget von 250€ ist schon sicher. Sollten die Kunden im dm-Laden das Rikscha-Projekt zur Nummer Eins wählen, erhöht sich die Fördersumme auf 1000€, man könnte auch sagen auf genau ein Grundeinkommen. Die Grundidee, mit einem bedingungslosen Grundeinkommen  mehr Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, letztlich mehr Souveränität zu haben und ein eigener Unternehmer zu sein, könnte dank der Fördersumme für genau einen Monat zur Realität werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TS84-UopbDI/AAAAAAAAATA/WhEUbehnhSc/s1600/Rikscha-Taxi_002_2010-12-12_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 301px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TS84-UopbDI/AAAAAAAAATA/WhEUbehnhSc/s400/Rikscha-Taxi_002_2010-12-12_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5561726708168092722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Für mich als Rikscha-Fahrer würde das erstmal ein Einkommen bedeuten. Diesmal ist die Logik aber nicht: Ich bekomme ein Einkommen, weil ich dafür arbeite. Die Logik kehrt sich um: Mit einem Grundeinkommen habe ich ein Einkommen, um arbeiten zu können - ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Für die Menschen in Mainz bedeutet das einen Monat kostenloses Rikscha-Taxi in der Innenstadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In die Praxis ist das Projekt schon am 12. Dezember umgesetzt worden. Am ersten kostenlosen Rikscha-Tag kamen die Fahrgäste zwar etwas zögerlich - wahrscheinlich vermuteten sie doch Werbung oder ein Zeitschriftenabo - hatten aber große Freude an der Dienstleistung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer zukünftig kostenlos in Mainz Rikscha fahren möchte, kann ab sofort im dm-Laden in der Lotharstraße (zwischen Neubrunnenplatz und Römerpassage) für das Projekt abstimmen. Die Wahl läuft bis zum 26. Januar. Am Samstag den 15. Januar stelle ich das Projekt zwischen 11 und 17 Uhr an einem Stand in derselben Filiale persönlich vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Adresse der dm-Filiale:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Lotharstraße 11-13&lt;br /&gt;55116 Mainz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abstimmung:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;13. bis 26. Januar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Projektstand im dm:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;15. Januar, 11-17 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kostenloses Rikscha-Taxi:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Weitere Termine, an denen ich mit der Rikscha unterwegs sein werde, gebe ich in Kürze auf der Facebook-Seite der Geozentrale bekannt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7760958145016925619?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7760958145016925619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/mit-einem-grundeinkommen-wurde-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7760958145016925619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7760958145016925619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/mit-einem-grundeinkommen-wurde-ich.html' title='Mit einem Grundeinkommen würde ich Rikscha fahren (2)'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TS87l3vIZTI/AAAAAAAAATI/W2Wd-wZBbhM/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6216830219033738367</id><published>2011-01-04T07:29:00.000-08:00</published><updated>2011-01-04T08:09:38.874-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='mitmachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='nebenbei notiert'/><title type='text'>Neues Jahr - neue Artikel</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Geozentrale wünscht ein frohes neues Jahr! Nach einem reise- und weihnachtsbedingt sehr ruhigen Dezember wollen wir in 2011 frisch durchstarten und wieder ein paar interessante Themen anschneiden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TSNFeTuIzZI/AAAAAAAADfo/90uj1RyCaRw/s1600/afrikapost2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 279px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TSNFeTuIzZI/AAAAAAAADfo/90uj1RyCaRw/s400/afrikapost2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5558362752097504658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Sogar ein kleines Weihnachtsgeschenk hat die Geozentrale dieses Jahr bekommen: Der Artikel &lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/2009/07/einer-unter-tausenden-als-migrant-durch.html"&gt;"Einer unter Tausenden"&lt;/a&gt; über die Geschichte eines Migranten im südlichen Afrika wurde in der Dezemberausgabe der Zeitschrift &lt;a href="http://www.afrikapost.de/index.php?option=com_frontpage&amp;amp;Itemid=1"&gt;Afrikapost&lt;/a&gt; veröffentlicht. Das ist natürlich eine schöne Bestätigung für eine Menge Arbeit, die wir im letzten Jahr wieder in den Blog gesteckt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht nur wir, die Betreiber der Geozentrale, auch ihr, seine Leser, habt einiges beigetragen: Zahlreiche Artikel werden inzwischen von "externen" Autoren beigesteuert, Tendenz steigend. Wir würden uns freuen, wenn sich auch im neuen Jahr wieder viele Leute die Mühe machen etwas beizutragen. Es macht ja auch Spaß etwas Selbstgeschriebenes im Internet zu lesen. Gerade, da auch die Besucherzahlen im letzten Jahr stark angestiegen sind!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nun zu 2011! Zahlreiche Themen stehen bereits auf dem Wunschzettel: "Hyperdensity" in der Stadtentwicklung, die "kritische Geographie" als Forum um einmal hinter die regulären Lehrmeinungen zu blicken, die arabische Welt unter der geographischen Brille und vieles mehr! Und neue Themen sind auch von euch jederzeit herzlich willkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor wir uns also wieder voll in die Arbeit stürzen, bleibt nur noch schnell auf einige praktische Features der Geozentrale hinzuweisen: Unter dem Reiter "mitmachen/über Geozentrale" verbirgt sich der sogenannte &lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/p/mitmachenuber-geozentrale.html"&gt;Maschinenraum&lt;/a&gt;. Dort erfahrt ihr neue Interna zu unserem Blog und erhaltet wichtige Infos wie zum Beispiel Kontaktadressen. Von dort ist inzwischen auch unsere &lt;a href="http://www.facebook.com/pages/Geozentrale/137907479576294"&gt;Facebook-Seite&lt;/a&gt; verlinkt, auf der einerseits auf neue Artikel in der Geozentrale hingewiesen wird, auf der aber auch hin und wieder ein paar Extras in Form von externen Links oder Kommentaren zu aktuellen Ereignissen zu finden sind. Außerdem lässt sich dort natürlich auch bestens zum Thema diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also dann: Der Vorsatz der Geozentrale zum neuen Jahr: Wir wollen ein Projekt für alle Geographie-Interessierten da draußen werden - bei dem jeder mitmachen kann und breit gefächerte Themen diskutiert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein erfolgreiches Jahr 2011 wünscht das Team von der Geozentrale.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6216830219033738367?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6216830219033738367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/neues-jahr-neue-artikel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6216830219033738367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6216830219033738367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2011/01/neues-jahr-neue-artikel.html' title='Neues Jahr - neue Artikel'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TSNFeTuIzZI/AAAAAAAADfo/90uj1RyCaRw/s72-c/afrikapost2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7942582814269702509</id><published>2010-11-22T05:57:00.000-08:00</published><updated>2011-10-08T03:53:14.033-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='english'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Asien'/><title type='text'>Ho Chi Minh City: Development on Fast-forward</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Alexander Uhlmann&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Ho Chi Minh City, Vietnam’s thriving business centre, is definitely on a fast-forward mode. It developed from a small fishing village to a busy colonial trade spot to a not-to-be-ignored megacity packed with French colonial buildings right next to neck breaking sky scrapers. Especially since the economic opening of Doi moi the city is bursting with energy. Economic and city&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; development is at speed and there&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; is no end in view. Geozentrale’s first article in English tells the story of this city over the last 300 years with a focus on colonial and post-colonial times, and the ambitious projects the city is facing. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Pre-colonial time&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp-_H-q09I/AAAAAAAADfQ/5SLmQqJG6wY/s1600/saigon1.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542381914371576786" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp-_H-q09I/AAAAAAAADfQ/5SLmQqJG6wY/s400/saigon1.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 399px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;The first settlements in the area of today’s old town of Saigon  date back to Khmer times from 1st to 6th century. It was rather a loose gathering of buildings than a town structured settlement. It was a fishing village as well as a trade centre with ties to China, India and Malaya which made foreign traders settle in the area. The port played an important role and is still the city’s nucleus.&lt;br /&gt;In 1698 the area was captured by Viet people and mentioned in a document for the first time. Until colonial times a kind of threefold town developed: the port and administration town Saigon; Gia Dinh (Già Ðinh) as citadel and garrison town a few kilometres to the north-west of Saigon; and the Chinese trade spot Cholon (Chợ Lơn – Big Market) to the south-west (confer map left). The Chinese people of Cholon maintained strong trade relations to their mother country and used Saigon’s port as a basis. Additionally they were able to use its well developed administration structures. Saigon, however, could benefit from the Chinese’s trade ties which lead to a symbiotic relationship between both towns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;French colonial time (1864 – 1940)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Despite the early settling of the area there are hardly any buildings from pre-colonial times since the settlement that had existed until the arrival of the French stayed rather small and consisted merely of a couple of wooden huts at the western banks of the Saigon River. That changed enormously after 1861 when the French captured Saigon. This should be seen in the context of the colonial race with England, which had already seized two towns in the region, Singapore and Hong Kong. Shortly after the capture of Saigon the French started to transform the town into the administrative centre of Cochin China (the southern part of Vietnam). The development followed the building plans of 1862 and 1865 that intended to expand the town to 2,500 hectares and raise the number of inhabitants to 500,000. At that time there were only 50,000 Vietnamese and Chinese living in the area, plus about 600 Europeans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp9n0aKeiI/AAAAAAAADfA/TYVlJ6CkuYo/s1600/saigon4.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542380414469569058" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp9n0aKeiI/AAAAAAAADfA/TYVlJ6CkuYo/s400/saigon4.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 317px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;The development of Saigon is very similar to most south-east Asian commercial centres that have been expanded in colonial times, are mostly sea ports and arouse from trade functions. Thus the town was drawn up in a regular rectangular grid-like pattern with city blocks modelled on Paris; boulevards and avenues as main axis running from north-west to south-west respectively at right angles. The port depicted the core of the grid (confer map left). With this alignment the region’s main wind directions were acknowledged venting the town automatically. In addition the reference to Cholon and the port were established. Rue Catinat, today’s Ðường Ðóng Khởi, being the main axis from the port to the cathedral was designed as the main shopping street. Prestigious buildings such as the opera, Notre Dame Cathedral and the town hall erected in or close to Rue Catinat. Along with the Botanical Gardens they were all build until the end of the 19th century under French colonial reign.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The urban planning model of the French was the idea of a “Ville Parc”, which more than 20,000 trees were planted for (confer picture below). Due to its beauty Saigon was often referred to as “Perle de l’Extrême Orient”, it had developed from small market town to the thriving colonial metropolis of Indochina. The French colonial administration also built up a transport infrastructure in the form of tramways and railways. The train link from Saigon’s centre to Cholon does not exist anymore, neither does the French built main station; it was shifted &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp8YxG247I/AAAAAAAADe4/z-VT15WEGBk/s1600/saigon5.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542379056373621682" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp8YxG247I/AAAAAAAADe4/z-VT15WEGBk/s400/saigon5.jpg" style="cursor: pointer; float: right; height: 259px; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;further north and replaced by a park. The road layout in District 1 however has not changed since then and still meets the original sketches from the colonial time.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The picture shows the large amount of trees, the city blocks and grid-like pattern with wide tree-lined avenues. Notre Dame Cathedral is on the upper left rim with Rue Catinat leading towards it from the river.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;After 1940&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;During World War II many people fled from the surrounding villages into the supposedly safer city which made the already existing housing shortage even worse. After the end of the war the biggest part of the infrastructure was destroyed. Many people returned to their villages and Saigon’s population decreased but the housing shortage persisted. Until 1965 the municipal area was filled up, especially between Saigon and Cholon and the main roads running from east to west; consistently both towns were united in 1956 and henceforth called Saigon-Cholon. During that period of US-American control there were no town planning initiatives but the Americans invested in administration, schools and universities, which led to a population increase; until 1967 it rose to 1.75 million. One of the few buildings erected in that period is the Reunification Palace (below) that &lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp7yarFElI/AAAAAAAADew/u8XNTOcIg6c/s1600/Saigon6.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542378397516501586" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp7yarFElI/AAAAAAAADew/u8XNTOcIg6c/s400/Saigon6.jpg" style="cursor: pointer; float: right; height: 300px; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;substituted the French-built Presidential Palace. During the civil war Saigon, again, was a place of refuge for many rural dwellers and grew radial along the arterial roads, mostly to the north for rivers formed natural barriers to the east and south. Additionally the city’s centre got even more filled up. Due to a lack of housing squatter settlements emerged. On April 30th 1975, the day of “the fall” respectively “the liberation” of Saigon the population amounted to 2.5 million.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;1975 – 1986&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;What followed was a process of de-urbanisation for the communist regime had decided to shrink large urban centres. It was necessary to obtain permits for housing and many dwellers were dislocated, refugees were to return to their places of origin, the urban growth slowed down and more or less stopped. From 1976 to 1980 400,000 people were to leave the city. That stark loss of population was partly compensated by the incorporation of Gia Dinh, but from 1979 to 1989 the annual population growth amounted to mere 0.3%. In 1976 Saigon was officially renamed Ho Chi Minh City which is often seen as a humiliation: the communists in power in the capital Hanoi considered Saigon as the “whore of America” and by far too liberal and capitalistic. The town, having always been the commercial centre of the country, was taken its industry, its population and all investments, in what section so ever, additionally all town planning measures were cancelled.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Economic opening “Doi moi” since 1986&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp7Vf4zl7I/AAAAAAAADeo/-BVF6s0dX1g/s1600/saigon7.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542377900700047282" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp7Vf4zl7I/AAAAAAAADeo/-BVF6s0dX1g/s400/saigon7.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 359px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 280px;" /&gt;&lt;/a&gt;It wasn’t until “Doi moi” (Đổi mới) that this situation changed. A new housing policy was started and the secondary centres were upgraded which led to a strong influx to those. Since then the population grows steadily, especially due to stark rural-urban moves; from 1989 to 1999 by 2.7% annually, in 2007 by even 3.5%.  At present the city’s development follows the model of a decentralised concentration which includes the satellite towns of Bien Hoa and Dau Mot, some 50 km away, infrastructure projects concerning several communes, new industry and high tech parks such as thriving Quang Trung Software City, the upgrade of the airport to an international hub and new town development projects in urban and suburban areas, such as Saigon South, which is supposed to provide housing and business space for 1 million people.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The most ambitious development project might be a new district called Thu Thiem (Thủ Thiêm), a peninsula on the left bank of the Saigon River, right opposite of the old town (see map above). Saigon never emerged over to that part and thus the area offers wide more or less empty ground of 737 hectares. The city government plans to build it up as a “new urban area and the new and expanded center of Ho Chi Minh City with main functions of a financial, commercial, high-end services center of the city and region, having world class level; a cultural, recreation center, completing deficient or limited functions in existing city’s center.” The key concept envisages a connection to the river and the historic city centre, a dense and compact urban form with open space and the ability to grow. 110,000 to 120,000 people are expected to live there, it shall offer work for 350,000 employees and up to 1,000,000 visitors are expected each day.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;It will be a skyscraper town many recent new towns are, yet it appears to be very green and airy. Infrastructure such as a railway and two metro lines, new bridges and tunnels connecting Thu Thiem and the city centre plus motorways is already under construction.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Completion is due in 2020. Whether the set targets will be achieved will have to be seen. Especially the connection to the old town seems difficult for the river is very wide and the old town works well without the expansion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Problems&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp_8i_ZHsI/AAAAAAAADfY/hM4rirelloc/s1600/saigon9.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542382969594388162" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp_8i_ZHsI/AAAAAAAADfY/hM4rirelloc/s400/saigon9.jpg" style="cursor: pointer; float: right; height: 300px; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;The infrastructure is still not sufficiently established. Traffic congestions are standard, the public transport system only consists of buses that get stuck in the congestions – but newly developed areas need to be accessible for commuters. To meet that problem a metro network is under construction and the bus fleet has been expanded.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The heavy traffic (see picture) leads to serious air pollution which reduces the quality of life and makes a new traffic policy necessary. The bad air quality might lead to people leaving the central areas to new towns which, again, leads to a need of improved traffic infrastructure. A loss of inner city citizens might change the centre to a mere business district. Water pollution and increasing amounts of waste are other environmental problems that need to be met by the city’s government. Solving those problems might use a considerable percentage of Saigon’s gross earnings.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The country’s high inflation rate of about 8% over the last decade evens up the income improvements and might lead to investment shortages as well as rising rents what might have an inner city loss of inhabitants as a result.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Netz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stadtentwicklung in Ho Chi Minh Stadt: &lt;a href="http://www.thuthiem.hochiminhcity.gov.vn/english/index.php"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Quellen (Auswahl): &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="color: black;"&gt;Dovert, S./Ninh, L.Q. (1998): Architectures Urbanisme. Saigon.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="color: black;"&gt;Düttmann, M. (2001): Saigon, Vietnam. In: Stadtbauwelt, issue 36, volume 92.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;Waibel, M. (2004): Sturm auf Vietnams Metropolen? Auswirkungen der Land-Stadt-Migration auf die Siedlungs- und Wohnstrukturen. In: Südostasien 3/05.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;Wüst, S. (2001): Die Metropolisiserung von Ho Chi Minh Stadt. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="color: black;"&gt;In: Stadtbauwelt, issue 36, volume 92.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="color: black;"&gt;&lt;span style="font-size: 78%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;Bilderquellen: http://belleindochine.free.fr/images/Plan, eigene Bilder&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-style: italic; line-height: 150%;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="color: black;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7942582814269702509?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7942582814269702509/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/11/ho-chi-minh-city-development-on-fast.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7942582814269702509'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7942582814269702509'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/11/ho-chi-minh-city-development-on-fast.html' title='Ho Chi Minh City: Development on Fast-forward'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOp-_H-q09I/AAAAAAAADfQ/5SLmQqJG6wY/s72-c/saigon1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-8693903996150704906</id><published>2010-11-16T03:23:00.000-08:00</published><updated>2010-11-16T08:00:43.063-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Was ist eine nachhaltige Stadt?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOKkk-_vq7I/AAAAAAAADeA/2iixs4RyAx8/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOKkk-_vq7I/AAAAAAAADeA/2iixs4RyAx8/s400/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5540171446911740850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOKkr60t8VI/AAAAAAAADeI/PuUBowrh72o/s1600/Stadtentwicklung%2Bcopy.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOKkr60t8VI/AAAAAAAADeI/PuUBowrh72o/s400/Stadtentwicklung%2Bcopy.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5540171566050832722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Nachhaltigkeit ist in aller Munde - auch in der Stadtentwicklung bemühen wir uns um die nachhaltige Stadt. Doch was ist das eigentlich? Auf welchen Grundlagen basiert der Begriff "Nachhaltigkeit" in einer urbanen Umgebung? Und wie messe ich Nachhaltigkeit? Viele Fragen und keine eindeutigen Antworten. Einige wissenschaftliche Ansätze zur Nachhaltigkeit in Städten stellt die Geozentrale hier vor. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das UN-Habitat Programm für nachhaltige Städte definiert sie als „Städte in denen Erfolge in der sozialen, ökonomischen und physischen Entwicklung langfristig erhalten werden“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="600" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NMKP-xsaF8c?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/NMKP-xsaF8c?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="600" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufbauend auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit, nämlich ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit, werden für urbane Nachhaltigkeit drei Grunddimensionen festgelegt: Ökonomische Effizienz bei der Nutzung von Entwicklungsressourcen, soziale Gerechtigkeit in der Verteilung von Entwicklungserfolgen und deren Kosten, sowie die Vermeidung von Entwicklungen, die zukünftige Generationen belasten. Die Autoren Hall und Pfeiffer haben diesen Rahmen der Nachhaltigkeit erweitert und eine Reihe von Schlüssel-Dimensionen nachhaltiger Stadtentwicklung erarbeitet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sustainable Urban Economy:     Work and Wealth&lt;br /&gt;Sustainable Urban Society:     Social Coherence and Social Solidarity&lt;br /&gt;Sustainable Urban Environment:    Stable Ecosystems&lt;br /&gt;Sustainable Urban Shelter:    Decent Affordable Housing for All&lt;br /&gt;Sustainable Urban Access:    Resource-Conserving Mobility&lt;br /&gt;Sustainable Urban Life:    Building the Liveable City&lt;br /&gt;Sustainable Urban Democracy:    Empowering the Citizenry&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist Nachhaltigkeit kein statischer Zustand sondern dynamisch, ständige Anpassungen an sich ändernde Umweltbedingungen sind notwendig. Um diese Anpassungsfähigkeit zu erreichen müssen die menschlichen Bedürfnisse in ein Gleichgewicht mit den Kapazitäten des globalen Systems gebracht werden. Außerdem stellt nachhaltige Entwicklung ein systemisches Konzept dar, bei dem die Interaktionen und Interdependenzen zwischen verschiedenen Ebenen der Nachhaltigkeit beachtet werden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So beeinflusst die jeweilige Umwelt die Nachhaltigkeit an einem gegebenen Ort. Nicht nur naturräumliche Gegebenheiten, auch kulturelle Unterschiede müssen in jeder sinnvollen Betrachtung zur Nachhaltigkeit beachtet werden. Die Frage was menschliche Bedürfnisse heute und morgen alles beinhalten, welche legitim und welche verzichtbar sind, ist kulturell und individuell unterschiedlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Ansatz zur Festlegung von Prioritäten der verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen von Isabelle Whitehead gibt eine erste Orientierungshilfe: Sie ordnet die drei Haupt-Dimensionen in hierarchischer Ordnung mit der ökologischen Komponente als höchster Priorität. Soziale und ökonomische Aspekte sind abhängig von der natürlichen Umgebung, während die natürliche Umgebung keine der beiden anderen Dimensionen bedingt. Innerhalb der einzelnen Dimensionen lässt auch Whitehead unterschiedliche Perspektiven zu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den ökologischen Aspekt der Nachhaltigkeit basiert Whitehead einerseits auf der Analyse des ökologischen Fußabdrucks (einer Siedlung), andererseits dem Konzept des Bioregionalismus, welches nur eine Stadt, die mit den lokal gegebenen Ressourcen auskommt, als nachhaltig einstuft. Die soziale Dimension der urbanen Nachhaltigkeit wird aufgrund des Wohlstands und der demographischen Entwicklung der Bevölkerung bewertet. Ökonomische Nachhaltigkeit wird einerseits aus einer neoliberal-kapitalistischen (mit der Betonung auf der Produktivität) und andererseits aus einer marxistisch-sozialistischen Perspektive (Schwerpunkt ist hier die Fähigkeit der Distribution des ökonomischen Wohlstands) betrachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="600" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FyghLnbp20U?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/FyghLnbp20U?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="600" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur perspektivisch ist Nachhaltigkeit unterschiedlich bewertbar. Auch zwischen den verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit kommt es zu Konflikten. Scott Campbell nennt den Güterkonflikt zwischen den Dimensionen der ökonomischen Effizienz einerseits und der sozialen Gerechtigkeit andererseits, sowie den Ressourcenkonflikt zwischen ökonomischer Dimension und Umweltschutz (ökologische Dimension). Schließlich gibt es auch einen Entwicklungskonflikt zwischen der sozialen und der ökologischen Dimension, wonach die notwendige Entwicklung für einen „Wohlstand für alle“ eben durch ökologische Probleme erkauft werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund dieser zahlreichen perspektivischen Konflikte fordern Arlt und Siedentop (in Brake, Richter 1995) eine „prinzipiell unabgeschlossene Diskurskette“ zum Verständnis der Ansprüche heutiger und zukünftiger Generationen und eine besondere Berücksichtigung der Fristigkeit bzw. Betroffenheit sämtlichen Handelns. Dementsprechend beinhalten ihre Bewertungskriterien für nachhaltiges Handeln sieben Dimensionen zur Langzeitbelastung zukünftiger Generationen: Reversibilität, Regeneration, Substituierbarkeit, räumliche Betroffenheit, zeitliche Betroffenheit, gesellschaftliche Betroffenheit und physische/psychische Betroffenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Projekte zu vollständig nachhaltigen Städten oder Stadtvierteln sind bereits auf dem Weg und werden in den beiden Videos (oben) vorgestellt, bzw. beworben. Bereits bestehende Siedlungen werden anhand von Indikatoren, die aus dem Agenda-21 Prozess hervorgehen auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Die Diskussion über echte Nachhaltigkeit im urbanen Kontext dürfte trotzdem noch eine Weile weitergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Für diejenigen, die sich noch tiefer in das Thema einarbeiten möchten, kommt hier noch eine kleine Literaturliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;BRAKE, K UND URSULA RICHTER (1995): Sustainable urban development : Ausgangsüberlegungen zur Theorie einer nachhaltigen Stadtentwicklung - Dokumentation der 1. Projektwerkstatt, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, München&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CAMPBELL, S. (1996): Green Cities, Growing Cities, Just Cities? – Urban Planning and the Contradictions of Sustainable Development, in: Journal of the American Planning Association 62 (3): 296-312&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;HALL, P. UND U. PFEIFFER  (2000): Urban Future 21 – a global agenda for twenty-first century cities, London.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;UN-Habitat (2006): Sustainable Cities Programme 1990-2000 - A Decade of United Nations Support to Broad-based Participatory Management of Urban Development,&lt;a href="http://www.unhabitat.org/list.asp?typeid=15&amp;amp;catid=369&amp;amp;start=41&amp;amp;page=5"&gt; hier.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WHITEHEAD I. (2006): Models of Sustainability? A comparative analysis of ideal city planning in Saltaire and Masdar City, &lt;a href="http://www.socsci.flinders.edu.au/geog/geos/PDF%20Papers/Isabelle%20Whitehead_Models%20of%20sustainability%202.pdf"&gt;hier.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WIKAN, U. (1995): Sustainable Development in the Mega City in: Current Anthropology 36 (4): 635-655&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-8693903996150704906?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/8693903996150704906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/11/was-ist-eine-nachhaltige-stadt.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8693903996150704906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8693903996150704906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/11/was-ist-eine-nachhaltige-stadt.html' title='Was ist eine nachhaltige Stadt?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TOKkk-_vq7I/AAAAAAAADeA/2iixs4RyAx8/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2096024506966752645</id><published>2010-11-08T23:11:00.000-08:00</published><updated>2010-11-10T10:02:41.625-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Regionalia'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='mitmachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agrar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Einkaufen mit der Foodcoop: ökologisch, fair und regional</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNpppQLFrCI/AAAAAAAAASQ/lOQKt05NVxY/s1600/Button_Nachhaltigkeit01klein.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNpppQLFrCI/AAAAAAAAASQ/lOQKt05NVxY/s320/Button_Nachhaltigkeit01klein.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537854849242475554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wir befinden uns im Jahr 2010 n.Chr. Weltweit wird die Landwirtschaft von multinationalen Agrarkonzernen bestimmt... Die ganze Welt? Nein! Die von unbeugsamen StudentInnen ins Leben gerufenen Foodcoops hören nicht auf, der industriellen Landwirtschaft Widerstand zu leisten. Die Geozentrale berichtet über eine alternative Institution, die neue Maßstäbe für eine zukunftsfähige Ernährung setzt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die aktuelle Bilanz des &lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/"&gt;Weltagrarberichts&lt;/a&gt; ist niederschlagend: "Unser Ernährungs-System ist eine der  wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, das Artensterben, für Umweltvergiftung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich gesund und ökologisch ernähren möchte, und das nicht auf Kosten   Anderer, hat es ohne eigenen Acker nicht unbedingt leicht. Viele unzureichend informierte Verbraucher resignieren bei einer  Vielzahl von Siegeln, die ökologische oder faire Produktion garantieren  sollen.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt; So wichtig die Bemühungen auch sind, viele der aktuellen Ansätze berücksichtigen nur bestimmte Teilbereiche von Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bio ist nur besser&lt;/span&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...aber nicht genug? Mit dem Einkauf im Bio-Supermarkt ist man zumindest, was die eigene Gesundheit angeht auf der sicheren Seite: Bio-Produkte enthalten weniger Nitrat, weniger Pestizidspuren und Umweltgifte (EU-Bericht 2003) und haben ein geringeres Allergiepotential (&lt;a href="http://www.boelw.de/biofrage_19.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;); zudem ist der Vitamingehalt von Bio-Obst, -Gemüse und -Getreide höher (Velimorov &amp;amp; Müller 2006).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel ist der Bio-Anbau insgesamt ressourcenschonender und klimafreundlicher. So ist der Verbrauch von fossilen Energien um 65 Prozent geringer (Velimirov &amp;amp; Müller 2006).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNp89TOuWXI/AAAAAAAAASo/QujCn7Ow-uA/s1600/BioFach190210_008_Plastikgem%25C3%25BCse.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 241px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNp89TOuWXI/AAAAAAAAASo/QujCn7Ow-uA/s320/BioFach190210_008_Plastikgem%25C3%25BCse.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537876084381342066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bild1: Eingeschweißtes Gemüse auf der Biofach 2010 in Nürnberg (Quelle: Eigenes Bild).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch selbst wenn die Herstellung lokal weniger umweltschädlich, als im konventionellen Bereich ist, haben die meisten Produkte im Bio-Markt einen weiten Transportweg hinter sich.  Je nach Saison kann es vorkommen, dass die Möhren aus Italien kommen und die Kartoffeln aus Ägypten. "Bio" ist nicht mehr und nicht weniger als ein Zertifikat für die Einhaltung ökologischer Standards bei der Produktion. Wenn letztere also in vieler Hinsicht nachhaltiger ist, heißt das noch lange nicht, dass die Logistik (v.a. Transportwege und Verpackung) es ebenfalls ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Soziale Frage&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der finanzielle Aspekt ist für Viele ein Argument,  nicht im Bio-Supermarkt einzukaufen. Mit Aldi, Lidl und Penny können Alnatura, Denn's und Basic preislich nicht mithalten. Die ökologischen Kosten sind in der konventionellen Produktion sozusagen herausgerechnet und so für die Konsumenten nicht ersichtlich, obwohl sie vielleicht volkswirtschaftlich spürbar sind oder sein werden. Bei sinkendem Realeinkommen drängt sich die "Soziale Frage" auf: Bio für die Eliten,  Chemie für's Volk?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Drang der Bio-Supermärkte zu möglichst niedrigen Preisen, führt  jedoch zu betriebswirtschaftlichen Konzepten, die jenen der Discounter sehr nahe kommen.  Einsparungen betreffen die Lohnkosten (&lt;a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/alnatura-will-tarif-zahlen/"&gt;taz.de 01.04.2010&lt;/a&gt;) oder gehen zu Lasten der ProduzentInnen. Bio ist eben nicht automatisch auch Fair, wenngleich das Bewusstsein für ganzheitliche Ansätze  wächst (ein positives Beispiel ist das erst in diesem Jahr eingeführte &lt;a href="http://www.naturland.de/fairzertifizierung.html"&gt;Naturland-Fair-Siegel&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Die Foodcoop&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Reaktion auf die oben beschriebenen Mängel, haben sich vielerorts studentische Gruppen zusammengeschlossen, die es sich zum Ziel setzen, gemeinsam  Bio-Lebensmittel einzukaufen,  welche bevorzugt von Erzeugern aus der näheren  Umgebung stammen. Die Grundidee der Foodcoop ist, dass sowohl die StudentInnen profitieren, die in  den Genuss von Mengenrabatt kommen, als auch die Bauern,  die mit größeren Absatzmengen rechnen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNpxMewVBzI/AAAAAAAAASY/-mmor6rQT3k/s1600/Foodcoop-Bauwagen01.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 241px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNpxMewVBzI/AAAAAAAAASY/-mmor6rQT3k/s320/Foodcoop-Bauwagen01.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537863151033583410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bild2: Der Bauwagen der Foodcoop Mainz auf dem Campusgelände. Hierhin werden die Lebensmittel vom Bauernhof geliefert&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; (Quelle: Eigenes Bild)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Campus der Uni Mainz besitzt die dortige Foodcoop einen Bauwagen, in dem das Obst und Gemüse auf die einzelnen Bestellgruppen verteilt wird. Bestellt wird am Wochenende über das Internet: In der sogenannten Foodsoft können zum Beispiel 1,5 kg Jonagold und 500g Lauch bestellt werden. Die Abrechnung erfolgt über das Guthaben, das zuvor auf das Konto der Foodcoop eingezahlt wurde. Jeden Dienstag werden dann die Lebensmittel von Familie Bender, die in Mainz-Bretzenheim einen &lt;a href="http://www.johanneshof-bender.de/sitemap.html"&gt;Naturland-Hof&lt;/a&gt; betreiben, an den Bauwagen geliefert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die  Lebensmittel von der Foodcoop sind aus nachhaltiger Sicht kaum zu toppen:  saisonale Produkte aus ökologischem Anbau, ohne nennenswerte Transportwege, zu einem günstigeren Preis als im Bio-Supermarkt. Damit die Möglichkeit besteht auch "exotischere" Lebensmittel zu bekommen, kaufen Benders zusätzlich auf dem Bio-Großmarkt das ein, was sie nicht selbst anbauen können. In dem Fall muss jeder für sich entscheiden, ob er oder sie die Bio-Tomaten aus Spanien, grün von marrokanischen Tagelöhnern geerntet und mit dem Lkw transportiert, (LMd 12.03.2010) auch im Winter auf dem Speiseplan benötigt; auch Bananen aus Fairem Handel können über die Foodcoop bestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Protest aus Verantwortung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich erreichen die Foodcoops nicht die Massen. Der Vergleich mit dem gallischen Dorf, das dem Imperium den Kampf angesagt hat, ist durchaus berechtigt. Vielleicht ist es aber eher ein Statement als ein Kampf - wer sich hier engagiert, tut dies in der Regel mit einer großen Portion Idealismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum werden Güter so weit transportiert, obwohl sie in der Region angebaut werden (könnten)? Wie soll das in Zukunft funktionieren, wenn die Preise für fossile Brennstoffe weiter steigen? Die Politik hält noch keine befriedigenden Antworten parat, und das aus nachvollziehbaren Gründen: Die Schlagkraft dieser Probleme wird in der nächsten Legislaturperiode vermutlich noch kein Thema sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf anderen Ebenen fängt es daher langsam an zu brodeln. Ist die &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc%7EE7E5AA1BEE6B0498EB9511CAA3DE5A83A%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;APO 2.0&lt;/a&gt; schon unterwegs? Die in den Medien derzeit viel diskutierte "neue Protestbewegung" handelt nicht aus einer Null-Bock-Mentalität, sie will nicht zerstören, sondern leistet konstruktive Kritik und übernimmt Verantwortung. Neue alternative Institutionen, wie die Foodcoops, entstehen aus einem essentiellen Mangel heraus und entwickeln eigene höherwertigere Organisationsmodelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egal ob StudentIn oder nicht, mitmachen dürfen dabei generell alle, die sich verantwortlich fühlen und gutes Essen schätzen! Kontakt zur Foodcoop in Mainz gibt es unter: foodcoop-mainz[at]riseup.net&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Literatur:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EU-Bericht (2003): Überwachung von Pestizidrückständen in Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs in der Europäischen Union, in Norwegen, Island und Liechtenstein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Le Monde diplomatique (12.03.2010): Für eine Handvoll Tomaten - In der Wüste von Almería, einst Filmkulisse für Spaghetti-Western, wächst Discount-Gemüse für Europa. Von Pierre Daum (&lt;a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2010/03/12.mondeText.artikel,a0060.idx,20"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Velimirov, Alberta; Müller, Werner (2006): Ist Bio wirklich besser? Fakten zur Qualität biologisch erzeugter Lebensmittel - 175 Studien und ein Ergebnis: Am besten Bio. (&lt;a href="http://orgprints.org/2246/2/velimirov-2003-kurzversion.pdf"&gt;Kurzversion&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weltagrarbericht.de (2010): Wege aus der Hungerkrise. Die Erkenntnisse des Weltagrarberichtes und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen (&lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2096024506966752645?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2096024506966752645/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/11/einkaufen-mit-der-foodcoop-okologisch.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2096024506966752645'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2096024506966752645'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/11/einkaufen-mit-der-foodcoop-okologisch.html' title='Einkaufen mit der Foodcoop: ökologisch, fair und regional'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TNpppQLFrCI/AAAAAAAAASQ/lOQKt05NVxY/s72-c/Button_Nachhaltigkeit01klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-1018880266209364794</id><published>2010-10-18T09:50:00.000-07:00</published><updated>2010-10-18T14:57:58.526-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Geographie der Sicherheit in London: "The Ring of Steel"</title><content type='html'>&lt;span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Das Bedürfnis nach Sicherheit in einer Zeit der Angst vor internationalem Terror verändert auch die Geographie unserer Städte. Besonders eindrucksvoll ist dies in der "Global City" London zu beobachten: Neben abertausenden Überwachungskameras wurde hier ein handfester "Verteidigungsring" um die interkontinentale Schaltzentrale des Finanzwesens - die City of London - eingerichtet. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Henrietta Williams und George Gingell&lt;/span&gt; haben dieses Phänomen dokumentiert und demonstrieren, wie der Wunsch nach mehr Sicherheit unsere eigene Bewegungsfreiheit zunehmend einschränkt. Wie effektiv kann ein solches System funktionieren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLyQj8z84RI/AAAAAAAADds/4ACcqVI1o5Y/s1600/ring_of_steel_london.gif"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 243px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLyQj8z84RI/AAAAAAAADds/4ACcqVI1o5Y/s400/ring_of_steel_london.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529453389797974290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auf einem Stadtplan von London sieht die Vandy Street im Nordwesten der City of London aus wie viele andere im verwinkelten Herzen der Stadt. Doch ein Besuch in der Realität offenbart schnell eine ganz andere Geschichte: Das Straßenschild ist noch da, aber eine Straße gibt es nicht mehr. Sie wurde in einen gepflegten Rasen mit geschotterten Randstreifen verwandelt - nicht gerade komfortabel für Fußgänger und ganz sicher nicht geeignet zum durchfahren. Am südlichen Ende der Straße stehen massive Blumenkübel voller bunter Blumen und Bäume. Ein weiterer Hinweis: Dieser ehemals öffentliche Grund ist heute Privateigentum, unterhalten von einer anonymen Sicherheitsfirma, die hier auf Schildern über die Hausordnung informiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vandy Street ist Teil des "Ring of Steel", einem etwa zehn Kilometer langen Streifen aus Pollern, Polizeihäuschen, Überwachungskameras und anderer kaum merklicher Hindernisse, der London seit 1993 vor Autobomben schützen soll. Damals fürchteten die Stadtherren vor allem die nordirische IRA als Attentäter.&lt;br /&gt;Dieser Ring, der sich in der Stadt von Aldgate bis the Strand und von Shoreditch bis Temple erstreckt, ermöglicht es der Polizei jedes Auto, das in die City einfährt zu erfassen und seine Daten zu speichern. Es handelt sich möglicherweise um den radikalsten Wandel im Netzwerk der Londoner Straßen in den letzten Jahrzehnten, ein Wandel der fast unbemerkt stattfindet und noch heute weiter geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Photographin Henrietta Williams und der Kartograph und Architekt George Gingell sind die ersten, die eine umfassende Dokumentation der Anlagen auf einem dieser Tage stattfindenden Festival zur Stadtentwicklung in London (&lt;a href="http://www.thisisnotagateway.net/"&gt;"This is not a Gateway"&lt;/a&gt; 2010) veröffentlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLySNJpBbCI/AAAAAAAADd0/2C-EPU2Oiko/s1600/_Ring_of_Steel__-_Former_A4208_St_Bride_Street_-_Coppermine_-_540.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLySNJpBbCI/AAAAAAAADd0/2C-EPU2Oiko/s400/_Ring_of_Steel__-_Former_A4208_St_Bride_Street_-_Coppermine_-_540.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529455197128059938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; 17 Jahre fast unbemerkter Maßnahmen haben die Verbindungen zwischen der City und dem Rest der Stadt vollständig verändert. Harmlos wirkende Poller und pitoreske Springbrunnen sind in Wirklichkeit massiv gebaut, um mit Sprengstoff beladene Lastwagen aufhalten zu können. Schwer bewaffnete Polizisten patroullieren auf den Straßen und Sicherheitsleute verbieten das Photographieren und Skateboarden entlang des Rings. Die beeindruckendste Statistik: Zwei Drittel aller Straßen, die ursprünglich in die City führten sind heute gesperrt (siehe Bilder). Es gibt nur noch 19 Ein- und Ausfahrten, jede von ihnen wird durch zwei Kameras überwacht: Eine erfasst das Nummernschild, die andere macht Bilder vom Fahrer jeden Autos, das in die City fährt. Die Daten werden dauerhaft in einer, jeder Polizeibehörde des Landes zugänglichen Datenbank gespeichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Phasen eines besonders hohen Risikos, wie zuletzt während des Papst-Besuchs in England werden die Polizeihäuschen an den Einfahrten mit Beamten besetzt und Check-Points eingerichtet. Dann werden alle Autofahrer nach ihrem Ziel und den Grund für ihren Aufenthalt in der City befragt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der Sicherheitsgürtel um die City in den ersten Jahren einen eher provisorischen Charakter hatte und weithin sichtbar war, sind die Anlagen in den letzten Jahren von dauerhaften Installationen ersetzt worden, die mehr und mehr unsichtbar sind. Viele Maßnahmen werden unter dem Deckmantel der Verkehrsberuhigung oder Begrünung der Innenstadt durchgeführt. Auch neue Gebäude, die entlang des Rings entstehen, werden entsprechend geplant: Als Blockgebäude bilden sie nach und nach eine undurchdringliche Mauer um das Finanzzentrum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie effizient funktioniert der Sicherheitsgürtel? Geplant wurde er, um der Bedrohung durch die IRA zu begegnen: Diese wollte Ihre Mitglieder vor Erkennung schützen, deshalb machte die Kamera-Überwachung an den Einfahrten Sinn. Und auch heute kommt keiner in oder aus der City, ohne erfasst zu werden. Doch in Zeiten des Selbstmord-Terrorismus ist es fraglich, ob der Ring den entscheidenden Sicherheitsfaktor darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig verändert der Ring die Stadt: Alte Gebäude werden mehr und mehr durch massive Bürobauten ersetzt, einst belebte Straßen werden in bedeutungslose Fußgängerzonen oder Grünanlagen verwandelt, in denen "herumlungern" nicht geduldet wird. Der Sicherheitsgürtel um die City ist eines ganz sicher: Ein sichtbares Zeichen einer zunehmenden Paranoia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Netz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;-  &lt;a href="http://www.thisisnotagateway.net/"&gt;"This is not a Gateway"&lt;/a&gt; - kritisches Festival zum Thema "Stadt" in Londoner Osten, vom 22. bis 24. Oktober 2010.&lt;br /&gt;- Artikel zum Thema in&lt;a href="http://www.lse.ac.uk/collections/resurgentCity/Papers/coaffee.pdf"&gt; "Journal of Urban and Regional Research"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;- Der Blog &lt;a href="http://blogthecorporation.blogspot.com/"&gt;"The Corporation"&lt;/a&gt; über Finanzdistrikte in Global Cities.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Quellen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Evening Standard vom Freitag, 15. Oktober 2010,&lt;br /&gt;http://www.thisisnotagateway.net/&lt;br /&gt;http://www.mindfully.org/Reform/2006/NYC-Ring-Of-Steel25jan06.htm (Bild oben)&lt;br /&gt;http://www.sabre-roads.org.uk/wiki/index.php?title=Gallery:S2 (Bild unten)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-1018880266209364794?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/1018880266209364794/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/10/die-geographie-der-sicherheit-in-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1018880266209364794'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1018880266209364794'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/10/die-geographie-der-sicherheit-in-der.html' title='Geographie der Sicherheit in London: &quot;The Ring of Steel&quot;'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLyQj8z84RI/AAAAAAAADds/4ACcqVI1o5Y/s72-c/ring_of_steel_london.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-90156104749184517</id><published>2010-10-12T03:59:00.000-07:00</published><updated>2010-10-12T05:04:12.894-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Von Lastwägen und Frachtkähnen. Der kombinierte Verkehr</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLRB-BGSw-I/AAAAAAAADdc/BtE2QjhRLww/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLRB-BGSw-I/AAAAAAAADdc/BtE2QjhRLww/s400/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5527115176392967138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Autoverkehr trägt in Europa zu 20 Prozent unsrer  gesamten CO2-Emissionen bei - und bewältigt noch immer 80 Prozent der Transportleistung. Für eine nachhaltige Entwicklung ist es notwendig diese Form des Transports stark einzuschränken - doch was sind die Alternativen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der kombinierte Verkehr könnte die Autobahnen entlasten, indem Teile der Strecke entweder mit Binnenschiffen oder Güterzügen bewältigt werden. Doch der Wandel passiert schleppend langsam. Wo auch immer in Europa Investitionen in diese nachhaltigeren Verkehrsträger getätigt werden gibt es große Gegenwehr von Anwohnern und Umweltschützern - nach dem Motto: Nicht in meinem Garten.  Widerstand auch gegen die Einführung von Autobahngebühren. Gleichzeitig ist eine verkehrspolitische Entschlossenheit in Europa nicht zu sehen: Eine konsequente Verteuerung des LKW-Transports ist noch nicht angestoßen worden, Konjunkturpakete fließen weiterhin hauptsächlich in den Ausbau von Straßen anstatt in den Neubau von Schienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLROf8u3_OI/AAAAAAAADdk/9p1VuShVwsE/s1600/33_m.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 267px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLROf8u3_OI/AAAAAAAADdk/9p1VuShVwsE/s400/33_m.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5527128953476087010" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Schweiz hat den kombinierten Verkehr erfunden und ist dabei ihn zu perfektionieren. Nach Fertigstellung des Gotthard-Basis Tunnels 2016 oder 2017 wird der größte Teil der Frachttransporte nicht mehr über die Autobahn die Alpen passieren. Dies haben die Schweizer per Volksabstimmung so festgelegt. Die rollende Landstraße ist heute schon ein gewohnter Anblick auf den Gleisen der Schweiz und als Konzept auch auf andere europäische Staaten übertragbar. In Deutschland steigt der Frachtverkehr per Bahn rapide an, problematisch ist aber die geringe Geschwindigkeit, mit der das Eisenbahnnetz für mehr Güterzüge ausgebaut wird. Stattdessen werden prestige-trächtige Großprojekte wie der Stuttgarter Hauptbahnhof 21 angestoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sendung "mit offenen Karten" zeigt, wie der kombinierte Verkehr der Zukunft aussehen könnte und setzt zweckoptimistisch auf die Einsicht von Konsumenten und Unternehmen, dass CO2-Einsparungen langfristig Vorteile schaffen können. Neben dem kombinierten Verkehr wäre weniger Verkehr natürlich eine weitere Möglichkeit, uns vor dem Kollaps des Klimas zu schützen: Lokale Produktion und lokale Verwertung von Ressourcen - doch auch da ist der Wille des Konsumenten gefragt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="580" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/m-X56_NRbjo?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/m-X56_NRbjo?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="580" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mehr im Netz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Die Studie der &lt;a href="http://www.ressortforschung.admin.ch/html/dokumentation/Forschungskonzepte_08-11/Forschungskonzept_Nachhaltiger-Verkehr_08-11_dt.pdf"&gt;ETH Lausanne zu nachhaltigem Verkehr&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;- Die Schweiz will den kombinierten Verkehr perfektionieren: &lt;a href="http://www.thinkswiss.org/core-topics/public-transport"&gt;Eine Ausstellung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Bildquelle: http://www.kombiverkehr.de/web/Deutsch/Startseite/Medien/Bildmaterial/&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-90156104749184517?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/90156104749184517/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/10/von-lastwagen-und-frachtkahnen-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/90156104749184517'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/90156104749184517'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/10/von-lastwagen-und-frachtkahnen-der.html' title='Von Lastwägen und Frachtkähnen. Der kombinierte Verkehr'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TLRB-BGSw-I/AAAAAAAADdc/BtE2QjhRLww/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-5396069180379179469</id><published>2010-10-07T00:01:00.000-07:00</published><updated>2010-10-07T05:17:55.704-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='mitmachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grundeinkommen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Mit einem Grundeinkommen würde ich Rikscha fahren</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TK1zl2axT8I/AAAAAAAAARY/hcX2mLgAuXM/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TK1zl2axT8I/AAAAAAAAARY/hcX2mLgAuXM/s200/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525199411953618882" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ideen für eine lebenswerte Zukunft zu sammeln, dieses Ziel verfolgen die Deutsche UNESCO-Kommission und die Drogerie-Kette dm in ihrem gemeinsamen Wettbewerb "Ideen Initiative Zukunft". Mit dem Vorschlag, einen kostenlosen Rikscha-Taxi-Service in der Mainzer Innenstadt anzubieten, bewirbt sich auch die Geozentrale. Hinter dieser Idee steckt eine Frage der Initiative Grundeinkommen: Was würden Sie tun, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist die Antwort klar: Ich würde Rikschafahren. Vielleicht nicht jeden Tag, vielleicht nicht immer acht Stunden am Stück, aber ich sehe einen tiefen Sinn darin, Menschen auf eine umweltfreundliche und unterhaltsame Weise zu transportieren. Über meinen ungewöhnlichen, aber attraktiven Nebenjob und die Potentiale der Rikscha für nachhaltige Stadtentwicklung berichtete ich bereits (&lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/2009/10/alternative-konzepte-fur-den-alltag_14.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Arbeit und Sinn&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen tieferen Sinn in der eigenen Arbeit zu sehen, das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Arbeit dient in der arbeitsteiligen Gesellschaft nicht mehr der direkten Befriedigung von Bedürfnissen, sondern zunächst der Generierung eines Einkommens. Was wir dann konsumieren, haben Andere für uns hergestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TK2WxlKKz-I/AAAAAAAAASA/pxUbEhCzQw8/s1600/Rikscha-Taxi_Schillerplatz.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 296px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TK2WxlKKz-I/AAAAAAAAASA/pxUbEhCzQw8/s400/Rikscha-Taxi_Schillerplatz.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525238096385986530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wenn uns der Überblick über die Wertschöpfung verloren geht, dann kann auch ihr Sinn verloren gehen. Weil Menschen  aber ein Einkommen brauchen, sind sie erpressbar, akzeptieren ungerechte Gehälter oder schlechte Arbeitsbedingungen, verrichten Tätigkeiten, in denen sie keinen Sinn sehen oder die sogar schädlich sind (z.B. für sie selbst, für Andere oder für die Umwelt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, das jeder Bürger unabhängig von  seiner Erwerbstätigkeit bekommen würde,  so die Grundidee des Konzepts, hätte man die Möglichkeit "nein" zu sagen. Wenn für mein Einkommen gesorgt wäre, dann hätte ich endlich Zeit, das zu tun, worin ich wirklich einen Sinn sehe - z.B. Leute mit der Rikscha zu transportieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer nun sagt, "So ein Quatsch, mit einem gesicherten Einkommen würde doch keiner mehr arbeiten!" der sollte sich einmal den &lt;a href="http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen"&gt;Film-Essay "Grundeinkommen"&lt;/a&gt; anschauen oder eines der zahlreichen Interviews mit dm-Chef Götz Werner, z.B. &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0/Doc%7EE508A466D05324C1081CC0E7B0D8885E2%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;FAZ&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://derstandard.at/1263706342146/STANDARD-Interview-Dann-koennte-man-das-Geld-aufessen"&gt;derStandard&lt;/a&gt; oder das Video von der &lt;a href="http://grundeinkommen-news.blogspot.com/2010/04/interview-mit-gotz-werner-der-republica.html"&gt;re:publica 2010&lt;/a&gt; - aber Vorsicht, allzu leicht kann man sich mit dem &lt;a href="http://www.grundeinkommen-nein-danke.de/gruende1.htm"&gt;"Virus Grundeinkommen"&lt;/a&gt; infizieren ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mit kleinen Ideen großes Bewirken&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ideen-initiative-zukunft.de/startseite"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 108px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TK2YXPlMSpI/AAAAAAAAASI/JT6mIL4jJuw/s400/Banner_InitiativeZukunft02.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525239842940406418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Doch zurück zur Initiative Zukunft: Die Absicht des Wettbewerbs ist es Ideen und Projekte zu fördern, die sich für eine lebenswerte Welt von morgen einsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Bewerbungsschluss am 15. Oktober 2010 trifft zunächst einmal eine Jury aus Experten von &lt;a href="http://www.dm-drogeriemarkt.de/"&gt;dm&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://www.unesco.de/"&gt;Deutschen UNESCO-Kommission&lt;/a&gt; eine Auswahl. Anschließend stellen sich in jedem dm-Markt mehrere nominierte Projekte vor und die dm-Kunden wählen den Gewinner ihres lokalen Marktes. Zum großen Finale im Frühjahr 2011 wählt die Jury dann nochmal zehn Projekte aus, die online zur Abstimmung stehen. Die besten drei gewinnen den dm-Nachhaltigkeitspreis und sind eingeladen zu einer Reise für jeweils fünf Personen nach Paris zum Sitz der UNESCO.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ich simuliere mein Grundeinkommen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meiner Idee ein kostenloses Rikscha-Taxi anzubieten, möchte ich die drei wichtigen Teilbereiche der Nachhaltigkeit streifen: die ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ebene. Auf den ersten Blick mag es  als Idee etwas banal erscheinen, sich einfach nur Zeit zu nehmen und gratis Leute zu kutschieren. Der springende Punkt ist der, dass nur ein Einkommen mir ermöglichen kann, überhaupt eine Arbeit zu verrichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde mir ermöglichen, dieser Arbeit nachzugehen, weil &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ich persönlich&lt;/span&gt; den Bedarf sehe und das Angebot bieten möchte. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit besteht also darin, dass ich mein eigener Unternehmer sein kann (weil mir ein Einkommen sicher ist), somit größere persönliche Freiheit gewinne und erst dadurch dieser ökologisch und gesellschaftlich sinnvollen Tätigkeit nachgehen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die politischen Verhältnisse mir diese Freiheit noch nicht bieten, muss ich mich darauf beschränken, mit meinem Projekt demonstrativ zu simulieren, wie ich mein bedingungsloses Grundeinkommen nutzen - oder besser: investieren - würde. Eines ist für mich klar: Eine nachhaltige Zukunft erfordert viele gute Ideen, Eigeninitiative und Engagement.  Die Ideen  sind da, aber das Grundeinkommen würde auch die letztgenannten Aspekte beflügeln und den entscheidenden Kulturimpuls geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Einsatz von dm und der UNESCO-Kommission mit dem Wettbewerb "Ideen Initiative Zukunft" ist wirklich wichtig - noch wichtiger ist aber, dass möglichst bald ein bedingungsloses Grundeinkommen jedem von uns mehr persönliche Freiheit und die Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe sichert. "Die Finanzierbarkeit ist sicher", heißt es in dem empfehlenswerten Film-Essay zum Grundeinkommen, "aber Freiheit ist die schwierige Übung."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;mitmachen bei "Ideen Initiative Zukunft" (&lt;a href="http://www.ideen-initiative-zukunft.de/startseite"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;den Film-Essay "Grundeinkommen" zum freien Download (&lt;a href="http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Buchtipp: "Einkommen für alle" von dm-Chef Götz Werner (&lt;a href="http://www.amazon.de/Einkommen-f%C3%BCr-alle-bedingungslosen-Grundeinkommens/dp/3462037757"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;aus dem Archiv: die Rikscha als öffentliches Verkehrsmittel (&lt;a href="http://geozentrale.blogspot.com/2009/10/alternative-konzepte-fur-den-alltag_14.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-5396069180379179469?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/5396069180379179469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/rikscha-taxi-mit-bedingungslosem.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5396069180379179469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5396069180379179469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/rikscha-taxi-mit-bedingungslosem.html' title='Mit einem Grundeinkommen würde ich Rikscha fahren'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TK1zl2axT8I/AAAAAAAAARY/hcX2mLgAuXM/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-560646287882438496</id><published>2010-09-28T08:25:00.000-07:00</published><updated>2010-09-28T08:37:53.394-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>"Wir Kinder sind überzeugt, dass wir die Probleme weltweit lösen müssen!"</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Interview mit Felix Finkbeiner, Mitbegründer der Stiftung "Plant-for-the-Planet"&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;mit freundlicher Genehmigung des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIJ9vbl3MI/AAAAAAAADdE/qn6tF2jYz0w/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIJ9vbl3MI/AAAAAAAADdE/qn6tF2jYz0w/s400/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5521987049418513602" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIKN-oXlfI/AAAAAAAADdM/Iwy9xx6GUGg/s1600/felix_press.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 95px; height: 95px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIKN-oXlfI/AAAAAAAADdM/Iwy9xx6GUGg/s400/felix_press.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5521987328376542706" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Felix Finkbeiner wurde 1997 in München geboren und lebt mit seinen Eltern und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;zwei Schwestern in einem Dorf zwischen Ammersee und Starnberger See. Er besucht eine internationale Schule und engagiert sich seit dem dritten Schuljahr als Klassensprecher. Im Januar 2007 hielt er ein Referat über die Klimakrise und rief dazu auf, auf der ganzen Welt Bäume zu pflanzen. Kurz darauf gründete er die Schülerinitiative "Plant-for-the-Planet". In "Plant-for-the-Planet-Akademien" an verschiedenen Orten bilden sich seitdem Kinder und Jugendliche gegenseitig zu Multiplikatoren aus, die die Idee der Klimagerechtigkeit weiter verbreiten. Das Netzwerk ist inzwischen weltweit aktiv und startete während der UN-Vollversammlung am 21. September 2009 in New York eine Kampagne: "Stop talking. Start planting." &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hast schon im Alter von neun Jahren eine Initiative angeregt, "Plant-for-the-Planet". Wie ist es dazu gekommen? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Angefangen hat es ungefähr vor drei Jahren. Da hat meine Lehrerin ein neues Unterrichtsthema begonnen: Klimawandel. Ich sollte dann in der Klasse ein Referat darüber halten. Beim Vorbereiten habe ich herausgefunden, dass Wangari Maathai, eine Frau in Afrika, in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat – zusammen mit ganz, ganz vielen anderen Frauen. Und das mit einem hochpolitischen Hintergrund!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Inwiefern hochpolitisch? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie hat das nicht nur gemacht, um etwas für das Klima zu tun, sondern damit hat sie den Frauen Macht gebracht. Die Frauen haben mit dem Pflanzen der Bäume gezeigt, dass sie für sich und ihre Zukunft sorgen können, indem sie der Abholzung etwas entgegensetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hast du, als du das gelesen hast, gedacht: "Das könnte man doch überall machen, das organisiere ich?" &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nein. Als ich dann das Referat gehalten habe, habe ich dann am Ende spontan gesagt: „Lasst uns in jedem Land der Welt eine Million Bäume pflanzen!“ Meine Lehrerin fand das klasse, ganz viele andere Mitschüler auch. Die haben mich dann zu den Klassensprechern geschickt, dann zur Direktorin, von dort aus wurde ich dann in andere Schulen geschickt - und in kurzer Zeit waren wir ganz viele Schüler von ganz vielen Schulen und haben uns dann entschieden, das zusammen zu starten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und wie viele Bäume sind seit 2007 gepflanzt worden? Wie behaltet ihr da den Überblick? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Jeder, der Bäume pflanzt, kann das auf der Website eintragen. Wir nähern uns unserem Ziel: Am 4. Mai werden wir zusammen mit 45 Umweltministern aus allen Teilen der Welt auf dem Peterberg bei Bonn den millionsten Baum pflanzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIK9OHhI-I/AAAAAAAADdU/fO4iqSFr9m4/s1600/ljungqvist_finkbeiner.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 283px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIK9OHhI-I/AAAAAAAADdU/fO4iqSFr9m4/s400/ljungqvist_finkbeiner.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5521988139987575778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wo in der Welt wachsen die gepflanzten Bäume denn nun überall? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir sind weltweit schon in 72 Ländern aktiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was bringen denn diese eine Million Bäume für die CO2-Bilanz, hilft das gegen den Klimawandel? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es ist klar, dass wir damit die Probleme nicht lösen können. Wir sind nicht naiv, wir wissen das. Und deswegen ist bei uns jeder Baum, den wir pflanzen, ein Symbol für Klimagerechtigkeit. Denn es kann nicht gerecht sein, dass manche Menschen am meisten CO2 herauspusten und andere Menschen am meisten darunter leiden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was wären denn richtige, wichtige Ansätze im Klimaschutz aus deiner Sicht und aus Sicht deiner Mitschülerinnen und Mitschüler? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir Kinder sind überzeugt, dass wir die Probleme weltweit lösen müssen. Wir Kinder denken nicht nationalstaatlich, sondern wir verstehen uns als Weltbürger. Wir können die Probleme auch nur mit weltweiten Gesetzen lösen, nicht mit landesweiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Als UN-Kindervertreter engagierst du dich ja auch für die internationale Verständigung. Was machen du und deine Kollegen und Kolleginnen bei den Vereinten Nationen? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Erst einmal organisieren wir jedes Jahr ein Treffen, um gemeinsam zu reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ist Klima da ein wichtiges Thema? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir haben verschiedene Themen, die wir bearbeiten. Aber die meisten Probleme der Welt kann man nicht alleine lösen, die muss man zusammen lösen. Zum Beispiel die Klima- und Gerechtigkeitskrise. Denn die Menschen in den armen Ländern werden immer weiter Bäume abholzen, solange sie davon leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Es gibt also auch konkrete lokale Probleme. Sprecht ihr, die Kindervertreter und die Kinder von “Plant-for-the-Planet“, nur über die ganz großen Themen, oder überlegt ihr auch, was man im Kleinen ändern kann? Fordert ihr beispielsweise eure Eltern auf, seltener das Auto und häufiger das Fahrrad zu benutzen, streitet ihr über solche Dinge? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir sprechen auch darüber, aber damit kann man die Probleme natürlich auch nicht lösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Unternimmt die Generation eurer Eltern und Großeltern deiner Meinung nach zu wenig, um die Umwelt und das Klima zu schützen? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein anderes Kind hat mir mal erzählt: Wenn man einen Affen aussuchen lässt, ob er jetzt eine oder später sechs Bananen will, nimmt er immer die eine jetzt. Das ist ein gutes Beispiel. Für uns Kinder ist Zukunft: 80 oder 90 Jahre, für die Erwachsenen vielleicht nur 20 oder 30 Jahre. Wenn die Erwachsenen so denken wie die Affen – dann sieht es schlecht aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Interview führte Margret Karsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Netz: &lt;/span&gt;Die Initiative &lt;a href="http://www.plant-for-the-planet.org/content/stop-talking-start-planting"&gt;"Stop Talking - Start Planting!"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto: http://www.plant-for-the-planet.org/sites/plant-for-the-planet.org/files/images/campaign/ljungqvist_finkbeiner.jpg&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-560646287882438496?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/560646287882438496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/wir-kinder-sind-uberzeugt-dass-wir-die_28.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/560646287882438496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/560646287882438496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/wir-kinder-sind-uberzeugt-dass-wir-die_28.html' title='&quot;Wir Kinder sind überzeugt, dass wir die Probleme weltweit lösen müssen!&quot;'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TKIJ9vbl3MI/AAAAAAAADdE/qn6tF2jYz0w/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6099554484878692942</id><published>2010-09-06T09:30:00.000-07:00</published><updated>2010-09-06T09:47:13.050-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geographie-Praxis'/><title type='text'>Ein neuer Arbeitsmarkt für Geographen? - Summer School "Real Estate Market Research"</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Jan Weckenbrock&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Vom 16. Bis 28. August 2010 fand auf dem Campus Bockenheim in Frankfurt am Main, die 2. International Summer School zum Thema „Real Estate Market Research“ statt. Nach 2008 ist dies bereits die zweite Summer School zu diesem Thema, die vom Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt organisiert wurde. Der Mainzer Geograph Jan Weckenbrock hat sich eingeschrieben. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TIUakBGac5I/AAAAAAAADc8/pAWIXn66nn4/s1600/DSCF2047.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TIUakBGac5I/AAAAAAAADc8/pAWIXn66nn4/s400/DSCF2047.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513842524857987986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Anlass für die Durchführung der ISS liegt in der Veränderung der Immobilienwirtschaft seit den 80er Jahren. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Deindustrialisierung und der Tertiärisierung schufen eine stark differenzierte Plattform für immobilienwirtschaftliche Standorte. Weitere Prozesse wie etwa die Globalisierung oder Internationalisierung stellen Märkte und Akteure vor die Aufgabe, international verknüpfend zu denken, wodurch vor allem Metropolen wichtige Standorte, insbesondere für Unternehmen mit einem hohen Flächenbedarf wurden. In den CBD’s der Metropolen ist daher in den letzten 30 Jahren eine erhöhte Flächenausweisung an Büroimmobilien festzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit einher geht allerdings die Entwicklung, dass Immobilien oft eher als Finanz- oder Anlageobjekte gehandelt werden, etwa vergleichbar mit Wertpapieren. Die Haltezeiten von Immobilien nehmen daher ab, wodurch die Eigenkapitalrendite in den Vordergrund rückt.&lt;br /&gt;Die Summer School möchte unter der Rücksichtnahme dieser Entwicklungen zwei grundlegende Ziele verfolgen: Zunächst soll das Wissen über regionalökonomische und räumliche Zusammenhänge vertieft werden. Neben verschiedenen Konzepten, die die immobilienwirtschaftlichen Dynamiken beschreiben, sollen auch Methoden und Verfahren der Regional-, Standort-, und Marktanalyse vorgestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits sieht der Veranstaltungsplan vor, verschiedene praktische Tätigkeitsfelder  den Teilnehmern nahe zu bringen. Der Schwerpunkt hierbei bilden die Themen Finanzierung, Immobilienbewertung, Projektentwicklung und Planung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um diese Themen den Teilnehmern möglichst aus einer praktischen Perspektive deutlich zu machen, wurden daher aus den verschiedensten Bereichen Referenten und Referentinnen geladen. So sind unter anderem Researcher und Consultants der großen internationalen Immobiliendienstleister, wie zum Beispiel Jones Lang LaSalle, CB Richard Ellis, Aberdeen Immobilien oder Cushman &amp;amp; Wakefield vertreten, sowie die führenden Projektentwickler in Deutschland ProProjekt, Vivico Real Estate und ECE Projektmanagement.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztendlich dient diese Veranstaltung aber nicht nur der reinen Wissensvermittlung, sondern ist eine hervorragende Plattform, um erste Kontakte in der Branche zu knüpfen, oder sein Netzwerk noch weiter auszubauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Links&lt;/span&gt;: Die Summerschool im Netz (&lt;a href="http://www.geo.uni-frankfurt.de/ifh/summerschool/"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Foto:&lt;/span&gt; Frankfurter Skyline (eigene Aufnahme)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6099554484878692942?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6099554484878692942/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/ein-neuer-arbeitsmarkt-fur-geographen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6099554484878692942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6099554484878692942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/09/ein-neuer-arbeitsmarkt-fur-geographen.html' title='Ein neuer Arbeitsmarkt für Geographen? - Summer School &quot;Real Estate Market Research&quot;'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TIUakBGac5I/AAAAAAAADc8/pAWIXn66nn4/s72-c/DSCF2047.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7858846250059025977</id><published>2010-08-26T00:15:00.000-07:00</published><updated>2010-08-27T07:29:06.686-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bevölkerungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='physische Geographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Nachhaltigkeit - eine kritische Einführung</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/THfFzBJsqjI/AAAAAAAAARA/C1-B1dCJNTQ/s1600/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 113px; height: 116px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/THfFzBJsqjI/AAAAAAAAARA/C1-B1dCJNTQ/s320/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510090149384202802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Irgendwo zwischen halbherzigen Lippenbekenntnissen und wichtigen Investitionen in eine lebenswerte Zukunft, schwankt das Konzept der Nachhaltigkeit. Umweltprobleme, der anthropogene Klimawandel und die Verknappung von Ressourcen lösen nicht nur bei WissenschaftlerInnen Skepsis aus, ob die modernistische Lebensweise heutzutage noch die richtige Überlebensstrategie ist. Die Geozentrale informiert in kommenden Beiträgen über ein Konzept das vielleicht wie kein anderes in den gegenwärtigen Zeitgeist gehört.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Spiegel der Medien wird dabei immer wieder deutlich, wie emotional der Diskurs um Nachhaltigkeit geführt wird - sowohl bei jenen die vor den Konsequenzen menschlichen Handelns warnen, als auch bei denen, die mögliche Gefahren leugnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Planet in Gefahr?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade in Zusammenhang mit dem Klimawandel liest man häufig Schlagzeilen wie: "Planet in Gefahr". Mit dem Hinweis darauf, dass die Erde noch viele Milliarden Jahre weiter existieren wird - unabhängig davon ob es auf ihr Leben gibt oder nicht - lässt sich diese Behauptung leicht entkräften. Allerdings birgt diese physisch-geographische Argumentation ebenso die Gefahr, den Kern des Problems nicht zur Sprache zu bringen: In Gefahr ist durch den Gobalen Wandel nicht der Planet, sondern die Menschen, Tiere und Pflanzen auf ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://images.zeit.de/wissen/umwelt/2009-12/klimawandel-eisbaer-kopenhagen/klimawandel-eisbaer-kopenhagen-540x304.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 319px; height: 179px;" src="http://images.zeit.de/wissen/umwelt/2009-12/klimawandel-eisbaer-kopenhagen/klimawandel-eisbaer-kopenhagen-540x304.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Folgerichtig ist auch der niedliche Eisbär auf seiner schmelzenden Scholle zum Symbol des Klimawandels geworden. Doch durch die Verlagerung des Problems auf eine fremde Spezies in einem fremden Lebensraum  wird auch hier von den sozialen Folgen des Klimawandels abgelenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Merkmal des Diskurses ist die "Vernaturwissenschaftlichung" globaler Umweltprobleme. Da das rationale Paradigma der Moderne beinhaltet, nur eindeutig messbaren Phänomenen glauben zu schenken, und gleichzeitig das Klima oder Umweltverschmutzung von NaturwissenschaftlerInnen untersucht werden, scheinen die Sozialwissenschaften nur marginal mit dem Thema zu tun zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dissonanzreduktion eines sozialen Problems&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der oben beschriebene Umgang mit den globalen Problemen ist in höchstem Maße unangebracht, aber nicht unbedingt verwunderlich.  Er kann sehr treffend mit dem psychologischen Phänomen der Dissonanz beschrieben werden. Harald Welzer beschreibt den Klimawandel in seinem Buch "Klimakriege - wofür im 21. Jahrhundert getötet wird" als ein ökosoziales Problem, dessen Folgen unabsehbar erscheinen. Da kein Masterplan für die Bewältigung dieses Problems vorliegt, ist die psychologische Reaktion darauf "im Normalfall Abwehr: man reduziert die Dissonanz [...], indem man die Gefahr ignoriert oder sie kleiner macht, als sie ist." (Welzer 2008: 205).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich einmal dabei ertappt das Konzept der Nachhaltigkeit als "zu schwammig" oder "nicht stichhaltig" abzutun, sollte kritisch überprüfen, ob er oder sie nicht der eigenen Dissonanzreduktion erliegt. Ein Modell mag zwar von der Wirklichkeit abstrahieren - menschliche, daraus abgeleitete Handlungen, haben aber immer konkrete Folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vom Anspruch und der Wirklichkeit&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachhaltigkeit ist dem Ursprung nach ein forstwirtschaftlicher Begriff und wurde schon im 18. Jahrhundert verwendet. Die Nutzung der Ressource Holz soll demnach nur in dem Maße geschehen, wie sich der Wald regenieren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/THfF_5YDs1I/AAAAAAAAARI/P9OdXFoGytE/s1600/Nachhaltigkeit_Grafik+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 325px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/THfF_5YDs1I/AAAAAAAAARI/P9OdXFoGytE/s400/Nachhaltigkeit_Grafik+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510090370635248466" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Heutzutage steht der Begriff für einen sorgsamen Umgang mit allen Ressourcen,  bzw. für eine Balance wirtschaftlichen Handelns, ökologischer Auswirkungen und sozialer Gerechtigkeit (vgl. Abb. 1). Globale Entwicklungen wie das Bevölkerungswachstum, die extreme Armut (über eine Milliarde Hungernde), die Endlichkeit fossiler Ressourcen, der Klimawandel und die Zunahme von extremen Wetterereignissen, Desertifikation, Bodendegradation,  Entwaldung und die Zerstörung von Biodiversität, die Überfischung der Meere - sie alle stehen in krassem Gegensatz zu den Ansprüchen einer nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Analog dazu stellt sich der Lebensstil der meisten Menschen in den Ländern des Nordens dar: Billige Waren dank ungleicher Handelsbedingungen; Erdöl für Autos, Schiffsflotten, Urlaubsreisen und Flugmangos. Erdöl als Düngemittel; Erdöl in Form von Plastiktüten, Verpackungen und Kleidung; hoher Fleischkonsum und großer Bedarf an Futtermitteln, gerne auch Gensoja aus dem brasilianischen Regenwald (was die Kuh frisst muss auf der Verpackung ja nicht deklariert werden).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist es tatsächlich die Komplexität globaler Probleme und die Hilflosigkeit der Menschen, die sie davon abhalten, sich in einem Maßstab zu engagieren, der den Problemen angemessen ist? Wer es für zu relativ hält, was "angemessen" ist, macht es sich jedenfalls zu einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was können wir tun?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Globale Wandel - und allen Problemen voran der Klimawandel - sind vielleicht durchaus naturwissenschaftliche Phänomene, aber sie sind rein soziale Probleme, d.h. sie sind anthropogen und ihre negativen Folgen bekommen Menschen zu spüren.  Die Warnungen von (Klima-)ForscherInnen sind eindeutig. Dennoch werden - wie die gescheiterten Klimagipfel oder die Spritfresser auf unseren Straßen zeigen - kaum  lebensweltliche Konsequenzen gezogen. Es hat nichts mit apokalyptischer Panikmache zu tun, wenn man sagt: Um eine lebenswerte Zukunft gewährleisten zu können, brauchen wir jetzt einen noch größeren und tiefgründigeren Diskurs über nachhaltige Entwicklung und vor allem effektive Maßnahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Letztere gibt es natürlich schon lange, nur werden sie nicht massenhaft umgesetzt. Ob es der Verzicht auf Fleisch ist, der Bezug von Ökostrom, Fahrrad fahren oder regionale Ernährung aus ökologischer Landwirtschaft - jeder könnte heute damit anfangen, wenn er oder sie nur wollte. Was die Welt der Nachhaltigkeit ausmacht und wie Menschen versuchen "den Planeten" - ach ja, die eigene Haut und die von anderen - zu retten, soll in kommenden Artikeln näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Literatur:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Hülsebusch, C. et al. (2009): Ökologischer Landbau und Fairer Handel in Entwicklungsländern - Möglichkeiten nachhaltiger Ertragssteigerung und Beitrag zu Ernährungssicherung und Entwicklung. Witzenhausen. Im Internet: &lt;a href="http://www.oekoplusfair.de/images/pdf/studie_oekolandbau_fairer_handel_und_entwicklung_20100422.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Van Loon, G. W., Patil, S. G., Hugar, L. B. (2005): Agricultural sustainability. Strategies for assessment. Sage publications, New Delhi; Thousand Oaks, London: S. 33.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Welzer, H. (2008): Klimakriege - wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Frankfurt a. M.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7858846250059025977?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7858846250059025977/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/nachhaltigkeit-eine-kritische.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7858846250059025977'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7858846250059025977'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/nachhaltigkeit-eine-kritische.html' title='Nachhaltigkeit - eine kritische Einführung'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/THfFzBJsqjI/AAAAAAAAARA/C1-B1dCJNTQ/s72-c/Button_Nachhaltigkeit02klein_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2279841207626814562</id><published>2010-08-25T04:15:00.000-07:00</published><updated>2010-08-25T05:26:47.770-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Google-Earth'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Geotags - das Ende der Privatsphäre?</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;In den Medien ist Google-Streetview derzeit das große Reizthema - jedes Haus und jede Straße in Deutschland werden in absehbarer Zeit auf Google abgebildet werden. Doch befinden wir uns möglicherweise erst am Anfang einer technologischen Entwicklung, die uns in ein paar Jahren vollkommen nackt dastehen lassen könnte - es handelt sich um die Verbreitung der sogenannten Geo-Tags - Informationen im Internet werden jetzt geographisch eingeordnet. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/THUBA4OeR7I/AAAAAAAADcg/9LU_-kZncJc/s1600/google_streetview.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 303px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/THUBA4OeR7I/AAAAAAAADcg/9LU_-kZncJc/s400/google_streetview.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509310833762387890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Derzeit ist es noch leicht  sich aus  Streetview nicht allzu viel zu machen - man hat ja nichts zu verbergen, das eigene Haus von außen sehen - was macht das schon? Und auch die Absichten von Google erscheinen auf den ersten Blick sehr harmlos: Touristen sollen sich ihre Reiseziele schon einmal im Vorhinein ansehen können. Doch so harmlos Streetview für die meisten Menschen sein wird - so bedrohlich erscheint die Welle neuer Technologien die auf uns zuläuft:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die geographische Zuordnung ist dabei die neue Dimension, die ins Internet Einzug hält. Seit der Verbreitung sogenannter sozialer Netzwerke, wie etwa Facebook oder Studivz, wurden private Fotos Personen zugeordnet. Dies hat bereits für großen Wirbel gesorgt, denn wer nicht sehr umsichtig ist, kann sich bald in kompromittierenden Saufbildern auf Google selbst finden. Allerdings hat man in diesem Prozess eine gewisse Kontrolle: Sogenannte Tags, also Verlinkungen auf Fotos, können wieder entfernt werden - in der Regel wird man auf neue Tags hingewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.com/maps?hl=en&amp;amp;q=336+NE+73rd+St,+Miami,+FL,+United+States&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;hq=&amp;amp;hnear=336+NE+73rd+St,+Miami,+Miami-Dade,+Florida+33138&amp;amp;ei=gLxuTOTLDoSosQPgwPSgCw&amp;amp;ved=0CBQQ8gEwAA&amp;amp;t=h&amp;amp;layer=c&amp;amp;cbll=25.842572,-80.190119&amp;amp;panoid=gNhyQ2rSg5EKXKHcM-__vw&amp;amp;cbp=13,325.31,,1,12.78&amp;amp;source=embed&amp;amp;ll=25.84841,-80.194187&amp;amp;spn=0.024254,0.048237&amp;amp;z=14&amp;amp;output=svembed" width="562" frameborder="0" height="314" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.com/maps?hl=en&amp;amp;q=336+NE+73rd+St,+Miami,+FL,+United+States&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;hq=&amp;amp;hnear=336+NE+73rd+St,+Miami,+Miami-Dade,+Florida+33138&amp;amp;ei=gLxuTOTLDoSosQPgwPSgCw&amp;amp;ved=0CBQQ8gEwAA&amp;amp;t=h&amp;amp;layer=c&amp;amp;cbll=25.842572,-80.190119&amp;amp;panoid=gNhyQ2rSg5EKXKHcM-__vw&amp;amp;cbp=13,325.31,,1,12.78&amp;amp;source=embed&amp;amp;ll=25.84841,-80.194187&amp;amp;spn=0.024254,0.048237&amp;amp;z=14" style="color: rgb(0, 0, 255); text-align: left;"&gt;View Larger Map&lt;/a&gt;&lt;/small&gt; &lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Pech gehabt: Diese Sprayaktion ist auf Google-Streetview verewigt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verbreitung der Geotags findet dagegen eher im Verborgenen statt. Viele wissen nicht, dass in ihrer neuen Digitalkamera ein GPS-Chip eingebaut ist, der jedem Foto eine Positionsangabe hinzufügt. Werden diese Fotos nun hochgeladen, können die geographischen Informationen leicht herausgelesen werden - und könnten in der Zukunft beispielsweise in Google-Maps angezeigt werden. Ursprünglich sollte diese Funktion dem Fotografen ermöglichen, die Bilder leichter zu sortieren. Doch auch ganz andere Dinge sind damit denkbar:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angenommen auf einer privaten Familienfeier zuhause werden einige Fotos gemacht. Diese werden in ein soziales Netzwerk hochgeladen und mit Namenstags versehen. Gleichzeitig sind sie bereits vom Fotoapparat mit Geotags versehen worden. In absehbarer Zeit ist dadurch denkbar, dass Google-Maps also nicht nur von außen auf unsere Häuser schaut, sondern auch gleich die passenden Fotos von drinnen mitliefert. Inklusive dem Link zum angeschlossenen Facebook-Profil. Und siehe da: In der Facebook Status-Meldung steht, Familie Meier sendet Urlaubsgrüße aus Spanien - das Haus steht leer, und jeder der einen Internetanschluss besitzt kann es sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Netz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://maps.google.de/help/maps/streetview/faq.html#q6"&gt;&gt;  Die Google-Informationsseite zu Streetview&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/themen/tags/index?q=Geodaten"&gt;&gt;  Alle Artikel auf Zeit.de zum Thema Geodaten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2279841207626814562?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2279841207626814562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/geotags-das-ende-der-privatsphare.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2279841207626814562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2279841207626814562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/geotags-das-ende-der-privatsphare.html' title='Geotags - das Ende der Privatsphäre?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/THUBA4OeR7I/AAAAAAAADcg/9LU_-kZncJc/s72-c/google_streetview.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7164479606838081820</id><published>2010-08-20T12:00:00.000-07:00</published><updated>2010-08-20T02:28:32.465-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Stuttgart 21 - Ein Projekt unter Beschuss</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Aktuelle Stunde für alle Geographen und Stadtplaner: Die Republik schaut auf euch. Denn: In Stuttgart begehrt das Volk auf, gegen die Pläne von "Stuttgart 21" - einem Riesen-Infrastrukturprojekt, das einerseits die Schiene in das Zeitalter des Schnellverkehrs und andererseits die Stadt in den Rang einer konkurrenzfähigen Metropole katapultieren soll. Doch was läuft falsch? Wieso der Volkszorn?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TG2xI6xvEwI/AAAAAAAADbw/EaJ8pRpQRuo/s1600/stuttgart21_2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TG2xI6xvEwI/AAAAAAAADbw/EaJ8pRpQRuo/s400/stuttgart21_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507252686118916866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Projekt in Kürze: Der Stuttgarter Hauptbahnhof, veralteter aber gut funktionierender Kopfbahnhof, soll unter die Erde verschwinden. Dabei wird er zum Durchgangsbahnhof, was für Fernreisende eine gewisse Zeitersparnis bringt - gerade zusammen mit der ebenfalls geplanten Schnellzugstrecke nach Ulm. Gleichzeitig werden über Tage große Flächen für eine Erweiterung der beengten Innenstadt frei (siehe gelbumrandete Flächen in nebenstehender Abbildung).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegner und Befürworter von Stuttgart 21 scheinen dieser Tage aneinander vorbeizureden. Die einen sprechen von einer abenteuerlichen Kostenkalkulation und vielen Ungereimtheiten in der Planung, davon dass es ihnen wenig Nutzen bringen wird, wenn im Gegenzug zu Stuttgart 21 andere Investitionen in der Stadt ausbleiben - und sie haben damit recht.&lt;br /&gt;Die anderen sprechen von einer großen Chance für die Entwicklung der Stuttgarter Innenstadt, der Heilung einer Wunde, die die Eisenbahn vor 100 Jahren in die Stadt geschlagen hat und der Zukunft einer wichtigen europäischen Eisenbahn-Magistrale - und auch sie haben recht. Das Problem sind die Unterschiede in der Perspektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst sollte man daher vielleicht einmal die verschiedenen Stakeholder - also Interessensgruppen nennen. Da wären:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;heutige&lt;/span&gt; Bevölkerung der Stadt Stuttgart&lt;/span&gt;: Sie wünschen sich einen reibungslosen Nahverkehr (den sie schon so ziemlich haben), keinen unnötigen Baulärm, keinen unverantwortlichen finanziellen Spagat der Stadt. Sie sehen wenig Nutzen im gerade begonnenen Projekt, da für sie die wenigsten Vorteile zum Tragen kommen werden: Die stadtentwicklerischen Möglichkeiten sind zu weit entfernt, abgesehen von den Anwohnern direkt an den Bahnanlagen, werden die meisten Stuttgarter einer Erweiterung von Innenstadt und Stadtpark eher gleichgültig gegenüberstehen. Zukünftige Generationen mögen anders darüber denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TG2xck_kUsI/AAAAAAAADb4/IG2mGFquZzM/s1600/stuttgart21_1.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 305px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TG2xck_kUsI/AAAAAAAADb4/IG2mGFquZzM/s400/stuttgart21_1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507253023868736194" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Stadt Stuttgart selbst&lt;/span&gt;: Für sie geht es um den anspruchsvoller werdenden Wettbewerb als Wirtschafts- und Lebensstandort. Dafür sind Prestige-Projekte und eine innovative Stadtentwicklung von großer Bedeutung. Dass die Bahn das Projekt als Teil einer internationalen Schienenmagistrale vermarktet, bringt ihr den Vorteil, dass sich auch der Bund an den gigantischen Kosten beteiligt - somit entsteht die einmalige Chance, richtig viel Geld in die Hand zu nehmen - um damit hoffentlich Gutes zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Stadtplaner&lt;/span&gt;: Sie sehen die Chance eine geteilte Stuttgarter Innenstadt, die noch dazu in Kessellage kaum Expansionsraum hat zu vereinen und vergrößern. Der Zugverkehr verschwindet aus dem Stadtbild, dafür können zentrale Bauflächen entwickelt werden. Für sie hat das Projekt den größten Nutzen. Die Lebensqualität wird in mehreren Stadtteilen steigen, durch die aufwendige Gestaltung der Anlagen schafft man Attraktionen, die auch Dienstleister und Einzelhandel für die neuen Standorte begeistern wird. Die Attraktivität Stuttgarts im Vergleich zu anderen Städten wird steigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Bahn&lt;/span&gt;: Das Konzept eines Kopfbahnhofes ist für Dampflokomotiven gedacht: Wenn ihr Kohle- und Wasservorat zuende geht, spannt man im Kopfbahnhof am anderen Ende eine frisch befüllte Lok an und spart viel Zeit. Heute bremsen diese Bahnhöfe den Verkehr. Gleise mit nur einer Ausfahrt werden von den Zügen viel länger blockiert, im Vorfeld des Bahnhofs kreuzen sich viele Züge und führen so zu Kapazitätsbeschränkungen. Außerdem verbrauchen Kopfbahnhöfe viel teures Bauland, das man im Zuge dieses Projekts gewinnbringend verkaufen konnte. Der neue Bahnhof soll der Bahn den Konkurrenzkampf um den Passagier erleichtern - dagegen werden weder der neue Bahnhof, noch die neue Schnellbahn zu einer nennenswerten Kapazitätserweiterung für den Güterverkehr beitragen. Ihre Vision hat die Bahn zum Beispiel in diesem Werbevideo dargestellt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="590" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rbM0RtOXmxI?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/rbM0RtOXmxI?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="590" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt hat das Projekt also durchaus eine Reihe positiver Langfrist-Effekte, wie eine Verbesserung der Lebensqualität und Attraktivität Stuttgarts und Effizienzsteigerungen im Eisenbahn-Personenverkehr. Das Problem ist, dass nicht jeder von diesen Vorteilen profitieren wird. Dem gegenüber stehen früher merkbare und von der Allgemeinheit getragene Nachteile: Die finanziellen Risiken, die Einschränkungen durch den Bau etc. Hinzu kommen Punkte, die aufgrund einer schlechten Kommunikation der Verantwortlichen den Ärger weiter anheizen: Falsche Versprechungen, was zum Beispiel den Nutzen für den Güterverkehr oder den finanziellen Rahmen angehen. Und besonders das Versprechen, dass das Projekt Vorteile für jeden Stuttgarter mit sich bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte Stuttgart 21 also realisisiert werden? Vom Standpunkt der Stadtplanung und der Verkehrsplanung her kann klar gesagt werden: Ja. Der Haken an der Sache sind die externen Effekte: Mangelwirtschaft in anderen Bereichen, da alle Mittel auf ein Projekt konzentriert werden. Die finanziellen Hürden sind die bedeutendsten Gegenargumente gegen Stuttgart 21 und gerade diese Risiken werden von der Allgemeinheit getragen. Vielleicht wären die Planer also gut beraten, auch den allgemeinen Nutzen des Projekts in den Vordergrund zu stellen. Die Stadtplanung für die neuen Viertel beispielsweise, sollte sich nicht allein nach Investorenwünschen richten - sondern auch die Bewohner von Stuttgart einbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Netz:&lt;/span&gt; Die Pro-Seite: &lt;a href="http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/default.aspx"&gt;Offizieller Auftritt des Bauprojekts Stuttgart 21&lt;/a&gt; sowie die &lt;a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/"&gt;Contra-Seite mit alternativem Kopfbahnhofkonzept&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Bildquellen: stuttgart21.de&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7164479606838081820?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7164479606838081820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/stuttgart-21-ein-projekt-unter-beschuss.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7164479606838081820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7164479606838081820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/stuttgart-21-ein-projekt-unter-beschuss.html' title='Stuttgart 21 - Ein Projekt unter Beschuss'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TG2xI6xvEwI/AAAAAAAADbw/EaJ8pRpQRuo/s72-c/stuttgart21_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6410195841858131979</id><published>2010-08-18T04:34:00.000-07:00</published><updated>2010-08-18T06:35:21.303-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Südamerika'/><title type='text'>Perfekt an die Umwelt angepasst: Die Rio Beni Kultur in Bolivien</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Max Zellmer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der amerikanische Kontinent ist die Heimat von zahlreichen Kulturen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Im Schatten der Azteken, Mayas und Inkas lebte im Departement Beni in Bolivien ein Volk, welches die "Earthmover des Amazonas" oder die "Rio Beni-Kultur" genannt wird. Mit ihrem ausgeklügelten Bewässerungssystem haben sie schon vor rund 2000 Jahren gezeigt, was nachhaltiges Wirtschaften bedeuten kann. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TGvdw2rkYqI/AAAAAAAADbo/Xw1ugb1ToZ8/s1600/beni2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 290px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TGvdw2rkYqI/AAAAAAAADbo/Xw1ugb1ToZ8/s400/beni2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506738800772276898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die "Llanos de Mojos“ (Steppen des Departements Beni) sind wohl eine der einmaligsten prähistorischen Landschaften, welche es auf unserem Planeten gibt – ein unwirtliches Gebiet und zugleich Geburtsort eines der bermerkenswertesten Urvölker des amerikanischen Subkontinents.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Earthmover lebten ca. 400 v. Chr. bis 1600 n. Chr. im Departement Beni – die Kultur entwickelte sich  also bereits lange vor der Entstehung des Inkareiches. Die sumpfartige Landschaft und die hohen Niederschlagsmengen veranlassten die seinerzeit hier lebenden Völker, ein komplexes Be- und vor allem Entwässerungssystem zu errichten, das Schutzdeiche, Kanäle und künstliche Lagunen umfasste. Man schätzt die damalige Bevölkerung - in der Blütezeit der Kultur -  auf 3 bis 4 Millionen Einwohner. Bis heute sind die Spuren dieser Kultur - in Form von Dämmen und Hügeln in der Landschaft zu erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man nimmt an, dass dieses Volk vom Nordwesten her eindrang (Ecuador oder Kolumbien), da ihre Artefakte eine große Ähnlichkeit mit der ältesten Kultur Lateinamerikas, der Valdivia -Kultur, aufweisen. Es wurden auch Tonskulpturen ausgegraben, die eine Brenntechnik aufweisen, die damals nur in China gekannt wurde. Diese Methode erforderte eine sehr hohe Temperatur beim Brennen und wurde von keiner anderen Kultur in Amerika angewandt. Es wurden bis jetzt über 600 künstliche Hügel (Mounds) entdeckt; der größte von ihnen ist derjenige, an dessen Stelle heute die Stadt Trinidad liegt. Man nimmt an,  dass auf diesem Mound ca. 20.000 Menschen lebten. Ein raffiniertes Bewässerungssystem, die Nutzung topographischer Höhenunterschiede und eine ökologische Bewirtschaftung dieser Region ermöglichte es die Bevölkerung zu ernähren. Auf den Mounds wurden die Hütten als Schutz vor Überschwemmungen und vor Raubtieren errichtet, sie dienten aber gleichzeitig als Begräbnisstätten. Sämtliche Hügel waren durch Dämme miteinander verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 17. Jahrhundert drangen aus dem Süden die  Stämme der Guarani ein und unterwarfen die verbliebene Bevölkerung der Earthmover. Sie bepflanzten die verlassenen Mounds mit mitgebrachten Palmarten und benutzten diese ebenfalls als Wohnquartiere und für Begräbnisse. Bei Ausgrabungen fand man in den obersten Schichten der Mounds Utensilien dieser Stämme. Später siedelten sich viele Jesuiten in dem Gebiet des heutigen Department Beni an. Eingeschleppte Seuchen und die Unterjochung durch die spanischen Eroberer führten letztendlich zum vollständigen Verschwinden dieser sehr eindrucksvollen und auf ihrem Gebiet einzigartigen Kultur. Mit dem Untergang dieser Kultur gingen  auch ihre  hochangepassten Kultivierungstechniken verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abbildung:&lt;/span&gt; So könnte es ausgesehen haben, vor 2000 Jahren am Rio Beni in Bolivien. &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;(Quelle: http://www.sas.upenn.edu/~cerickso/baures/Mann2.html)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Quellen: &lt;/span&gt;Charles C. Mann: Earthmovers of the Amazon&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;http://www.sas.upenn.edu/~cerickso/baures/Mann2.html&lt;br /&gt;www.boliviabeni.com&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; color: windowtext;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6410195841858131979?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6410195841858131979/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/perfekt-die-umwelt-angepasst-die-rio.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6410195841858131979'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6410195841858131979'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/perfekt-die-umwelt-angepasst-die-rio.html' title='Perfekt an die Umwelt angepasst: Die Rio Beni Kultur in Bolivien'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TGvdw2rkYqI/AAAAAAAADbo/Xw1ugb1ToZ8/s72-c/beni2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-5230575135576994889</id><published>2010-08-13T11:43:00.000-07:00</published><updated>2010-08-13T12:35:34.383-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='physische Geographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Wetterextreme: Die Ursachenforschung geht über den Klimawandel hinaus</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fluten in Indien und Pakistan, brennende Wälder in Russland - das Wetter spielt wieder einmal verrückt. Schuld ist - so die meist einhellige Meinung in den Medien: Der menschgemachte Klimawandel. Doch manchmal können solch schnelle Schlüsse trügerisch sein. Auch wenn kaum einer den Klimawandel noch ernsthaft in Frage stellen dürfte: Nicht alles muss auch ihm geschuldet sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TGWcdiNUDvI/AAAAAAAADbM/1-sJ72LbcRU/s1600/flut_pakistan.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 272px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TGWcdiNUDvI/AAAAAAAADbM/1-sJ72LbcRU/s400/flut_pakistan.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5504978150743084786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist natürlich gut möglich, dass die Ursache der derzeitigen Wetterextreme zumindest zu einem Gutteil der Klimawandel ist - doch solche Rückschlüsse sollten wissenschaftlich belegt werden - und das ist im Moment noch nicht möglich. Klar ist: Die von Treibhausgasen beschleunigte Erwärmung der Luft forciert Hitzewellen, Dürren und kann in anderen Fällen den Wasserkreislauf durcheinander bringen und Landstriche überfluten. Der Haken aber ist: Eine solche Häufung von Extremereignissen, wie wir sie derzeit erleben, lässt nicht einmal die pessimistischste Klimasimulation für die nahe Zukunft zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Könnte es also sein, dass wir etwas übersehen haben? Gibt es noch einen weiteren möglichen Grund für die Häufung von extremen Naturereignissen - einen Grund, der eben nicht schon lang und breit auf allen Kanälen diskutiert wird?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Möglich ist dies und solange wir keine eindeutigen Erkenntnisse haben, sollten wir uns das Denken in andere Richtungen nicht verbieten. Zumindest in der Theorie gibt es eine zweite Erklärung für das gegenwärtige Chaos: Die Sonne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Zeitschrit&lt;a href="http://www.newscientist.com/article/dn19304-is-climate-change-burning-russia.html"&gt; "New Scientist"&lt;/a&gt; wird erläutert: Das derzeitige extreme Wetter ist auf eine "blockierende Wetterlage" zurückzuführen - das Wetter bleibt in manchen Regionen ungewöhnlich lange stabil - stabil schlecht. In Osteuropa sorgt diese Wetterlage seit Wochen für Hitze, in einem großen Gebiet Pakistans und Nordindiens für pausenlosen Monsunregen. Solche Zellen bilden sich immer wieder, doch normalerweise müssen sie nach einer kleinen Weile weichen - dafür sorgen die Jetstreams, die in der oberen Atmosphäre wehen und die unteren Luftströme mit sich reißen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht so im Moment: Die Jetstreams machen Pause. Die Starkwindströme, die sonst in sieben Kilometern Höhe konstant wehen sind zum erliegen gekommen. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen gibt &lt;a href="http://www.met.reading.ac.uk/users/users/1353"&gt;Mike Lockwood&lt;/a&gt; von der University of Reading.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object id="flashObj" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0" width="486" height="412"&gt;&lt;param name="movie" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/2227271001?isVid=1"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="flashVars" value="videoId=90892143001&amp;amp;playerID=2227271001&amp;amp;domain=embed&amp;amp;dynamicStreaming=true"&gt;&lt;param name="base" value="http://admin.brightcove.com"&gt;&lt;param name="seamlesstabbing" value="false"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="swLiveConnect" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/2227271001?isVid=1" bgcolor="#FFFFFF" flashvars="videoId=90892143001&amp;amp;playerID=2227271001&amp;amp;domain=embed&amp;amp;dynamicStreaming=true" base="http://admin.brightcove.com" name="flashObj" seamlesstabbing="false" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" swliveconnect="true" allowscriptaccess="always" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" width="486" height="412"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus historischen Wetteraufzeichnungen und Sonnenbeobachtungen schließt der Wissenschaftler, dass die Blockade der Starkwinde in der Stratosphäre mit der Akitvität der Sonne zusammenhängt: Wird es im Laufe der üblichen Sonnenzyklen ruhig auf der Sonne, strahlt sie also weniger, was sich durch extrem wenige Sonnenflecken derzeit beobachten lässt, so kommt es vermehrt zu solchen Wetterblockaden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So soll es die Ultraviolettstrahlung der Sonne sein, die in aktivitätsarmen Phasen der Sonne weniger in den Weltraum ausgesendet wird. Auf der Erde werden dadurch die oberen Luftschichten der Atmosphäre weniger aufgeheizt - die Jetstreams flauen ab und werden dann manchmal über Wochen von gegenläufigen Windströmen neutralisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bedeutsam ist, dass die Sonne normalerweise etwa elfjährige Zyklen durchläuft, in denen die Aktivitäten mal stärker, mal schwächer sind. Den letzten Tiefpunkt der Sonnenaktivität haben wir vor etwa 3 Jahren erlebt - nur erholt sich die Sonne davon derzeit scheinbar kaum. Woran das liegen mag, weiß noch niemand zu sagen - der Klimawandel scheint aber ausgeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dazu im Netz:&lt;/span&gt; Zwei Artikel von newscientist.com: Einmal über die &lt;a href="http://www.newscientist.com/article/dn19304-is-climate-change-burning-russia.html"&gt;aktuelle Wetterkrise allgemein&lt;/a&gt;, und zum anderen &lt;a href="http://www.newscientist.com/article/mg20627640.800-whats-wrong-with-the-sun.html?full=true"&gt;über die ungewöhnlichen Sonnenaktivitäten im Speziellen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Q&lt;span style="font-size:85%;"&gt;uellen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; FAZ vom 12. August 2010, New Scientist (&lt;a href="http://www.newscientist.com/"&gt;www.newscientist.com&lt;/a&gt;); Foto: &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/gallery/2010/aug/13/pakistan-flooding#/?picture=365725603&amp;amp;index=24"&gt;www.guardian.co.uk&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-5230575135576994889?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/5230575135576994889/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/wetterextreme-klimakrise-oder.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5230575135576994889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5230575135576994889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/wetterextreme-klimakrise-oder.html' title='Wetterextreme: Die Ursachenforschung geht über den Klimawandel hinaus'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TGWcdiNUDvI/AAAAAAAADbM/1-sJ72LbcRU/s72-c/flut_pakistan.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7804095618062241124</id><published>2010-08-09T00:10:00.000-07:00</published><updated>2010-08-09T03:41:43.964-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geopolitik'/><title type='text'>Sezessionen (1): Neues Land in Afrika: Der Südsudan</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In loser Folge sollen hier die weltweit akuten Grenz- und Sezessionskonflikte  vorgestellt werden. Den Anfang macht ein Konflikt, der bereits seit einem halben Jahrhundert schwehlt, und der Afrika verändern könnte: Der Unabhängikeitskampf des Südsudan. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;amp;hl=de&amp;amp;t=h&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=105461078487050269109.00048d5f5cef9efc7a572&amp;amp;ll=24.846565,52.382813&amp;amp;spn=99.091177,193.359375&amp;amp;z=2&amp;amp;output=embed" width="550" frameborder="0" height="350" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;amp;hl=de&amp;amp;t=h&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=105461078487050269109.00048d5f5cef9efc7a572&amp;amp;ll=24.846565,52.382813&amp;amp;spn=99.091177,193.359375&amp;amp;z=2&amp;amp;source=embed" style="color: rgb(0, 0, 255); text-align: left;"&gt;Sezessionen und Grenzkonflikte weltweit&lt;/a&gt; auf einer größeren Karte anzeigen&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dieser Konflikt könnte die Geographie ganz Afrikas verändern. Denn es wäre das erste Mal seit dem Ende der Kolonialzeit, dass auf dem afrikanischen Kontinent Grenzen neu gezogen würden. Die afrikanischen Staaten einigten sich nämlich direkt nach ihrer Unabhängigkeit im Rahmen der OAU (der Organisation für Afrikanische Einheit - heute Afrikanische Union) darauf, die willkürlich von den Europäern gezogenen Grenzen auf alle Zeit unverändert zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Dies hat einen einfachen Grund: Würde an irgendeiner Stelle in Afrika eine Volksgruppe erreichen, die Grenzen an tatsächliche Stammesterritorien anzupassen, dann fiele das gesamte Konstrukt in sich zusammen: Denn es gäbe hunderte Volksgruppen, die ähnliche Wünsche äußern würden, viele Staaten Afrikas verlören ihre Existenzberechtigung und würden in langwierige Sezessionskonflikte stürzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Sudan wird diese Abmachung aber wohl nicht halten: Am 9. Januar ist das Referendum angesetzt, an dem über die Unabhängigkeit abgestimmt werden soll. Das Ergebnis gilt als ausgemacht. Es gibt Bemühungen den Gesamtsudan als eine Konföderation beizubehalten, doch bei ihrer Geschichte könnte es gut sein, dass die Südsudanesen dankend ablehnen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sudan ist nämlich durch und durch zweigeteilt: Im Süden fühlt man sich seit jeher vom Norden ausgebeutet - durch Versklavung und die Ausbeutung der reichen Rohstoffvorkommen durch die Führung im Norden. Auch spirituell gibt es wenig Verbindendes: Die Bevölkerung des Nordens ist muslimisch, im Süden sind die Nomadenstämme meist Animisten. Der Sudan besteht in seiner heutigen Form tatsächlich nur deswegen, weil die Briten ihr Protektorat Ende des 19. Jahrhunderts möglichst weit nach Süden ausdehnten, um Franzosen und Deutsche vom Nil fernzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie sieht die Zukunft aus: Viele bezweifeln, dass nach der Unabhängigkeit Frieden zwischen den Konfliktparteien einkehren wird - die Vernetzungen zwischen beiden Landesteilen sind noch zu stark. Außerdem wird der Südsudan mit seiner Hauptstadt Juba bereits als "pre-failed-state" gehandelt - als ein gescheiterter Staat, noch bevor er seine Unabhängigkeit erlangt hat. So gibt es keinerlei staatliche oder soziale Infrastrukturen, die Wirtschaft ist nicht auf die Unabhängigkeit vorbereitet. Gleichzeitig sind nach Jahren der Konflikte Waffen keine Mangelware und stets schnell zur Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Probleme könnten bald auch in anderen Teilen Afrikas zu spüren sein: Wenn im Sudan die Volksgruppen getrennte Wege gehen, wieso nicht auch im Vielvölkerstaat Nigeria oder im Kongo?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Quellen: The Economist: The promise and peril of independence, Taz (4. August): Die Abtrünnigen dieser Welt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7804095618062241124?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7804095618062241124/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/sezessionen-teil-1-der-sudsudan.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7804095618062241124'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7804095618062241124'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/08/sezessionen-teil-1-der-sudsudan.html' title='Sezessionen (1): Neues Land in Afrika: Der Südsudan'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-1483346636001963520</id><published>2010-07-14T12:07:00.000-07:00</published><updated>2010-07-15T02:55:29.162-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Europas neuer Hunger nach Rohstoffen</title><content type='html'>&lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Seit Mai hat Deutschland eine "neue Rohstoffstrategie". Wichtiger Bestandteil ist die neue Rohstoffagentur, die für die einheimische Industrie den weltweiten, kostengünstigen Zugriff auf benötigte Rohstoffe sicherstellen soll . Als Verhandlungsmasse ist in der neuen Strategie auch die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) enthalten - als Druckmittel oder Belohnung für kooperationswillige Staaten. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TD4oyX_lxXI/AAAAAAAADak/Pw8s9sxt7f8/s1600/potosi7.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493873441337886066" style="FLOAT: left; MARGIN: 0pt 10px 10px 0pt; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TD4oyX_lxXI/AAAAAAAADak/Pw8s9sxt7f8/s400/potosi7.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Anfang 2009 wurde eine im Auftrag des Bundeswirtschafts-ministeriums erstellte Studie publiziert, die auflistet, welche Ressourcen für die sogenannten Zukunftstechnologien von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören etwa wenig bekannte Elemente wie Gallium, Neodym, Indium oder Germanium, die für die Lasertechnik, die Photovoltaik oder die Produktion von Brennstoffzellen unverzichtbar sind. Der Zugang zu diesen Stoffen ist schwer, da es oft nur wenige Förderstätten weltweit gibt - viele von ihnen in Staaten wie China, die ihre Exporte zunehmend restriktiv bezollen oder in Staaten wie dem Kongo, die durch ihre Instabilität ein Risiko darstellen. Die neue Strategie soll mit sanftem Druck die Versorgung mit Rohstoffen langfristig sicherstellen. Dabei wird zu Mitteln gegriffen, die bisher nur selten so offensichtlich für die eigene Interessenpolitik genutzt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher war ein Ziel der EZ die Befreiung der Entwicklungsländer aus der Rohstoffabhänigkeit. Durch Diversifizierung sollten sie krisenresistenter, demokratischer und somit zuverlässiger werden. Der Fluch des Rohstoffreichtums - so ist allgemein bekannt - bewahrt Staaten davor, sich fortschrittlich zu entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liest man das neue Strategiepapier des Wirtschaftsministeriums könnte sich dieser Grundsatz bald umkehren: Verträge zur Entwicklungszusammenarbeit sollen im Rahmen neuer Rohstoff-Liefer-Abkommen geschlossen werden - etwa um Fachkräfte für die örtlichen Abbau-Standorte auszubilden. Jetzt wo die Verhandlungsmacht der Rohstofflieferländer aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage wächst, wollen Deutschland und Europa diese Staaten offenbar wieder gezielt abhängiger machen. Die EZ wird zur Belohnung für kooperationswillige Staaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TD4zP6fRYgI/AAAAAAAADas/lDF7_pJ3GrE/s1600/potosi4.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493884943930057218" style="FLOAT: right; MARGIN: 0pt 0pt 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TD4zP6fRYgI/AAAAAAAADas/lDF7_pJ3GrE/s400/potosi4.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So nähert man sich der Strategie Chinas oder Indiens an, die schon länger wirtschaftliche Interessen als klare Hauptmotivation ihres Engagements beispielsweise in Afrika sehen. Für die Europäer waren nach den Lehren aus Kolonialismus und Imperialismus der vergangenen Jahrhunderte humanitäre Faktoren und die eigene Verantwortung eine wichtige Motivation für die EZ. Projekte wurden nach Gesichtspunkten des Nutzens für die örtliche zivilgesellschaftliche oder rechtsstaatliche Entwicklung ausgewählt und durchgeführt. Gibt es nun eine Rückkehr zu imperialistischen Verhaltensmustern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich nicht ganz: Während die Staaten des Südens früher keine Wahl hatten, mit wem sie ihre Verträge schlossen, gibt es nun eine ganz neue Konkurrenzsituation - unter den Abnehmern. Wer bietet mehr für die eigenen Rohstoffe?: Die Europäer bieten beispielsweise Bildungsprogramme, China offeriert den Aufbau eines Stromnetzes. Die Entwicklungsländer können wählen. Allerdings wird sich diese Wahl nicht unbedingt an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten, sondern an den Wünschen der Führung. Die stärkere Ausrichtung der EZ nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten - wie z.B. vom deutschen Entwicklungsminister Niebel gefordert - birgt also erhebliche Risiken - es kommt zu einer Entkoppelung von Bedingungen wie Rechtsstaatlichkeit oder Menschenrechten und der EZ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die EU verhandelt inzwischen mit der Afrikanischen Union über eine "Rohstoffpartnerschaft", die europäischen Unternehmen freien Zugang zu Exploration und Exploitation afrikanischer Rohstoffe verschaffen soll. Brüssel plant, dies künftig zur Voraussetzung für die Gewährung von Entwicklungshilfe zu machen. Ganz ähnlich sieht das neue Afrika-Konzept der Bundesregierung aus, das von CDU und FDP derzeit auf den Weg gebracht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Bilder:&lt;/span&gt; Der Abbau von Rohstoffen in Entwicklungsländern ist immer mit hohen Risiken für Menschen und Umwelt verbunden - hier: eine Silbermine in Bolivien (eigene Fotos)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Quellen:&lt;/span&gt; BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe &lt;a href="http://www.bgr.bund.de/"&gt;http://www.bgr.bund.de/&lt;/a&gt;, German Foreign Policy, InWEnt, Bundeswirtschaftsministerium. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-1483346636001963520?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/1483346636001963520/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/07/der-neue-hunger-nach-rohstoffen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1483346636001963520'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1483346636001963520'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/07/der-neue-hunger-nach-rohstoffen.html' title='Europas neuer Hunger nach Rohstoffen'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TD4oyX_lxXI/AAAAAAAADak/Pw8s9sxt7f8/s72-c/potosi7.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-8365951920304282733</id><published>2010-07-06T13:02:00.000-07:00</published><updated>2010-07-20T04:50:11.773-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Und was kommt nach der WM?</title><content type='html'>von Simon Argus&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Südafrika ist noch für ein paar Tage Gastgeber der WM - ein Ereignis auf das sich das ganze Land seit Jahren vorbereitet hat. Von diesem Ereignis erwarten Südafrika und der Rest der Welt eine geradezu therapeutische Wirkung auf das Land am Kap: Das neue "Wir-Gefühl" soll geboren werden - Südafrikaner als ein Volk - ob weiß ob schwarz ob farbig - all das sollen Kategorien der Vergangenheit sein. Doch wie geht es tatsächlich nach der WM weiter?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TDOqnhH_6BI/AAAAAAAADac/vrWe_Z3Pu0I/s1600/DSCF0004.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5490919966578305042" style="FLOAT: right; MARGIN: 0pt 0pt 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TDOqnhH_6BI/AAAAAAAADac/vrWe_Z3Pu0I/s400/DSCF0004.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nicht nur angesichts der Apartheid ist ein "Wir-Gefühl" in Südafrika nötig. Auch die Machtkämpfe der letzten Jahre nach der Apartheid machten deutlich: Das Land ist weit davon entfernt eine homogene Gesellschaft hervorzubringen. Neben den krassen Wohlstands-Gefällen treten mehr und mehr alte ethnische Konflikte ans Licht: Zwischen Xhosa und Zulu beispielsweise, den beiden größten Volksgruppen im Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sturz Mbekis durch den heutigen Präsidenten Zuma war nicht zuletzt der Sieg der größten Volksgruppe, der Zulu, gegenüber den Xhosa, welche hauptsächlich um die Kap-Region zuhause sind. Der ANC ist lange nicht so einig wie es den Anschein hat. Nach der Einigkeit im Kampf gegen die Apartheid brechen neue Konflikte auf - und anstatt einer politischen Aufspaltung in mehrere demokratische Parteien beobachtet man derzeit vor allem den teilweise gewalttätigen Machtkampf innerhalb eines mehr und mehr korrupten und wenig demokratischen Organs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die WM gab dabei einen Aufschub: Unter internationale Beobachtung und vor riesige Aufgaben gestellt wurden Konflikte notdürftig begraben. Beigelegt wurden sie dabei aber nicht. Die Prophezeihung vieler Südafrikaner ist daher: "Nach der WM wird das Land langsam im Chaos versinken."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Chaos wird ermöglicht durch die große Klasse derer, die nichts haben, die enttäuscht sind und die sich vom Ende der Apartheid mehr versprachen. Sie sind leicht zu instrumentalisieren und für unlautere Zwecke zu missbrauchen: Vor allem die gewaltbereiten Jugendbanden - in vielen Vorstädten und Townships für die Kids die einzige Sozialisationsmöglichkeit - treten in diesem Zusammenhang häufig in Erscheinung. Schon bei den ausländerfeindlichen Ausschreitungen vor zwei Jahren gab es das Gerücht, einzelne Abteilungen des ANC instrumentalisierten die Jugendgruppen um Chaos zu stiften - und so Druck auf die Führung auszuüben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Opfer sind in diesem Chaos immer die Ärmsten. Die reiche (und immernoch meist weiße) Oberschicht verlässt verängstigt das Land, nimmt das Kapital mit und hinterlässt Lücken, die schwer zu stopfen sind. Eine schwarze Intelligenzia gibt es kaum, in einem Land, in dem der größte Teil der Bevölkerung erst seit inzwischen 16 Jahren Zugang zu (kostenpflichtigen) Hochschulen hat - während der Apartheid war dies der weißen Klasse vorbehalten. Und auch sonst gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Hemmschuhe für eine prosperierende Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TDOMLizmUiI/AAAAAAAADaU/T-ZTKXrg5DE/s1600/DSCF4710.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5490886500644442658" style="FLOAT: right; MARGIN: 0pt 0pt 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TDOMLizmUiI/AAAAAAAADaU/T-ZTKXrg5DE/s400/DSCF4710.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So hapert es mit der Zusammenarbeit: In Betrieben sind sich schwarze und weiße Mitarbeiter häufig fremd. Sie leben in zwei unterschiedlichen Welten und wissen nichts übereinander. Einen weißen Chef konstruktiv kritisieren? Für viele schwarze Angestellte noch immer unvorstellbar. Die Buren hadern derweil mit der political Correctness: Was kann ich im Umgang mit Schwarzen falsch machen? Sie fühlen sich durch die Politik des Black Empowerment, wonach Schwarze bevorzugt eingestellt werden, auch stark benachteiligt. Nach der Arbeit verbarrikadieren sie sich in ihren Gated Communities und erzählen sich urbane Mythen von den Gefahren in den Townships.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So entsteht ein Kreislauf der schwer zu durchbrechen ist: Die steigende Kriminalität schürt Angst vor dem Fremden, die Volksgruppen gehen weiter auf Distanz. Dadurch wird eine konstruktive Zusammenarbeit - sprich die nennenswerte Beteiligung der großen Mehrheit am Wirtschaftsprozess ausgeschlossen - und führt zwangsläufig zu weiterer Armut und Kriminalität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer Regenbogennation hat dieses pessimistische Bild Südafrikas natürlich nichts zu tun. Die Weißen schauen Rugby, die Schwarzen spielen Fußball. Würde man zusammen feiern, könnte man vielleicht auch zusammen leben. Bei der WM gibt es die Chance auf eine gemeinsame Party. Die Frage ist, ob sie tatsächlich genutzt werden kann - und auf lange Sicht einen Unterschied macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Im Netz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&gt; Eine Dokumentation von Arte zur WM am Kap: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=PjeJQlIqtik"&gt;Der Cup der guten Hoffnung&lt;/a&gt; (Teil 1)&lt;br /&gt;&gt; außerdem &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=UMD82TY1rEg"&gt;Teil 2&lt;/a&gt;,&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=sfWu3t12gGc"&gt; Teil 3&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=jNlVIFsGgnk"&gt;Teil 4&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=6ISJqoJ0YU0"&gt;Teil 5&lt;/a&gt; der gleichen Doku. &lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;strong&gt;Bilder:&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;(oben:) Wohlhabendes Viertel unterhalb des Tafelberges bei Kapstadt, (unten:) Township mit Holz- und Blechhütten bei Kapstadt (alle eigene Bilder) &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-8365951920304282733?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/8365951920304282733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/07/von-simon-argus-sudafrika-ist-noch-fur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8365951920304282733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8365951920304282733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/07/von-simon-argus-sudafrika-ist-noch-fur.html' title='Und was kommt nach der WM?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TDOqnhH_6BI/AAAAAAAADac/vrWe_Z3Pu0I/s72-c/DSCF0004.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4381267510299202960</id><published>2010-06-27T02:46:00.000-07:00</published><updated>2010-07-20T04:52:36.872-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Welt'/><title type='text'>Nil, Jordan und Euphrat: Wem gehört das Wasser?</title><content type='html'>&lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Auf unserer Exkursion durch Ägypten war der Nil ständiger Begleiter - ohne diesen Fluß gäbe es den Staat Ägypten nicht - 90% der Ägypter wohnen am Nil, sein Wasser ernährt die ganze Nation. Doch obwohl es einer der längsten Flüsse der Welt ist, so ist seine Wassermenge doch begrenzt - und in letzter Zeit gibt es immer neue Konkurrenz um seine Ressource. Nil, Jordan, Euphrat - im gesamten mittleren Osten werden nicht nur die Kriege der Zukunft um Wasser geführt werden - schon heute ist Wasser für zahlreiche Konflikte in der Region mitverantwortlich. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0Fgp41CI/AAAAAAAADZA/VM8DEl-UEIE/s1600/P1020447.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5487411940243854370" style="FLOAT: left; MARGIN: 0pt 10px 10px 0pt; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0Fgp41CI/AAAAAAAADZA/VM8DEl-UEIE/s400/P1020447.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In einem kleinen Motorboot schippern wir über den Nasser-See. Auf seinem Grund liegen zahlreiche unersetzliche Kunstschätze. Die Ve&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1xcd_SQI/AAAAAAAADZY/9udtwkBOx1Q/s1600/P1030408.JPG"&gt;&lt;/a&gt;rtreibung der Nubier &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0jB1b1-I/AAAAAAAADZI/kuo8dwYuCdc/s1600/DSCF3633.JPG"&gt;&lt;/a&gt;aus ihren angestammten Gebieten beim Bau des Damms hat internationale Kritik hervorgerufen.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nicht weit von hier haben wir vor wenigen Stunden ein gigantisches Denkmal besucht: Es beschwört die Freundschaft zwischen Ägypten und der Sowjetunion, die hier beim Bau des größten Damms in Afrika einen gigantischen "Freundschaftsdienst" erwiesen hat. Jene besondere Bindung zwischen den beiden Staaten sollte nach der Fertigstellung des Damms nur noch wenige Monate halten, bevor alle russischen Spezialisten wieder aus dem Land geworfen wurden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Und dennoch: Der Assuan-Hochdamm ist für die Entwicklung des modernen Ägyptens von enormer Bedeutung. Seither ist eine Intensivierung der Landwirtschaft flußabwärts erfolgt, die auf gleichbleibenden Wasserpegeln und neuen Kanälen in einst unwirtliche Gegenden beruht. Der Nil ist - abgesehen von einigen Tiefbrunnen und Entsalzungsanlagen - bis heute Ägyptens einzige Süßwasserressource in einem ansonsten wüsten Land. Aber auch wenn der Damm - einer von vielen am Nil - dazu beigetragen hat, das Wasser zu regulieren: Die Wassermenge bleibt dennoch die Gleiche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0jB1b1-I/AAAAAAAADZI/kuo8dwYuCdc/s1600/DSCF3633.JPG"&gt;&lt;/a&gt;Und diese Wassermenge wird Ägypten mehr und mehr streitig gemacht: Ägypten nutzte die Instabilität der südlichen Anrainerstaaten Sudan, Äthiopien, bis hinunter nach Burundi aus, die lange Zeit darauf verzichteten (oder nicht fähig waren) das Nilwasser intensiver zu nutzen. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0jB1b1-I/AAAAAAAADZI/kuo8dwYuCdc/s1600/DSCF3633.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5487412447366862818" style="FLOAT: left; MARGIN: 0pt 10px 10px 0pt; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0jB1b1-I/AAAAAAAADZI/kuo8dwYuCdc/s400/DSCF3633.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ägypten stützt sich dabei bis heute auf die Zusage der Briten aus der Kolonialzeit, das gesamte Nilwasser stehe allein Ägypten und in kleinerem Ausmaß dem Suda&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1xcd_SQI/AAAAAAAADZY/9udtwkBOx1Q/s1600/P1030408.JPG"&gt;&lt;/a&gt;n zu. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;/a&gt;Mit der Stabilisierung und dem langsamen ökonomischen Aufstieg der südlichen Anrainer ändert sich die Lage allerdings: &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0jB1b1-I/AAAAAAAADZI/kuo8dwYuCdc/s1600/DSCF3633.JPG"&gt;&lt;/a&gt;In Sudan sind große Dammprojekte in Bau und auch Äthiopien hat Ambitionen für Bewässerungsprojekte am Nil. Bis heute ist es noch nicht gelungen die neuen Begehrlichkeiten einvernehmlich in einem Vertrag zwischen den insgesamt 9 betroffenen Staaten zu klären - Ägypten setzt vielmehr auf die Drohung, dass die Projekte am Oberlauf des Nils die nationalen Interessen gefährden und einen Kriegsgrund darstellen können.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0jB1b1-I/AAAAAAAADZI/kuo8dwYuCdc/s1600/DSCF3633.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch weiter östlich kennt man diese Konflikte um die kostbarste Ressource der Region: Der Jordan - für viele ein heiliger Fluß und Lebensader für mindestens drei dicht besiedelte Staaten ist heute an vielen Stellen nicht viel mehr als ein Rinnsal, gerade noch ein schlammiges Bächlein in dem das Wasser nicht einmal mehr zum Knie reicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Norden Jordaniens stehe ich bei Umm Quais auf einem Hügel und schaue auf den See Genezareth. Wenn es dunkel wird, sieht man ein Lichtermeer im angrenzenden Israel, während wenige hundert Meter im Norden die Golanhöhen und somit Syrien liegen. Schaue ich weiter nach links, so grenzen dort die palästinensischen Gebiete an - ebenfalls dicht besiedelt. Es handelt sich um die verschiedenen Interessengruppen, die darum streiten wie hier das Wasser gerecht verteilt werden soll.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5487413176636724418" style="FLOAT: right; MARGIN: 0pt 0pt 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s400/P1030691.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am schlimmsten trifft es derzeit die Palästinenser. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;/a&gt;Sie haben die schwächste Verhandlungsposition, in Wasserfragen hat Israel das letzte Wort. U&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1xcd_SQI/AAAAAAAADZY/9udtwkBOx1Q/s1600/P1030408.JPG"&gt;&lt;/a&gt;nd so haben viele Palästinenser keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Brunnen dürfen sie keine bohren. In Jordanien ist das starke Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie der rasante Aufstieg der Hauptstadt Amman dafür verantwortlich, dass Wasser immer knapper und teurer wird.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als sichtbares Resultat der immer intensiveren Nutzung des Jordanwassers sinkt der Wasserspiegel im Toten Meer, was sich nicht nur auf den örtlichen Badetourismus negativ auswirkt.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1Nek61MI/AAAAAAAADZQ/IMUgKBohCh8/s1600/P1030691.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein gewagter und lang gehegter Plan soll Abhilfe schaffen: Da das Tote Meer bekanntlich unter dem Meeresspiegel liegt, will Jordanien mit der Hilfe Israels einen Kanal bauen, der das Rote mit dem Toten Meer verbindet. Ein Teil des zusätzlichen Wassers würde den Wasserspiegel des Toten Meeres wieder anheben, ein anderer Teil würde in einer großen Entsalzungsanlage verarbeitet und schließlich in die Wasserversorgung Jordaniens und Israels eingespeist werden. Zwei Probleme bleiben bestehen: Erstens wird die ökologische Katastrophe entlang des Jordans damit nicht aufgehalten, der Fluß bliebe das gleiche armselige Rinnsal, das er heute bereits ist (oder würde vollkommen verschwinden). Zweitens ist Israel noch nicht überzeugt, sich an dem Projekt zu beteiligen: Das Wasser aus der geplanten Entsalzungsanlage wäre deutlich teurer als Wasser, welches man heute schon aus einer eigenen Anlage bei Aschdod gewinnt. Die Lösung des Konflikts am Jordan liegt also immernoch in weiter Ferne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1xcd_SQI/AAAAAAAADZY/9udtwkBOx1Q/s1600/P1030408.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5487413794546075906" style="FLOAT: right; MARGIN: 0pt 0pt 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: pointer; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc1xcd_SQI/AAAAAAAADZY/9udtwkBOx1Q/s400/P1030408.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Weiter nördlich, in Damaskus, schlägt man sich mit noch einem weiteren Wasserkonflikt herum: Der Euphrat, wichtigster Fluss in Syrien und Grundlage für die örtliche Landwirtschaft und Wasserversorgung, ist umstritten zwischen Türken, Syrern und Irakern. Die Türken am Oberlauf haben den Fluß für ein großes politisches Projekt in Anspruch genommen: Die Entwicklung des rebellischen Ost-Anatoliens, der Heimat der Kurden. Zahlreiche Dämme und Wasserkanäle wurden errichtet, Land wurde urbar gemacht. Das größte Projekt war der Atatürk Staudamm, eröffnet 1992. Konsequenz ist, dass weniger und stärker belastetes Wasser über die Grenze nach Syrien gelangt, wo es erneut gestaut wird (der Assad-Stausee, wieder ein Politiker-Name) und ebenfalls intensiv genutzt und verschmutzt wird. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil der ursprünglichen Wassermenge erreicht schließlich den Irak.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in diesem Konflikt kündigt sich keine dauerhafte Lösung an. Und doch wäre die einfachste Lösung für alle drei Flußsysteme wahrscheinlich auch die naheliegendste: Wasser sparen. Das klingt in einer solch trockenen Region nur im ersten Augenblick zynisch. Die Landwirtschaft der beteiligten Ländern verschwendet Wasser in hohem Maße: In Ägypten wird es in offenen Kanälen über hunderte Kilometer durch trocken-heißes Klima transportiert - ein großer Teil verdunstet ungenutzt. In Israel werden Wasser-intensive Tomaten gezogen, die lediglich für den Export produziert werden und leicht durch weniger durstige Gewächse ersetzt werden könnten. Für alle beteiligten Staaten gilt, dass kaum Wasser gereinigt wird, da keine Kläranlagen existieren. Und natürlich will niemand mit dem Wassersparen anfangen, um die eigenen Ansprüche auf das kostbarste Gut der Region nicht zu gefährden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Im Netz zum Thema: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- eine aktuelle Graphik zum Konflikt am Nil bei &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/environment/interactive/2010/jun/25/fight-for-river-nile"&gt;Guardian.co.uk&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;- &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=B5LAroyepjw"&gt;"mit offenen Karten"&lt;/a&gt; zum Jordan und den geplanten Kanal zum Toten Meer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Bilder&lt;/span&gt; (von oben nach unten):&lt;br /&gt;Der Assuan-Hochdamm am Nil, verschmutzter Bewässerungskanal im Nil-Delta, die rasant wachsende Stadt Amman, Ausblick auf den See Genezareth. (alle eigene Bilder) &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4381267510299202960?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4381267510299202960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/06/nil-jordan-und-eurprat-wem-gehort-das.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4381267510299202960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4381267510299202960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/06/nil-jordan-und-eurprat-wem-gehort-das.html' title='Nil, Jordan und Euphrat: Wem gehört das Wasser?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/TCc0Fgp41CI/AAAAAAAADZA/VM8DEl-UEIE/s72-c/P1020447.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-5678298009871510528</id><published>2010-06-13T07:42:00.000-07:00</published><updated>2010-06-27T09:18:38.935-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Google-Earth'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartographie'/><title type='text'>Die Ölpest vor der Haustür</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die größte Ölpest aller Zeiten scheint, nachdem die Medien nicht mehr wirklich viel Neues darüber zu berichten haben, langsam in die Normalität überzugehen. Zwar betont Präsident Obama immer wieder BP für die Katastrophe zur Rechenschaft zu ziehen. Einen großen Diskurs über die Ursachen, wie den "Hunger" nach Erdöl, kann aber selbst ein Vorfall diesen Ausmaßes nicht auslösen - obwohl er doch auch vor dem Hintergrund des Klimawandels so nötig wäre. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TBT3jyXUr9I/AAAAAAAAAQo/WJVPYFnJT4E/s1600/caught-in-the-oil.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 200px; height: 124px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TBT3jyXUr9I/AAAAAAAAAQo/WJVPYFnJT4E/s200/caught-in-the-oil.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5482278840603815890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nach wie vor fließen etwa 5400 Tonnen Öl pro Tag in den Golf von Mexiko. Als sich am 20. April auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" eine Explosion ereignet, ahnt die Öffentlichkeit noch nicht, welche verheerenden Folgen dieser Vorfall haben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ölpest jetzt auch in Mainz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ölteppich zerstört Leben an den Küsten von Louisiana, Alabama und Florida. Durch die Lage mitten im Ozean ist das Ausmaß auf Karten nicht immer so leicht zu veranschaulichen. Auf der Seite &lt;a href="http://www.ifitwasmyhome.com/"&gt;IfItWasMyHome.com&lt;/a&gt; kann man sich die Lache mittels Google Maps direkt vor die Haustür setzen - von Mainz aus gesehen umfasst das fast ganz Rheinland-Pfalz und Hessen.  Inzwischen entspricht der Ölteppich in etwa der Fläche Bayerns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TBXtV1N1enI/AAAAAAAAAQ4/JB-yLg-e1JI/s1600/OilDisaster802x502.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 250px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TBXtV1N1enI/AAAAAAAAAQ4/JB-yLg-e1JI/s400/OilDisaster802x502.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5482549080711592562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kalter Kaffee&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass man einem ernsten Thema auch mit Humor begegnen kann, beweist die satirische Einlage von Ucb Comedy. In dem Video wird die Hilflosigkeit BP's bei der Bekämpfung der Ölpest auf die Schippe genommen: Diese wird zum bloßen Kaffeefleck, der für die BP-Funktionäre nichtsdestotrotz ein unlösbares Problem darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="580" height="308"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2AAa0gd7ClM&amp;amp;color1=0xb1b1b1&amp;amp;color2=0xd0d0d0&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;feature=player_embedded&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/2AAa0gd7ClM&amp;amp;color1=0xb1b1b1&amp;amp;color2=0xd0d0d0&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;feature=player_embedded&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="580" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wer trägt die Verantwortung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So lustig das Video auch sein kann, es darf bei aller Kritik an BP nicht darauf hinauslaufen, dem Konzern die gesamte Verantwortung für den Vorfall aufzuladen. Ob riskante Tiefseebohrungen durchgeführt werden, diese Entscheidung liegt bei weit mehr als nur den Ölkonzernen. Letztendlich trägt Jeder, der in irgendeiner Form Erdöl nutzt, einen Teil der Verantwortung - sei es, weil er oder sie lieber mit dem Auto fährt, statt mit dem Rad, sei es, weil weitgereiste Lebensmittel in Plastik geschweißt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn sozusagen Jeder eine gewisse Mitschuld trägt, ist doch der Anteil daran nicht gleichmäßig zu verteilen. Es gibt Menschen, die bei dem ganzen Spielchen nicht mehr mitmachen wollen, aber sie finden kaum Gehör. Ständig über Umweltprobleme zu reden ist doch sowas von nervig! - ganz richtig. Das Blöde ist nur, dass sie durch Wegsehen und Weitermachen wie bisher nicht gelöst werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kollektive Ignoranz müsste endlich in kollektive Verantwortung übergehen. Umweltkatastrophen wie die Ölpest sollten zum Denken, vor allem aber zum Handeln anregen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Bildquelle: Charlie Riedel, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://www.boston.com/bigpicture/2010/06/caught_in_the_oil.html"&gt;www.boston.com&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-5678298009871510528?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/5678298009871510528/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/06/die-olpest-vor-der-haustur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5678298009871510528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5678298009871510528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/06/die-olpest-vor-der-haustur.html' title='Die Ölpest vor der Haustür'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TBT3jyXUr9I/AAAAAAAAAQo/WJVPYFnJT4E/s72-c/caught-in-the-oil.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-223131520402426338</id><published>2010-06-03T02:35:00.000-07:00</published><updated>2010-06-27T09:18:38.936-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agrar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Die Zukunft  der Gemeinsamen Agrarpolitik</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Essen macht glücklich! Wie stark unser Denkzentrum dabei stimuliert wird, sagt jedoch nichts darüber aus, wie gesund und wie sinnvoll das, was wir da zu uns nehmen, ist. Dem Grundtenor unserer Gesellschaft nach sollte Ernährung vor allem günstig sein. Diese Einstellung bleibt natürlich nicht ohne Folgen für unsere Landwirtschaft. Bestimmt wird diese heutzutage durch industrielle Produktion und Investitionen in gentechnische Verfahren. Doch wie sinnvoll ist das? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TAeIeyzAY_I/AAAAAAAAAQY/H-P56DpoRTI/s1600/Unser+t%C3%A4glich+Brot.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 277px; height: 192px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TAeIeyzAY_I/AAAAAAAAAQY/H-P56DpoRTI/s320/Unser+t%C3%A4glich+Brot.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478497534332658674" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU hat großen Anteil daran in welche Richtung die Landwirtschaft morgen steuert. Mit dem Instrument der Direktzahlungen, bzw. Agrarsubventionen nimmt sie entscheidenden Einfluss auf die Art und Weise wie Nahrungsmittel (weltweit!) produziert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis heute, den 03. Juni 2010, können EU-BürgerInnen die Vorzüge der Meinungsfreiheit und Mitbestimmung ihrer Demokratie wahrnehmen, indem sie sich an der Diskussion um eine Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 beteiligen &lt;a href="http://ec.europa.eu/agriculture/cap-post-2013/debate/form_de.htm"&gt;(mehr...)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BürgerInnen, Organisationen und Denkfabriken wurden gebeten vier Fragen zur Zukunft der GAP zu beantworten. Meine persönlichen Antworten folgen unten. Was würdet ihr schreiben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Why do we need a Common Agriculture Policy?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;European consumerism has a global impact. If the Western style of life, that most Europeans share, is connected with a high need of animal feed (for producing meat) and fuel crops (for driving cars) the European Union has a high responsibility for the prevention of ecological (climate change, loss of biodiversity) and social (poverty, undernourishment) catastrophies.&lt;br /&gt;We need a Common Agriculture Policy to ensure that our agriculture does not harm our (global) biospheres, atmosphere, other countries and other people. At the moment it does. A respectful policy is necessary even from a very eurocentric point of view: We can't secure our own alimentation harming the alimentation of others. Moreover we are causing ecological problems today that will constrain our alimentation tomorrow.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;What do citizens expect of agriculture?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The main task of agriculture is to provide everyone a healthy and comfortable life. Agriculture can complete that task by providing healthy food and enough food, by providing landscapes for living and recovery. Today's industrial agriculture does not adequately fullfill this task: It does provide more food than we need (causing a lack of appraisal for our food), it provides nutrition of bad quality (containing pesticides that causes cancer, asthma, etc.) and it has destroyed rural landscapes by the enlargement of farms (instead we see romanticising ads on the TV of cows eating grass(!) although most of the cattle is nourished by soja from former rainforest areas or the vast corn fields of Europe and other areas).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Why has the CAP to be reformed?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TAeItTqT9DI/AAAAAAAAAQg/SHHGp8pP0pE/s1600/mais_nl_400x300.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 237px; height: 178px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TAeItTqT9DI/AAAAAAAAAQg/SHHGp8pP0pE/s320/mais_nl_400x300.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478497783672730674" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;We need a CAP that is not playing down these ecological and social problems that NGOs are referring to for a long time. We need a CAP that is not led by capital but by capable, global, honest and soustainable objectives. We need a CAP that is going to prepare our agriculture for the coming age without oil. We need a CAP pursuing the way of ecological agriculture. We don't need a technocratic CAP trusting in fictitious technologies. We have all the technologies for a responsible agriculture today (if we encourage the research for ecological agriculture, so much the better) - it just demands a soustainable social and political change (like turning away from the ideology of eternal growth)!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Which instruments do we need for the CAP of tomorrow?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;We need an independent committee of researchers and politicians that is going to transform the conclusions of the IAASTD Report (as an independent and global study) into a European policy of soustainable development.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:100%;" &gt;Mehr zum Thema Ernährung/Landwirtschaft:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Diskussionsplattform zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 &lt;a href="http://ec.europa.eu/agriculture/cap-post-2013/debate/form_de.htm"&gt;(mehr...)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Zusammenfassung des Weltagrarberichts 2009 (IAASTD) im Auftrag der UN und der Weltbank &lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/"&gt;(mehr...)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die FAO zur aktuellen Hungerkrise &lt;a href="http://www.fao.org/fileadmin/user_upload/newsroom/docs/Press%20release%20june-en"&gt;(mehr...)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die gemeinsame Kampagne des Weltladen-Dachverbands und Naturland für zukunftsfähige Welternährung: Öko + Fair ernährt mehr! &lt;a href="http://www.oekoplusfair.de/"&gt;(mehr...)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bildquellen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.unsertaeglichbrot.at/jart/projects/utb/website.jart?rel=de&amp;amp;reserve-mode=&amp;amp;content-id=1130864824949&amp;amp;img-pos=8&amp;amp;img-cap=1130864825305"&gt;www.unsertaeglichbrot.at&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.oekoplusfair.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=111:weltagrarbericht&amp;amp;catid=42:rokstories"&gt;www.oekoplusfair.de&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-223131520402426338?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/223131520402426338/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/06/die-zukunft-der-gemeinsamen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/223131520402426338'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/223131520402426338'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/06/die-zukunft-der-gemeinsamen.html' title='Die Zukunft  der Gemeinsamen Agrarpolitik'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/TAeIeyzAY_I/AAAAAAAAAQY/H-P56DpoRTI/s72-c/Unser+t%C3%A4glich+Brot.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6462376266466615440</id><published>2010-05-27T01:38:00.000-07:00</published><updated>2010-05-27T11:08:28.619-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tourismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Die WM in Südafrika - Chance zur nachhaltigen Entwicklung?</title><content type='html'>&lt;em&gt;von Simon Argus&lt;/em&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Einige Mitglieder des DFB haben ja bereits ihre Meinung darüber kundgetan, was sie von Südafrika als Austragungsort der Fußball-WM halten. "Zu gefährlich" oder "nicht unser Standard" waren die einschlägigen Kommentare. Auch von anderer Seite kommen skeptische Stimmen: Was ist eigentlich der Nutzen der WM für Südafrikas Entwicklung? Kostet das Turnier nicht viel zu viel für solch ein "armes" Land - und was bleibt, sobald die Spieler und Fans wieder abgereist sind? Nichts desto trotz wird das Turnier in wenigen Tagen beginnen. Und es gibt tatsächlich gute Gründe dafür, von einem nachhaltigen Nutzen auszugehen. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S_6nIjHMVWI/AAAAAAAADMA/E9DU0qmXPso/s1600/DSCF4668.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S_6nIjHMVWI/AAAAAAAADMA/E9DU0qmXPso/s400/DSCF4668.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475997962235303266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Noch größer als die olympischen Spiele - zumindest was Zuschauerzahlen und Medieninteresse angeht - das ist die Fifa-Fußball-WM. Nachdem die Deutschen der Welt vor vier Jahren zeigten, wie sowas gemacht wird, haben sich viele von ihnen seither gegenüber dem neuen Gastgeber Südafrika relativ unsportlich verhalten: Zeitweise kamen Vorschläge auf, die Sache doch einfach wieder selbst zu übernehmen - damit auch was draus wird. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Doch allen Unkenrufen zum trotz: Die Stadien sind fertig, die WM kann beginnen. Das deutsche Team wird sich davon überzeugen können, dass ihre "gewohnten Standards" erfüllt - und was das Wetter angeht wahrscheinlich auch locker übertroffen werden. Bleibt die Frage nach dem Nutzen: Ist es sinnvoll einem Schwellenland die Austragung eines solch gewaltigen Ereignisses anzutragen? Hier müssen sicherlich viele verschiedene Dimensionen betrachtet werden: Die wirtschaftliche, die politische, die gesellschaftliche - und möglicherweise noch eine Handvoll weiterer. Was man bereits mit Sicherheit sagen kann: Die Südafrikaner freuen sich auf die WM und sind stolz, sie auszutragen. In einem ethnisch sehr uneinheitlichen Vielvölkerstaat ist das einigende Moment dieser WM nicht zu unterschätzen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ein weiteres Positiv-Beispiel zeigt sich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Während es bislang in der Regel jedem Austragungsland selbst überlassen war, sich auf das große Fest vorzubereiten, hat sich nun zum ersten Mal ein institutionalisiertes Netzwerk gebildet: Zwischen dem letztmaligen Gastgeber Deutschland und Südafrika. Die Steuerung dieser Zusammenarbeit liegt beim Projekt "Partnerschaft mit Kick" des BMZ und seiner Durchführungsorganisationen DED, Inwent und GTZ. Und das geht so:  &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S_6n03GGs9I/AAAAAAAADMI/Tynu0kXj5pA/s1600/DSCF5441.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S_6n03GGs9I/AAAAAAAADMI/Tynu0kXj5pA/s400/DSCF5441.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475998723513693138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Neun südafrikanische Kommunen werden in diesem Jahr Gastgeber sein und müssen sich darauf vorbereiten. Dafür nehmen sie die Experten aus Deutschland in Anspruch, die selbst vor vier Jahren ihre Erfahrungen gesammelt haben. Es geht jedoch nicht nur um die Organisation während der Spiele selbst. Vielmehr müssen kommunale Strukturen, z.B. Nahverkehrssysteme, Katastrophenschutzpläne und vieles mehr von Grund auf neu etabliert werden - mitsamt dem nachhaltigen Nutzen, den das für die betroffenen Kommunen noch lange nach den Spielen haben wird.  &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zu den Themenfeldern gehören die operationale Planung, Verkehrsplanung und Sicherheit genauso wie die Entwicklung von Marketing- und Tourismuskonzepten, Themen des Umweltschutzes (beim Stadionbau, bei der Wasserver- und Müllentsorgung) und schließlich das in Deutschland erstmals im großen Rahmen entwickelte Public-Viewing. Letzteres hat in Südafrika besondere Bedeutung, kann sich doch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein Ticket für die Stadien leisten. Insgesamt wurden 70 deutsche Experten über das Programm des BMZ "Partnerschaft mit Kick" entsandt und über 150 Workshops oder Direktberatungen durchgeführt.  &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Insgesamt soll es sich um eine Partnerschaft "auf Augenhöhe" handeln, zum einen Weil der deutsche Feuerwehrmann den südafrikanischen Feuerwehrmann direkt berät, zum anderen, weil sich auch die deutschen Experten neue Erfahrungen von dem Austauschprogramm erwarten. Und die Partnerschaft soll auch der deutschen Öffentlichkeit etwas bringen: Im Rahmen der "entwicklungspolitischen Bildungsarbeit" wird die aktuelle Aufmerksam für Südafrika vom BMZ genutzt um auf zahlreichen Veranstaltungen Bewusstsein und Interesse der Deutschen für das Thema zu stärken. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie viel dieses Projekt tatsächlich bringt lässt sich freilich erst nach den Spielen klären. Interesse weckt es bereits in Brasilien - dort ist man für die WM 2014 an einer ähnlichen Partnerschaft interessiert. Dann dürfte auch Südafrika an Bord sein - diesmal als Experte für die Austragung von Weltmeisterschaften.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bilder: (oben) Stadionbau in Kapstadt vor 2 Jahren, (unten) Fußballspielende Mädchen und Jungs im Township Khayelitsha (eigene Bilder) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Netz: &lt;/span&gt;Die "&lt;a href="http://www.service-eine-welt.de/wm/wm-start.html"&gt;Servicestelle Kommunen in der Einen Welt&lt;/a&gt;" von InWEnt zur Partnerschaft mit Kick.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6462376266466615440?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6462376266466615440/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/05/die-wm-in-sudafrika-chance-zur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6462376266466615440'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6462376266466615440'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/05/die-wm-in-sudafrika-chance-zur.html' title='Die WM in Südafrika - Chance zur nachhaltigen Entwicklung?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S_6nIjHMVWI/AAAAAAAADMA/E9DU0qmXPso/s72-c/DSCF4668.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-1762150077212596351</id><published>2010-05-12T00:28:00.000-07:00</published><updated>2010-05-13T02:59:53.539-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><title type='text'>Olivo Barbieri - Die Welt als Schaukasten</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;em&gt;von Simon Argus&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S-soQRwH4jI/AAAAAAAADLs/eUS702-Cfv8/s1600/14rome.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 331px; height: 241px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S-soQRwH4jI/AAAAAAAADLs/eUS702-Cfv8/s400/14rome.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470510432479863346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;In einem Schaukasten wird die Welt im Kleinen nachgebaut - meist schön bunt, ein bisschen greller und besser als die Realität. Solche Schaukästen gibt es aber nicht nur in den Hobbykellern dieser Republik: Disneyland, Hollywood - und nicht zuletzt die aktuelle Weltausstellung in Shanghai sind vom Prinzip her ganz ähnliche Gebilde: Sie konstruieren eine Traumwelt. Das gleiche schafft der Foto-Künstler Olivo Barbieri mit seinen Fotos und Filmen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Tatsächlich handelt es sich um Luftaufnahmen, die Barbieri zum Beispiel über Rom oder Las Vegas aufgenommen hat - beides Städte die ganz eigene Traumwelten zu bieten haben: Die Ruinen des untergegangenen römischen Reiches in der einen, die Nachbildungen von Landmarken der ganzen Welt in der anderen Stadt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;object width="560" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/g-QI9znZ-yQ&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/g-QI9znZ-yQ&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Den Schaukasten-Effekt erreicht Barbieri dabei einzig durch den Einsatz  spezieller "tilt und shift"-Objektive, durch welche die Bildränder unscharf bleiben und eine ganz besondere Tiefe in den Bildern entsteht -  ganz so, als müsste man mit der Lupe näher herangehen, um genau zu  sehen, was alles geboten wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S-stacyz4kI/AAAAAAAADL0/Qxkz6SdoaMo/s1600/08la.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 348px; height: 257px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S-stacyz4kI/AAAAAAAADL0/Qxkz6SdoaMo/s400/08la.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470516104800756290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Diese überdimensionalen Traumwelten, diese Schaukästen zum Bewohnen, gibt es heute immer öfter - ihre Beliebtheit steigt. In Dubai etwa, oder in den Ferienanlagen rund um die Welt werden Scheinwelten aufgebaut - entweder mangels eigener Originale oder für das ständige Urlaubsgefühl. Doch wir müssen gar nicht so weit reisen - auch bei uns wird allzuhäufig die hässliche Realität hinter Modellen und Kulissen versteckt: Stadtkerne werden aufwendig wieder aufgebaut, von hässlichen Wahrheiten gesäubert, ganze Schlösser gar wie vor hundert Jahren nachempfunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von dieser Warte aus betrachtet, ist Olivo Bavieris Kunst die Entlarvung des Schaukastens in dem wir leben. Wir laufen darin herum, wie die kleinen Plastikfigürchen in unseren Hobbykellern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Der Künstler Olivo Barbieri ist Italiener und lebt in Mailand. Seine Fotos sind in verschiedenen Bänden erschienen, darunter: &lt;em&gt;Notsofareast (Rom, 2002), Virtual Truths (Mailand, 2001), Artificial Illuminations (Washington, D.C., 1998)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Internet: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&gt; &lt;a href="http://en.expo2010.cn/"&gt;Expo Shanghai&lt;/a&gt; - der größte Schaukasten der Welt zum Thema: Better City - Better Life.&lt;br /&gt;&gt; &lt;a href="http://www.centrepompidou.fr/Pompidou/Manifs.nsf/AllExpositions/0E4639A34A4B08C5C12576B8003A5F37?OpenDocument&amp;amp;sessionM=2.2.1&amp;amp;L=1"&gt;Dreamlands&lt;/a&gt; - Die aktuelle Ausstellung zum Thema Traumwelten im Centre Pompidou, Paris&lt;br /&gt;&gt; &lt;a href="http://www.metropolismag.com/story/20060116/model-world"&gt;Olivo Barbieri&lt;/a&gt; bei Metropolis Mag.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-1762150077212596351?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/1762150077212596351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/05/olivo-barbieri-die-welt-als-schaukasten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1762150077212596351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1762150077212596351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/05/olivo-barbieri-die-welt-als-schaukasten.html' title='Olivo Barbieri - Die Welt als Schaukasten'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S-soQRwH4jI/AAAAAAAADLs/eUS702-Cfv8/s72-c/14rome.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-5751618354894848851</id><published>2010-04-27T08:22:00.000-07:00</published><updated>2010-05-02T04:05:02.515-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verkehrsgeographie'/><title type='text'>Die Tram - Verkehrsmittel mit Zukunft?</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zusammengefasst von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Straßenbahn kommt. Weltweit hat sie derzeit wieder Konjunktur. Vor allem in Europa und Nordamerika werden bestehende Netze erweitet und stillgelegte Linien wiederbelebt. Manche Städte, in denen die Tram schon völlig aus dem Stadtbild verschwunden warm, führen die Straßenbahn wieder ein. Es ist das große Comeback eines Verkehrsmittels, dem man lange nicht mehr so viel zugetraut hätte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entwicklung der Straßenbahn begann in den 1830er Jahren, mit der Eröffnung der Pferdebahn in New York. Die erste elektrische Straßenbahn nahm 1881 in Lichterfelde bei Berlin den Betrieb auf. Ihren Höhepunkt hatte die Tram in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts - in über 3000 Städten in Europa, Amerika und Australien. Das sind 10 Mal mehr Städte als 1980, nachdem die Welle des Individualverkehrs und das Ideal der "autofreundlichen Stadt" ihre Spuren hinterlassen hatten. Inzwischen steigt die Zahl der Städte mit Tram wieder - es sind wieder rund 400 Städte weltweit, mit weiteren 100 Straßenbahnsystemen in Planung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S91bsji7AXI/AAAAAAAADKw/Dx81fXHZkYo/s1600/strab1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S91bsji7AXI/AAAAAAAADKw/Dx81fXHZkYo/s400/strab1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5466626343711736178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch hier in Mainz ist eine neue Linie in Planung. Doch mit einem Baubeginn ist frühestens in 4 Jahren zu rechnen - bis zur endgültigen Fertigstellung dürfte ein Jahrzehnt vergehen. Vorreiter bei neuen Straßenbahnprojekten ist ohnehin Frankreich: Zehn Städte haben seit 1985 die Straßenbahn wieder eingeführt. Weitere zehn Städte wollen bis 2012 nachziehen. Besonders auffällig ist der ästhetische Anspruch, der in Frankreich an die Tram gestellt wird: Sie ist einerseits Transportmittel, aber gleichzeitig auch Mittel zur Aufwertung von Innenstädten, mit großzügig angelegten Haltestationen und parkartig inszenierten Rasengleisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was sind neben der Ästhetik und dem angenehmen Fahrkomfort die handfesten Vorteile einer solch großen Investition?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive sind die Vorteile tatsächlich schwer erfassbar. Die Straßenbahn muss vielmehr aus einer städtebaulichen sowie umweltpolitischen Perspektive bewertet werden:&lt;br /&gt;Zunächst wäre da die hohe Energieeffizienz. Bei geringerem Rollwiderstand und der Effizienz eines Elektromotors braucht die Straßenbahn pro Person nur ein fünftel der Energie im Vergleich zum Auto. Dann gibt es einige Faktoren, die besonders in Städten eine Rolle spielen: Die Straßenbahn ist leiser als Auto- oder Busverkehr, besonders wenn sie auf sogenannten Rasengleisen verkehrt und sie braucht für die gleiche Transportleistung deutlich weniger Fläche als beispielsweise Busse. Auf 40 Metern länge transportiert die Tram so viele Passagiere wie 2 Gelenkbusse oder 145 Pkw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Straßenbahnen für die Passagiere attraktiv macht ist ihre Benutzerfreundlichkeit. Der Fahrkomfort, stufenloses einsteigen, die hohe Frequenz der Züge - all das führt zu einem "Straßenbahnbonus" der zu rund 25% mehr Fahrgästen auf der gleichen Route führt, wenn dort Busse durch Trams ersetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Frankreich wurde in den letzten Jahren versucht die Innenstädte wieder zu beleben. Fast alle Straßenbahnprojekte des Landes entstanden im Rahmen dieser Gesamtplanung. Und auch hierzulande müssen Straßenbahnen als Teil der Städteplanung wahrgenommen werden - Die Trams bringen Menschen aus den Vorstädten in die Zentren, der öffentliche Raum einer Stadt erfährt eine Aufwertung, wenn anstelle von Auto- und Busverkehr eine Straßenbahn durch die Geschäftsstraßen rattert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mainz hat nun die wahrscheinlich Jahre dauernde Diskussion um die neue Straßenbahn begonnen: Es wird sicherlich noch viel zu hören geben - zu explodierenden Kosten, verschiedenen Routenführungen und vielleicht auch mal zu den Chancen, die sich für die so angebundenen Stadtteile ergeben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;mehr zur neuen Mainzer Tram: &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://www.mvg-mainzelbahn.de/"&gt;www.mvg-mainzelbahn.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Foto: Tramlinie in Mainz (eigenes Foto)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Quelle: "Die moderne Tram in Europa", eine Wanderausstellung der Münchner Verkehrsbetriebe. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-5751618354894848851?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/5751618354894848851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/die-tram-verkehrsmittel-mit-zukunft.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5751618354894848851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/5751618354894848851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/die-tram-verkehrsmittel-mit-zukunft.html' title='Die Tram - Verkehrsmittel mit Zukunft?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S91bsji7AXI/AAAAAAAADKw/Dx81fXHZkYo/s72-c/strab1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-3439648433997883148</id><published>2010-04-20T05:20:00.000-07:00</published><updated>2011-02-01T06:21:11.464-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tourismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Welt'/><title type='text'>Tourismus trotz Terror? Veränderungen der Reisegewohnheiten in der arabischen Welt</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Seit dem 11. September 2001 hat sich die Wahrnehmung des mittleren Ostens für uns Europäer stark verändert. Die Region steht praktisch unter verschärfter Beobachtung - und dennoch bekommen wir kein klares Bild. Ist es sicher in Ägypten Urlaub zu machen? Für die ansässige Tourismus-Industrie bedeutet jeder Terroranschlag, der mit Islamismus in Verbindung gebracht wird, einen Rückgang westlicher Besucher. Die Besucherströme haben sich verändert - heute setzt man in der Region auf die eigenen Touristen&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S82ru0oAnUI/AAAAAAAADJs/eJsVGLfZY88/s1600/touri_jordan.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462210743959067970" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S82ru0oAnUI/AAAAAAAADJs/eJsVGLfZY88/s400/touri_jordan.jpg" style="float: left; height: 294px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 388px;" /&gt;&lt;/a&gt;Im letzten Monat traf ich auf dem Sinai eine deutsche Reisegruppe. In der Unterhaltung ging es um meinen Trip durch die Region. Als ich erklärte, auch noch bis Syrien zu fahren, warnten mich die Urlauber vor den allgegenwärtigen Gefahren in diesem "unheimlichen" Land. Auch in Jordanien zeigten sich die Mitglieder einer deutschen Reisegruppe erstaunt darüber, dass ich in diesem Land auch individuell - ohne den Schutz einer deutschen Reiseleitung - umher reisen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich ist eine einfache touristische Reise in diesen Ländern absolut ungefährlich - wahrscheinlich nicht riskanter als ein Trip nach Spanien oder Oberbayern. Neben der niedrigen Kriminalitätsrate gilt, dass Anschläge nur sehr selten und sehr punktuell erfolgen - die Wahrscheinlichkeit in solch ein Ereignis verwickelt zu werden ist also extrem gering.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein die Wahrnehmung der Länder - zum Beispiel dadurch, dass Syrien zur "Achse des Bösen" gezählt wurde, lässt deutsche und andere westliche Touristen zurückschrecken. Im ägyptischen Luxor wurde vor über einem Jahrzehnt ein Terroranschlag auf Touristen verübt - noch heute kämpft man dort gegen das daraus entstandene Image. In Madrid und London waren vor viel kürzerer Frist Terroranschläge und niemand denkt heute noch daran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese paradoxe Wahrnehmung schafft in der Tourismusbranche der Region große Probleme. Der Umgang mit dem Terrorismus von staatlicher Seite hilft da kaum weiter: Überall an touristischen Attraktionen in Ägypten stehen nun scheinbar schwer bewaffnete Polizisten - in Wahrheit kaum ausgebildete Männer, deren Maschinenpistolen noch nicht einmal geladen sind. Um vom Nil ans Rote Meer zu gelangen mussten Reisegruppen bis vor kurzem lange Konvois bilden, die sich gemeinsam mit bewaffneten Jeeps auf den Weg machten.  Auch diese Maßnahme ist weder vertrauensbildend noch schafft sie zusätzliche Sicherheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S82r0fO0boI/AAAAAAAADJ0/blDIVyN0FHU/s1600/touri_jordan2.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462210841295482498" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S82r0fO0boI/AAAAAAAADJ0/blDIVyN0FHU/s400/touri_jordan2.jpg" style="cursor: pointer; float: right; height: 292px; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 388px;" /&gt;&lt;/a&gt;Wie also gehen die örtlichen Tourismusanbieter mit dem Dauerrisiko neuer Anschläge um? Hier orientieren sich die Strategen an den unterschiedlichen Entwicklungen nach dem 11. September. Denn der angenommene Totaleinbruch im Tourismus der arabischen Welt fand nicht statt: Lediglich Staaten mit einseitiger Ausrichtung auf die europäischen Bade- und Erholungstouristen - wie etwa Marokko oder Tunesien - verloren drastisch. Andere Staaten konnten diese Verluste zumindest teilweise auffangen: durch arabische Touristen. Denn auch die Araber überlegen heute zweimal, ob sie eine Urlaubsreise in die Ferne - etwa Europa oder die USA antreten - oder ob sie zur Sommerfrische nicht lieber aus dem heißen Saudi Arabien an die vergleichsweise kühle ägyptische Mittelmeerküste fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sind Dubai und die Emirate heute sogar Gewinner des 11. Septembers: Araber, die sich in der westlichen Welt zunehmend unverstanden und diskriminiert fühlen, fahren heute lieber nach Dubai als nach Paris oder New York. Und so haben sich die arabischen Tourismusziele in ihrer Strategie angepasst: Das Ziel ist heute die Entwicklung eines starken, krisenfesten inner-arabischen Tourismus. Zur Sommerfrische nach Beirut oder zum Feiern nach Hurghada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 11. September und genauso der "Krieg gegen den Terror" führen also zu einer Verschiebung vom überregionalen zum interregionalen Tourismus. Je größer die Krise, desto eher bleiben die Touristen unter sich . Der, von den extremen Enden beider Seiten initiierte "Clash of Cultures" führt zu einer Verminderung der interkulturellen Kommunikation - Europäer bleiben in Europa - Araber in Arabien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das paradoxe an dieser Entwicklung wird mir deutlich, als ich in einem jordanischen Hotel den Fernseher anschalte: Der konservative amerikanische Fernsehkanal FOX läuft auch hier: Auf arabisch, mit arabischen Themen und amerikanischen Serien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Bilder: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(oben:) Sehr individuelle Touristen in Jordanien. (unten:) Tourist in einem Beduinenzelt in Wadi Rum, Jordanien&lt;/span&gt;. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Quelle: eigene Bilder&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mehr zum Thema im Netz: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Text zur Tourismusentwicklung in der arabischen Welt seit dem 11. September von zwei Dozenten der Uni Mainz gibt es hier:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.staff.uni-mainz.de/steinec/Publikationen/hamarneh-steiner_islamic-tourism2004.pdf"&gt;A. Hamarneh, C. Steiner: Islamic Tourism: Rethinking the Strategies of Tourism Development in the Arab World After September 11, 2001&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-3439648433997883148?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/3439648433997883148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/tourismus-trotz-terror-veranderungen-in.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3439648433997883148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3439648433997883148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/tourismus-trotz-terror-veranderungen-in.html' title='Tourismus trotz Terror? Veränderungen der Reisegewohnheiten in der arabischen Welt'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S82ru0oAnUI/AAAAAAAADJs/eJsVGLfZY88/s72-c/touri_jordan.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-540656289107266452</id><published>2010-04-15T05:11:00.000-07:00</published><updated>2010-04-18T10:17:10.413-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='physische Geographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Aschewolke im Anflug</title><content type='html'>von Simon Argus&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ist in der letzten Woche zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ausgebrochen. In der Folge breitet sich eine kilometerhohe Aschewolke aus, die entsprechend der herrschenden Winde in Richtung Osten und Süden treibt. Aschewolken stellen eine Gefahr für den Flugverkehr dar - und daher gibt es spezielle Institutionen, die weltweit Aschewolken beobachten und vermessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dieses weltweite Netzwerk nennt sich VAAC - "Volcanic Ashes Advisory Centre" und ist in Sektoren unterteilt. Wenn - wie im aktuellen Fall - in Island ein Vulkan ausbricht, ist das VAAC in London zuständig. Es gibt dann Warnungen heraus und informiert über die Laufbahn der Aschewolke. Die Crews werden über sogenannte NOTAMs (Notice to Airmen) informiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="385" width="500"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1A_3O8zLiEs&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/1A_3O8zLiEs&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="385" width="500"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Warum sind Aschewolken für den Flugverkehr so gefährlich? Zum einen liegt das an ihrer Ausdehnung. Bei normalem Nebel können Flugzeuge auf Nachbarflughäfen ausweichen, auf denen dann besseres Wetter - und bessere Sicht herrscht. Die aktuelle Aschewolke breitet sich allerdings über eine so große Fläche aus, dass ein Ausweichen unmöglich wird. Außerdem sind Aschewolken sehr hoch - im aktuellen Fall variiert ihre Höhe zwischen 6 und 11 Kilometern. Flugzeuge fliegen kaum höher als diese Wolke und können sie daher auch nicht überfliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Aber nicht nur die Einschränkung der Sicht stellt eine Gefahr dar. Auch die Zusammensetzung der Wolke kann für den Flugverkehr gefährlich sein: Die Aschepartikel variieren stark in ihrer Größe und können Schäden an den Triebwerken der Jets verursachen. Am 24. Juni 1982 hat ein Jumbo Jet der British Airways diese Erfahrung gemacht: Auf dem Weg von Indonesien nach Australien geriet die Maschine in die Aschewolke des Vulkans Galunggung. Daraufhin fielen alle vier Triebwerke aus. Mit viel Glück konnte die Besatzung die Triebwerke wieder starten, nachdem die Maschine unter die Aschewolke gesegelt war und erreichte Jakarte für eine erfolgreiche Notlandung. Das Flugzeug war aber stark beschädigt: die Aschepartikel hatten das Flugzeug sandgestrahlt. In den Triebwerken selbst waren die metallhaltigen Partikel geschmolzen und hatten Klumpen gebildet und die Maschinen so blockiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Aufgabe der VAAC-Überwachungsstationen besteht also darin, Aschewolken zu erkennen und über Satellitenbilder zu verfolgen. Das Problem besteht hierbei in der Unterscheidung von normalen Wasserdampf-Wolken und den Aschewolken. Im normalen Spektrum und im Infrarotbereich sehen beide Wolkentypen weitgehend gleich aus. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S8cbPHEUWQI/AAAAAAAADJk/KorxMeNaUjI/s1600/aschewolke1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 383px; height: 271px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S8cbPHEUWQI/AAAAAAAADJk/KorxMeNaUjI/s400/aschewolke1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460363019619162370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Silikat-Partikel in der Aschewolke sind zudem viel kleiner als Wasserpartikel, auf die gewöhnliche Wetterradars ausgerichtet sind. Erst die Meteosat-Satelliten der zweiten Generation können die Eigenschaften der Strahlungsabsorption von Silikaten in der Vulkanasche erkennen und die Wolken so unterscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Noch ist unbekannt wie hoch die Aschekonzentration in der Wolke über Nordeuropa überhaupt ist und ob sie eine ernsthafte Gefahr für den Luftverkehr darstellt. Im schlimmsten Fall könnte die Wolke den Luftverkehr wohl für mehrere Tage beeinträchtigen. Das ist zu verschmerzen, wenn man überlegt, dass es solche Aschewolken waren, die im Laufe der Erdgeschichte zu Eiszeiten und dem Aussterben ganzer Arten geführt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Mehr zum Thema im Netz:&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das britische met-office informiert über die aktuelle Lage und wie das System der VAAC funktioniert (&lt;a href="http://www.metoffice.gov.uk/aviation/vaac/"&gt;mehr...)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das Smithsonian Institute hat eine eigene Seite zu Vulkanismus und auch eine kleine Visitenkarte des aktuell aktiven Eyjafjallajökull (&lt;a href="http://www.volcano.si.edu/world/volcano.cfm?vnum=1702-02="&gt;mehr...)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Quellen: metoffice.gov.uk, Bildquelle: metoffice http://www.metoffice.gov.uk/aviation/vaac/vaacuk_vag.html &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-540656289107266452?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/540656289107266452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/aschewolke-im-anflug.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/540656289107266452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/540656289107266452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/aschewolke-im-anflug.html' title='Aschewolke im Anflug'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S8cbPHEUWQI/AAAAAAAADJk/KorxMeNaUjI/s72-c/aschewolke1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4895928867552566131</id><published>2010-04-02T05:02:00.000-07:00</published><updated>2010-04-14T07:55:47.595-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><title type='text'>Neues in Kürze - und Willkommen zurück!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nach über einem Monat Sendepause ist die Geozentrale wieder da. Nach einem verspäteten Winterschlaf reibt sie sich noch etwas die Augen, um den Blick auf interessante Themen zu schärfen. Die Unterbrechung war einer verlängerten Exkursion nach Ägypten, Jordanien und Syrien geschuldet - und zu diesen und anderen Themen wird sich die Geozentrale bald wieder zu Wort melden. So lange schonmal ein paar Links und nachtragendes zu den vergangenen Wochen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;1. World Urban Forum&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Rio ist das 5. World-Urban Forum der UN-Habitat zuende gegangen. Diese Institution ist das Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen und beschäftigt sich mit der Wohnungs-Versorgung und Wohnsituation, hauptsächlich in Entwicklungsländern. "Bridging the Urban Divide" war das Thema der diesjährigen Veranstaltung, dabei ging es um die Förderung von Public-Private-Partnerships im Bereich der Stadtentwicklung, sowie die Erfüllung der Milliennium-Development-Goals. Zahlreiche Publikationen zum Thema Stadtentwicklung gibt es auf der Homepage von UN-Habitat - oft auch kostenlos zum Download (&lt;a href="http://www.unhabitat.org/pmss/"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im folgenden Video noch einige Gedanken, die sich die Weltbank zum Thema Verstädterung macht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="580" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nTAlOxqKYNo&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/nTAlOxqKYNo&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="580" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;2. Nahrungsmittelkrise und Landkäufe in Afrika&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Guardian berichtet über Landkäufe in Afrika, die die einheimische Bevölkerung verdrängen und ihr zunehmend die Lebensgrundlage entziehen. Dieses Land wird von anderen Staaten, wie beispielsweise Saudi Arabien aufgekauft, um darauf für den heimischen Markt Lebensmittel zu produzieren. Ausgelöst wurde diese Entwicklung, die inzwischen etwa 20 afrikanische Staaten und eine Fläche, doppelt so groß wie die von Großbritannien betrifft, durch die Nahrungsmittelkrise 2008. In den betroffenen Gebieten haben sich schwere Unruhen ereignet, die sich gegen die involvierten Unternehmen und Regierungen richten (&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/environment/2010/mar/07/food-water-africa-land-grab"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;3. Kostenlose Karten fürs GPS-Gerät&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für dein Garmin-GPS-Gerät gibt es nicht nur die teuren Karten aus dem Laden: Über Openstreetmap.org kann man sich inzwischen auch Kartenmaterial der ganzen Welt kostenlos auf das GPS ziehen. Die Straßenkarten sind Routing-fähig und für viele Gebiete gibt es auch Karten mit detailliertem Höhenmodell. Die Handhabung ist einfach und wird auf den angeschlossenen Wiki-Seiten ausführlich erklärt. (&lt;a href="http://wiki.openstreetmap.org/wiki/OSM_Map_On_Garmin/Download"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4895928867552566131?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4895928867552566131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/neues-in-kurze-und-willkommen-zuruck.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4895928867552566131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4895928867552566131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/04/neues-in-kurze-und-willkommen-zuruck.html' title='Neues in Kürze - und Willkommen zurück!'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2499687681681006361</id><published>2010-02-20T20:30:00.000-08:00</published><updated>2010-06-27T09:18:38.938-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Privateigentum Wasser - Nestlé Waters und die Nachhaltigkeit</title><content type='html'>&lt;span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Luisa von Goertzke&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Kaum ein Nahrungsmittel ist so wichtig und zugleich so profitabel wie Wasser. Der fortschreitenden Privatisierung und Monopolisierung von Quellen und anderen Wasservorkommen durch Nahrungsmittelkonzerne hat ein Großteil der Betroffenen dabei nur wenig entgegenzusetzen. Nestlé Waters schreitet als Branchenführer mit großen Schritten voran, Umweltschäden und Abhängigkeit weiter Bevölkerungsschichten, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern, sind die Folge. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S4AmJYQsznI/AAAAAAAADHc/BY8Wo0q3Y0w/s1600-h/water1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 239px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S4AmJYQsznI/AAAAAAAADHc/BY8Wo0q3Y0w/s400/water1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5440390292436733554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Internetauftritt von Nestlé Waters wirkt seiner Rolle als Trinkwasserversorger angemessen, offen bekennt sich das Unternehmen zum sorgsamen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser. Das entspricht dem Konzept der Nachhaltigkeit, das die langfristig schonende Nutzung wirtschaftlicher Ressourcen aus ökologischer, sozialer und auch ökonomischer Sicht vorsieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles klar also im Märchenland Nestlé Waters? Nicht so ganz. Ein genauerer Blick auf die Unternehmenstätigkeit ergibt ein ganz anderes Bild, weit weniger altruistisch und sehr viel profitorientierter. Denn dass der Konzern um den Wert seines Rohstoffes weiß, offenbart sich viel direkter als es die Marketingstrategen mit ihren Formulierungen für die Homepage wohl vorsahen. Nestlé Waters ist Branchenführer im Markt der Flaschenwasser-Hersteller, und dieser Markt ist riesig. Allein im Jahr 2005 wurden weltweit rund 164 Mrd. Liter Wasser in Flaschen abgefüllt und verkauft. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Absatz der Hersteller fast verdoppelt - dabei sind die Margen hoch, da sich die Kosten der Herstellung naturgegeben in Grenzen halten. Da wird aus dem Element schnell ein lukratives Produkt. Der  Zugang zu Wasser wird zur erfolgskritischen Variable im Herstellungsprozess.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Bemühen, sich künftige Ressourcenzugänge zu sichern überschreitet Nestlé Waters immer wieder die Regeln des guten Anstandes, verrät seine selbstauferlegte Ausrichtung an nachhaltigem Wirtschaften und verstößt nicht zuletzt gegen geltendes Recht. Fast höhnisch wirkt da der Verweis des Unternehmens auf das Wissen um die Knappheit der Ressource, deren Ungleichverteilung in der Welt und die Tatsache, dass es in Zukunft kaum für alle reichen wird.&lt;br /&gt;Nutzungsrechte an Wasservorkommen zu Spottpreisen zu erwerben, die lokale Bevölkerung vom direkten Bezug der Ressource auszuschließen um ihnen dann dasselbe Wasser in Flaschen abgefüllt teuer zu verkaufen ist unredlich. Das Ganze mit Vertragslaufzeiten von bis zu 100 Jahren abzusichern muss angesichts der Annahme, dass bereits 2025 bis zu drei Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden werden, fast schon als zynisch betrachtet werden. Die Angabe stammt aus dem Informationskatalog, den das Unternehmen veröffentlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die unverantwortliche Übernutzung der Wasserreservoirs sorgt dafür, dass die Brunnen der Umgebung trocken fallen, Flussläufe und Seenpegel unwiederbringlich geändert werden. Grund ist häufig die Tatsache, dass sich das Unternehmen nicht mit der Menge Wasser zufrieden gibt, die die Quelle auf natürliche Weise fördert. Darum wird das Wasser zusätzlich aus der Quelle herausgepumpt. Die Schäden sind gravierend und zumeist unumkehrbar. Am Lake Michigan beispielsweise erwarb der Konzern für 75 US-Dollar das Recht jährlich Hunderte Millionen Liter Seewasser abzupumpen und verkaufte es als "Ice Mountain Water". Der Lake Michigan gehört zu einem der größten Wasserreservoirs in der Welt, nur ca. 1% erneuert sich auf natürliche Art und Weise.  Ein Absenken des Grundwasserspiegels, Dürren und irreparable Schäden an Umwelt und Bevölkerung wurden nachgewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S4AmQk-zXZI/AAAAAAAADHk/VDBwJvd1pBo/s1600-h/water2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 342px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S4AmQk-zXZI/AAAAAAAADHk/VDBwJvd1pBo/s400/water2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5440390416110411154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nestlé Waters wies eine Schuld jedoch entschieden von sich, es gebe "keine wissenschaftlichen Beweise" für Schäden, die Quelle befände sich in Privatbesitz, und überhaupt sei das Wasser in Flaschen abgefüllt nicht mehr länger eine Ressource, sondern ein Produkt. Erst organisierter Widerstand der lokalen Bevölkerung, ein internationales Bündnis aus Bürgerinitiativen, Umwelt- und Wasserschutzverbänden sowie mehrere gerichtliche Entscheide zwangen das Unternehmen in der Folge zu einer Einschränkung der Abfüllmenge. Ähnliche „Water wars“ spielten sich in Maine und Nord-Kalifornien ab und gipfelten in langjährigen Gerichtsverfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es lassen sich eine Vielzahl vergleichbarer Fälle aufzählen, in den USA, in Brasilien und Pakistan, sogar in der Schweiz, der Heimat des Mutterkonzerns. Und das sind lediglich gut dokumentierte Vorgänge in entwickelten Staaten. Man traut sich kaum auszumahlen, welche Praktiken sich das Unternehmen in weniger gut beobachteten Gegenden leistet oder gegenüber Gemeinschaften, die sich aufgrund fehlender Vernetzung, mangelhafter Infrastruktur oder Bildung als nur eingeschränkt wehrhaft erweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch langsam findet ein Umdenken beim Verbraucher statt, im Jahre 2008 verzeichnete Nestlé Waters erstmals rückläufige Wachstumsraten für das Gesamtgeschäft, mehrfach erhielt der Konzern in jüngster Vergangenheit Negativ-Auszeichnungen anlässlich seines fragwürdigen Geschäftsgebarens. Wenn Wort und Tat zu stark voneinander abweichen, wird im Zweifel beides abgelehnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Autorin:&lt;/span&gt; Luisa von Goertzke studiert an der Universität in Mainz Betriebswirtschaftslehre und Publizistik. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2499687681681006361?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2499687681681006361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/02/privateigentum-wasser-nestle-waters-und.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2499687681681006361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2499687681681006361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/02/privateigentum-wasser-nestle-waters-und.html' title='Privateigentum Wasser - Nestlé Waters und die Nachhaltigkeit'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S4AmJYQsznI/AAAAAAAADHc/BY8Wo0q3Y0w/s72-c/water1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4799855664728225055</id><published>2010-02-12T04:15:00.000-08:00</published><updated>2010-02-12T04:30:15.264-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='nordamerikanische Stadt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><title type='text'>Kevin Lynch: "The Image of the City"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Wahrnehmungsgeographie untersucht, wie Menschen geographische Räume wahrnehmen. Kevin Lynch war ein Vordenker dieser Gattung einer subjektiven Geographie, indem er die sogenannte Mental Map erfand, die heute in vielen Wissenschaftsdisziplinen Anwendung findet. Hier ein Video zu seinem bekanntesten Werk: "The Image of the City".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="550"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sk-WMx5GPr8&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/sk-WMx5GPr8&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="344" width="550"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kevin Lynch, ein Architekt und Stadtplaner, begann Mitte der 1950er Jahre am Massachusetts Institute of Technology (MIT) das Wahrnehmungsverhalten von Stadtbewohnern zu untersuchen, weil er Zusammenhänge zwischen der menschlichen Wahrnehmung und der Art und Qualität von Architektur vermutete. Er fand durch empirische Studien heraus, dass Menschen von ihrer Umwelt eine Art geistiges Abbild anfertigen, das auch als Kognitive Karte oder Mental Map bezeichnet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Link:&lt;/span&gt; Mehr zu Kevin Lynch und dem Bild der Stadt auf einer Seite der HU-Berlin. (&lt;a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/id=774&amp;amp;type=diskussionen"&gt;mehr...&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4799855664728225055?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4799855664728225055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/02/kevin-lynch-image-of-city.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4799855664728225055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4799855664728225055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/02/kevin-lynch-image-of-city.html' title='Kevin Lynch: &quot;The Image of the City&quot;'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6797456590301203689</id><published>2010-02-08T00:36:00.000-08:00</published><updated>2010-02-08T00:48:19.078-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tourismus'/><title type='text'>Individualtourismus auf Kuba - alles ein bisschen anders!</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Eva Jünemann&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OJHqbXkI/AAAAAAAADGo/AXzEmJErfs4/s1600-h/cuba.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 372px; height: 181px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OJHqbXkI/AAAAAAAADGo/AXzEmJErfs4/s400/cuba.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5435789931330625090" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Karibik, Rum, Zigarren, Salsa, Strände, koloniale Städte, schöne Menschen und Fidel Castro….. Kuba hat viel zu bieten und noch ist das Land für den Individualreisenden überschaubar, denn wegen des Handelsembargos&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; ist es US-Bürgern verboten nach Kuba zu reisen. Die große Mehrheit der internationalen Touristen steigt in einer der zahlreichen Clubanlagen ab, doch wer sich entscheidet das Land auf eigene Faust zu entdecken stellt sich einigen Herausforderungen. Der Tourismus ist wie fast alles in staatlicher Hand und bis man durch&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;blickt wie es funktioniert und was für ein Sinn dahinter steht dauert es ein bisschen, denn auf Kuba läuft alles ein bisschen anders&lt;/span&gt;…&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Geld&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf Kuba gibt es zwei Währungen. Die Pesos Cubanos für staatlich subventionierte Waren und die Pesos Convertibles (wurde ursprünglich als einheimische Alternative zum US-Dollar eingeführt) für den Tourismus und „Luxusgüter“. Die Pesos Cubanos sind für Kubaner gedacht und die Pesos Convertibles für die Ausländer. Bis man verstanden hat, wo und wie man billig mit den Pesos Cubanos einkaufen gehen kann, dauert es eine Weile. In der Regel wird es nicht gerne gesehen, wenn Ausländer Geld in Pesos Cubanos tauschen und die subventionierten Waren kaufen, denn von den Touristen wird erwartet, dass man „von dem vielen Geld das man hat“ auch möglichst viel in Kuba lässt. Dennoch lohnt sich der Durchblick, denn die Preisunterschiede sind enorm.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OScjTAtI/AAAAAAAADGw/jAcSPjhC_6I/s1600-h/Pesos+convertibles.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 304px; height: 144px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OScjTAtI/AAAAAAAADGw/jAcSPjhC_6I/s400/Pesos+convertibles.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5435790091556684498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Für Touristen kostet eine Flasche Rum momentan 3,00 €, ein Bier 1,20 €, ein Frühstück 3,00 €, ein Abendessen 6,00 €, eine Übernachtung 20,00€. Die Kubaner kaufen allerdings eine Flasche Rum für 0,60 € ,  eine Pizza für € 0,15 , eine Zigarre für 0,03 €, einen frischgepressten Orangensaft für 0,06 €,  und ein großes Abendessen im Restaurant für 1,50 €.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Unterkunft&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Kuba gibt es keine Hostels. Die einzige billige Alternative zu den Hotels sind die Privatunterkünfte bei Kubanern, die sogenannten casas particulares. Diese Art von Unterkunft ist sauber und komfortabel und das angebotene Essen ist besser als in den staatlichen Restaurants, doch das Beste daran ist, dass man in Kontakt mit der kubanischen Bevölkerung kommt.&lt;br /&gt;Man erkennt die Häuser, in denen eine Übernachtung möglich ist an einem Symbol (siehe Abb.), das gut sichtbar an den Türen, Hauswänden etc. angebracht ist. Auch hierbei wird zwischen Kubanern und Ausländern unterschieden: Häuser mit einem roten Symbol sind für die wenigen kubanischen Touristen gedacht und mit blauen Symbol für die Ausländer.&lt;br /&gt;Ein Vermieter, der Zimmer auf Devisenbasis anbietet, muss eine staatliche Lizenz besitzen und monatlich hohe Abgaben leisten. Die Beherbergung von Touristen (auch wenn es Freunde sind!) in einem nicht lizenzierten Haus ist illegal und wird hart bestraft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OfJvuG5I/AAAAAAAADG4/N8lBJTsuOhg/s1600-h/casa_kubaner.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 252px; height: 177px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OfJvuG5I/AAAAAAAADG4/N8lBJTsuOhg/s400/casa_kubaner.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5435790309846817682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Transport&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den nationalen Personenverkehr wird ebenfalls in Leistungen für Touristen und Leistungen für Kubaner unterschieden. Während die Ausländer mit klimatisierten Bussen der staatlichen Firma Viazul durch die Gegen kutschiert werden, fahren die Kubaner für 1/10 des Fahrpreises in Bussen des staatlichen Busunternehmens Astro durch das Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jineteros&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder der einmal auf Kuba war kennt sie: „My friend, where are you from?“ Jineteros (auf englisch mit hustler übersetzt) sind nette Männer und Frauen, die einen auf der Straße ansprechen und die Stadt zeigen möchten, Zigarren verkaufen, oder dir helfen wollen eine Unterkunft zu finden. Diese Kubaner wollen sich auf diesem Weg etwas dazu verdienen, denn das durchschnittliche Monatsgehalt von 10 US Dollar reicht nicht aus. Die Touristen bringen viel Geld mit und wenn man sich schlau und freundlich anstellt kann man als Jinetero monatlich mehr Geld verdienen als ein Arzt. Die Jineteros sind nervig, denn sie begegnen einem überall, aber auf der anderen Seite wird man sie auch schnell wieder los und sie bleiben immer freundlich und respektvoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Kuba zu reisen ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern nicht einfach und nicht billig, aber es ist die Reise in jedem Fall wert! Mit Offenheit, Flexibilität und dem nötigen Humor kann man eine wunderschöne Zeit in diesem Land verbringen: Kuba ist sicher, Kuba ist wunderschön und die Kubaner sind sehr freundliche, gebildete und kommunikative Menschen - Kuba ist eine Reise wert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Link:&lt;/span&gt; Hier gehts zur Cuba-Abteilung des &lt;a href="http://www.lonelyplanet.com/thorntree/forum.jspa?forumID=14"&gt;Thorntree-Forums &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6797456590301203689?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6797456590301203689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/02/individualtourismus-auf-kuba-alles-ein.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6797456590301203689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6797456590301203689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/02/individualtourismus-auf-kuba-alles-ein.html' title='Individualtourismus auf Kuba - alles ein bisschen anders!'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2_OJHqbXkI/AAAAAAAADGo/AXzEmJErfs4/s72-c/cuba.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-3332373641767714284</id><published>2010-01-31T04:37:00.000-08:00</published><updated>2010-10-08T05:37:43.616-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agrar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bevölkerungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='knappe Ressourcen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='physische Geographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhaltigkeit'/><title type='text'>Zukunftsfähige Welternährung vor dem Hintergrund des Globalen Wandels</title><content type='html'>von Steffen Hirth&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-weight: bold;"&gt;Der Anstieg der Weltbevölkerung und der vom Menschen verursachte globale Wandel gefährden vor allem die Lebensgrundlage künftiger Generationen und die Ernährungssicherung der Bevölkerung des globalen Südens. Mit der Verbindung von ökologischer Landwirtschaft und fairem Handel durch die Kampagne "Öko+Fair ernährt mehr" könnte man dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung jedoch einen Schritt näher rücken.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eines der größten Anliegen der Entwicklungszusammenarbeit ist seit langem die Ernährungssicherheit. In extremer Weise demonstriert die Bebenkatastrophe in Haiti die Schwierigkeiten bei der Versorgung der Bevölkerung eines wenig entwickelten Staates - jedoch abgesehen von solchen außergewöhnlichen Ereignissen, liegt die Verantwortung für  die  häufig unzureichende Ernährung in strukturschwachen Ländern bei der von den Menschen verursachten extremen Ungleichverteilung von Mitteln und Technologien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wachstum der Weltbevölkerung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fzgcAUruI/AAAAAAAADGQ/cR9OzOhULIE/s1600-h/EntwErdbevoelkerung.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 338px; height: 290px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fzgcAUruI/AAAAAAAADGQ/cR9OzOhULIE/s400/EntwErdbevoelkerung.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433579214044704482" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Seit Beginn kultureller Entwicklung zielt menschliches Handeln auf die Verbesserung der Lebensumstände ab. Natürliche Ressourcen wurden unter Einsatz immer aufwendigerer Technologien genutzt, was mit steigendem Energieeinsatz einher ging (Mauser 2007: 966).&lt;br /&gt;Die erfolgreiche Suche nach "Fortschritt" spiegelt sich in der Bevölkerungsentwicklung wieder. Nach einem extrem langsamen Anstieg bis etwa 3000 v. Chr. folgt ein nicht wesentlich schnellerer Anstieg durch die Verbreitung der Landwirtschaft. Erst mit Einsetzen der Industriellen Revolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts beginnt ein sehr viel stärkeres Anwachsen der Bevölkerung von der ersten Milliarde um 1800 bis zu den 6,8 Milliarden Menschen, die heute auf der Erde leben und wirtschaften (siehe &lt;a href="http://www.dsw-online.de/"&gt;Deutsche Stiftung Weltbevölkerung&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Globaler Wandel drängt zum Handeln&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der globale Energiebedarf der Menschheit heute eine Million mal höher ist, als vor 10000 Jahren, dann kann man nicht davon ausgehen, dass menschliche Aktivitäten ohne Folge für das Erdsystem bleiben. Es verdichten sich die Indizien für die Annäherung an die Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit der Erde, so dass weiteres Handeln wie bisher zu absehbaren Schäden des Lebenserhaltungssystems führen wird (IPCC 2001, zit. nach Mauser 2007: 967).&lt;br /&gt;Als die sechs drängendsten Umweltprobleme gelten Klimawandel, globale Umweltwirkungen von Chemikalien, Gefährdung der Weltmeere, Verlust von Biodiversität, Entwaldung, Bodendegradation und Süßwasserverknappung bzw. - verschmutzung. Diese Veränderungen, ausgelöst durch das Wechselspiel zwischen den Aktivitäten der Menschen und den Prozessen in der natürlichen Umwelt, fallen unter den Begriff des Globalen Wandels.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fzcBzcJPI/AAAAAAAADGI/espE_YNQqeI/s1600-h/DOMCALENDARIO_FOTO_12.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 372px; height: 248px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fzcBzcJPI/AAAAAAAADGI/espE_YNQqeI/s400/DOMCALENDARIO_FOTO_12.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433579138291868914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch vor dem Erdbeben war die Bevölkerung Haitis in großer Not. Zwar war es 1492 Christoph Kolumbus, der der Karibik-Insel Hispaniola, auf der Haiti liegt, eine "Natur so unermesslich üppig, so grün, so unberührt" zuschrieb. Jedoch ist davon heute - aufgrund von Entwaldung (nur noch 3 % der Fläche Haitis ist bewaldet) und dem Verlust von fruchtbarem Boden durch Erosion - nicht mehr viel übrig. Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass 80 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben (Quelle: BMZ auf &lt;a href="http://www.desertifikation.de/bmz-cd013/BIN/DOMINIKANISCHE_REPUBLIK_HAITI_U.HTM"&gt;desertifikation.de&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen sind nur zu sichern, wenn die Menschheit sich den Problemen des globalen Wandels stellt. Ziel jeder Politik muss deshalb die nachhaltige gemeinsame Entwicklung der gesellschaftlichen und ökologischen Systeme der Erde sein (Mauser 2007: 967).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kampagne zur Ernährungssicherung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Aufmerksamkeit für dieses Ziel zu erwecken, richtet die Kampagne "&lt;a href="http://www.oekoplusfair.de/"&gt;Öko+Fair ernährt mehr!&lt;/a&gt;", eine Kooperation des Weltladen-Dachverbands und Naturland, einen Appell an die zuständigen Fachminister, Ilse Aigner (Landwirtschaft) und Dirk Niebel (Entwicklung). Gefordert wird darin die Unterstützung kleinbäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft in Ländern des Südens, sowie die Abschaffung von Agrarexportsubventionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintergrund der Kampagne ist folgender: Wie auch aus dem aktuellen &lt;a href="http://www.weltagrarbericht.de/"&gt;Weltagrarbericht &lt;/a&gt;hervorgeht, hungern derzeit etwa 1 Milliarde Menschen. Davon leben zwei Drittel auf dem Land - ausgerechnet dort, wo Lebensmittel produziert werden. Zunehmend erschwert wird die Ernährungssicherung durch Bodendegradation und Naturkatastrophen, die infolge des Klimawandels häufiger auftreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso wie die Ursachen dieser Probleme anthropogen sind, liegt auch ihre Lösung in der Hand der Menschen. Eine zum Auftakt der Kampagne durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft einen bedeutenden Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ökologische Landwirtschaft...&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fz0sd4aJI/AAAAAAAADGY/00a2EH7bUbw/s1600-h/Oeko%2BFair.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 108px; height: 164px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fz0sd4aJI/AAAAAAAADGY/00a2EH7bUbw/s400/Oeko%2BFair.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433579562061031570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den Umstieg auf ökologischen Anbau kann sich die Bodenfruchtbarkeit erhöhen (Aufbau einer Humusschicht, Gründüngung, Mischkulturanbau, bessere Wasseraufnahme und Speicherkapazität). Des weiteren fallen keine Kosten für Mineraldünger, Pestizide oder externes Saatgut mehr an, so dass erstens die Verschuldung der Kleinbauern verhindert und zweitens der Verursachung von Umweltschäden vorgebeugt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft ist der ökologische Landbau somit in der Lage landwirtschaftliche Erträge langfristig zu sichern. Dies ist besonders wichtig zumal schon etwa ein Viertel der Landfläche von Desertifikationserscheinungen betroffen oder bedroht ist (Baumhauer 2007: 983).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;...und fairer Handel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Landes setzt zudem soziale Sicherungssysteme voraus. Zunächst einmal liegt es bei den reichen Ländern ihre Agrarexportsubventionen einzustellen, da sie mit künstlichen Niedrigpreisen lokalen Kleinbauern den Verkauf ihrer Produkte erschweren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die Politik seit Jahrzehnten zögert, können die Konsumenten in den Ländern des Nordens schon jetzt durch den Kauf fair gehandelter Produkte den Kleinbauern im Süden eine verlässliche Einkommensquelle bieten. Die Sicherung sozialer Rechte, Selbstorganisation und Mitbestimmung ermöglichen bei gegenseitiger finanzieller Unterstützung auch in Krisenzeiten die Sicherung der Ernährung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Verbund von ökologischem Anbau und Fairem Handel macht die Kampagne auf eine der wichtigen Aufgaben im 21. Jahrhundert aufmerksam. Bei einem weiteren Anstieg der Bevölkerung auf vermutlich 9 Milliarden im Jahr 2050 können die unter dem Globalen Wandel gehandelten, anthropogenen Umweltprobleme nur gemildert werden, wenn durch ökologische Landwirtschaft das Lebenserhaltungssystem der Erde erhalten bleibt und eine weitere Verbesserung der Lebensumstände auch den globalen Süden einschließt, wozu Fairer Handel beiträgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Menschen in Haiti bleibt nur zu hoffen, dass die derzeitige Katastrophenhilfe auch im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Landes wirksam wird. Gerade dort ist es wichtig, über einzelne Katastrophenfälle hinaus in die Zukunft zu blicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um sofort zu Handeln sei empfohlen den Appell auf &lt;a href="http://www.oekoplusfair.de/"&gt;oekoplusfair.de&lt;/a&gt; zu unterzeichnen und damit ein klares Statement an die Politik zu senden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Literatur:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Baumhauer, R. (2007): Desertifikation und Klimawandel. In: Gebhardt, H., Glaser, R., Radtke, U., Reuber, P. (Hrsg.): Geographie. München: 983-987.&lt;/span&gt;  &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mauser, W. (2007): Globaler Wandel und Grenzen des Wachstums. In: Gebhardt, H., Glaser, R., Radtke, U., Reuber, P. (Hrsg.): Geographie. München: 966-975.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-3332373641767714284?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/3332373641767714284/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/zukunftsfahige-welternahrung-vor-dem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3332373641767714284'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/3332373641767714284'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/zukunftsfahige-welternahrung-vor-dem.html' title='Zukunftsfähige Welternährung vor dem Hintergrund des Globalen Wandels'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S2fzgcAUruI/AAAAAAAADGQ/cR9OzOhULIE/s72-c/EntwErdbevoelkerung.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6384187164605216522</id><published>2010-01-25T05:08:00.001-08:00</published><updated>2010-01-25T16:44:29.504-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><title type='text'>Wie kommt die Kulturhauptstadt an die Ruhr?</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12bB0a8GuI/AAAAAAAADE4/YvpLqfkrUJg/s1600-h/Stadtentwicklung+copy.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 113px; height: 115px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12bB0a8GuI/AAAAAAAADE4/YvpLqfkrUJg/s200/Stadtentwicklung+copy.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430667181232495330" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt 2010. Dieses Großereignis ist Teil des Versuchs einer Wiederbelebung dieser größten städtischen Agglomeration Deutschlands. Noch sieht es in vielen Städten an Ruhr und Emscher trostlos aus – doch an Visionen und Plänen fehlt es nicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12aG5WNyCI/AAAAAAAADEY/frzN3aOXQzA/s1600-h/611px-RUHR.2010-Kulturhauptstadt-Europas.svg.png"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 94px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12aG5WNyCI/AAAAAAAADEY/frzN3aOXQzA/s200/611px-RUHR.2010-Kulturhauptstadt-Europas.svg.png" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430666168942577698" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Reichtum des Ruhrgebiets liegt unter der Erde. So tief, dass es inzwischen nicht mehr lohnt, danach zu graben. Als Zeugen der vergangenen Blütezeit stehen noch heute riesige Industriekomplexe an der Oberfläche. Wie zum Beispiel die Essener Zeche Zollverein. Kumpels gehen hier lange nicht mehr ein und aus: Die Zeche ist heute das „Ruhrmuseum“ – frisch eröffnet zum Jahr der Kulturhauptstadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute sind es die Kreativen und die Künstler auf denen alle Hoffnung ruht. Doch für 5 Millionen Menschen im „Pott“ ist diese Hoffnung (noch) eher vage. Immer mehr Brachflächen an der "Route der Industriekultur" werden inzwischen als Kulturbetrieb wiederbelebt – und schon heute fehlt es an Geld um in all diesen Industrie-Ruinen die Kultur auch tatsächlich am leben zu erhalten. Und dennoch scheint das Konzept Überzeugungskraft zu haben: Schließlich konnte man sich europaweit gegen einige Konkurrenz durchsetzen. Die Zauberformel lautet hier (wie so oft): „Nachhaltigkeit“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Nachhaltigkeit erschließt sich dem skeptischen Betrachter vielleicht am ehesten aus der Distanz: Die Kulturhauptstadt Ruhr ist nur eine Station auf einer langen Reise. Das Ziel heißt: Erfolgreicher Strukturwandel. Das Großereignis soll - nicht nur durch neue Prachtbauten (unter anderem von David Chipperfield) - dem Ruhrgebiet weiteren Schub geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12aSnMTs6I/AAAAAAAADEo/8R3ssm6JOhY/s1600-h/800px-Dortmunder_U_2007.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 318px; height: 238px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12aSnMTs6I/AAAAAAAADEo/8R3ssm6JOhY/s400/800px-Dortmunder_U_2007.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430666370227614626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Entlang dieser Reise stehen drei Initiativen exemplarisch für den angestoßenen Wandlungsprozess. Diese Initiativen zielten oder zielen darauf ab, den Wandel zu steuern und positiv zu gestalten. Es begann mit der &lt;a href="http://www.iba.nrw.de/iba/daten.htm"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Internationalen Bauausstellung &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;zwischen 1989 und 1999. Dann kam die &lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/"&gt;Kulturhauptstadt &lt;/a&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/"&gt;20&lt;/a&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/"&gt;10&lt;/a&gt;. Und die Reise geht weiter: Der nächste große Schritt könnte &lt;a href="http://www.i-r.de/Internet/DE/Projekte/InnovationsnetzwerkRuhr/InnovationCity/"&gt;„&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Innovation City“&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; heißen – eine Niedrigenergiestadt im Ruhrgebiet, die örtlich entwickelte Zukunftstechnologien präsentiert und die Richtung vorgibt: Hin zu einer grünen „Klimametropole“, in der Emissionen eingespart und die alternde Bevölkerung in für sie passenden und ansprechenden Vierteln wohnen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle drei Projekte haben gemeinsam: Sie präsentieren die positiven, produktiven Seiten des Strukturwandels, der ansonsten viel Schweiß, Tränen und Arbeitsplätze gekostet hat.&lt;br /&gt;Die drei Projekte zeigen: Es hat auch etwas gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die alten Kohleindustrien haben sich zu modernen Energiekonzernen mit enormer wirtschaftlicher Schlagkraft gewandelt. Diese Konzerne bringen nun, neben zahlreichen neuen, grünen und innovativen Unternehmen, die Technologie und das nötige Know-How für eine geplante „Innovation-City“ mit. Diese Modellstadt soll zeigen, was das Ruhrgebiet heute kann: Eine klimaneutrale, verkehrsberuhigte Stadt mit hoher Lebensqualität gerade für die alternde Bevölkerung errichten (oder besser: umrüsten). Sie gibt die neuen Tätigkeitsfelder für die Wirtschaft des Ruhrgebiets vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12aZnZxeCI/AAAAAAAADEw/V0azrKAVAsM/s1600-h/emscher.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 217px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12aZnZxeCI/AAAAAAAADEw/V0azrKAVAsM/s400/emscher.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430666490543175714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch die Lebensqualität steigt, seit  diese Stadt nicht mehr durch den ständigen Ruß geschwärzt wird. Hier setzte die internationale Bauausstellung Zeichen – beispielsweise mit dem Projekt des neuen "Emscher Landschaftsparks". Dabei wurde die einstige „Kloake des Ruhrgebiets“ renaturiert und für die Naherholung aufgewertet - europaweit ein Vorbild für ökologische Regionalplanung. Übrigens war dies gleichzeitig ein erster Schritt in Richtung einer einheitlichen "Stadt" - denn das Ruhrgebiet ist eigentlich drei verschiedenen Regierungsbezirken zugeteilt und alles andere als eine einheitlich regierte Metropole.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich die Kulturhauptstadt: Während die vorgenannten Initiativen Technologie und Umwelt thematisieren, geht es hier um den Menschen des Ruhrgebiets: Der lebt heute in einer kreativen Stadt, einer Stadt mit großer Kunst und vielen Ideen. Und das schließlich soll das Ruhrgebiet näher an sein Ziel bringen: Kreative Menschen, moderne Technologie und eine lebenswerte Umwelt gehören heute zu den Standortfaktoren, die aus einer alternden Großstadt einen (Wirtschafts-) Standort mit Zukunft machen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bilder: oben: Logo der Kulturhauptstadt, Mitte: Das Dortmunder "U" - ein Symbol der Kulturhauptstadt, unten: Emscher Landschaftspark &lt;span style="font-size:85%;"&gt;(Bildquellen: wikipedia, gelsenkirchen.de)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6384187164605216522?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6384187164605216522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/wie-kommt-die-kulturhauptstadt-die-ruhr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6384187164605216522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6384187164605216522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/wie-kommt-die-kulturhauptstadt-die-ruhr.html' title='Wie kommt die Kulturhauptstadt an die Ruhr?'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S12bB0a8GuI/AAAAAAAADE4/YvpLqfkrUJg/s72-c/Stadtentwicklung+copy.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6762771120731056046</id><published>2010-01-18T14:26:00.001-08:00</published><updated>2010-01-26T01:22:25.439-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtentwicklung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Ikea goes to Town</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S160Nhn0dGI/AAAAAAAADFI/85xF_s_UM9Q/s1600-h/Stadtentwicklung+copy.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 96px; height: 98px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S160Nhn0dGI/AAAAAAAADFI/85xF_s_UM9Q/s200/Stadtentwicklung+copy.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430976345112081506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Frappant - was klingt wie ein schwedisches Möbelstück ist möglicherweise sein größter Feind: Gegen die Pläne, in einer Hamburger Fußgängerzone das erste Innenstadt-Ikea-Haus zu eröffnen, zieht eine bunte Bewegung aus Kreativen und Künstlern zu Felde. Doch wer hat die besseren Argumente? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S1TqaP65RTI/AAAAAAAADDM/6-8YUvGC5h8/s1600-h/Frappant_Tran.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S1TqaP65RTI/AAAAAAAADDM/6-8YUvGC5h8/s400/Frappant_Tran.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428221187559343410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Frappant ist der Name eines hässlichen Betonklotzes in Hamburg-Altona. Er steht an einer wenig belebten Fußgängerzone, verkehrsgünstig allerdings gut erschlossen: S-Bahn und U-Bahn sind nur wenige Gehminuten entfernt. Dieses Gebäude, derzeit teilweise belegt von freischaffenden Künstlern und Architekten, war einst ein Karstadt - und genau wie das Kaufhaus ist die ganze Fußgängerzone in den letzten Jahren verblichen. Heute prägen Billig-Geschäfte das Bild - die erste Fußgängerzone Deutschlands ist ein Jammertal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lösung heißt für die meisten Stadtpolitiker und auch für einen guten Anteil der Bewohner: Ikea. Der Möbelkonzern hat für Hamburg ein völlig neues Konzept entwickelt: Er holt den Möbelmarkt von der grünen Wiese in die Stadt - verspricht eine Belebung des Viertels und außerdem, keine gelben Ikea-Fahnen vors Haus zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="550" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bzbyqz7hVBs&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/bzbyqz7hVBs&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="550" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frappant ist aber auch der Name des Widerstandes gegen Ikea: Denn das Verkehrschaos, dass sich sonst jedes Wochenende vor Ikea-Häusern mit großen Parkplätzen abspielt, wäre in der Innenstadtlage erheblich schlimmer. Die &lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.hierunda.de/pictures/Blinzelbar-09/internationaler_Studentenworkshop_%20grosse_Bergstrasse/index.html"&gt;Vision&lt;/a&gt; der derzeitigen Bewohner des Frappant sieht  deshalb ganz anders aus: Ihnen schwebt die Idee eines soziokulturellen Stadtteilzentrums mit Basar, öffentlichen Ateliers, sozialen Einrichtungen und vielem mehr vor. Schon heute werden Konzerte und Ausstellungen in dem Bau organisiert. Sie fürchten mit Ikea den Ausbruch der Gentrifizierung - so wie es in vielen benachbarten "In"-Vierteln wie Ottensen oder dem Schanzenviertel schon passiert ist. Die Preise werden steigen - gutverdienende Ikea Fans das Viertel überschwemmen und die Künstler-Szene sowie die sozial schwache Bevölkerung wieder verdrängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S1TrFYEgCfI/AAAAAAAADDc/bKxWRYx2jao/s1600-h/ikea_altona.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 276px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S1TrFYEgCfI/AAAAAAAADDc/bKxWRYx2jao/s400/ikea_altona.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428221928481491442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Doch die Fronten sind verwischt: Dass selbst die Grünen für einen Ikea-Markt am innenstädtischen Standort sind, macht klar, dass es nicht einfach ist, das Thema als zügelloses &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S1Tvt8naIkI/AAAAAAAADDk/95jfLhY01bI/s1600-h/altonight.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 232px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S1Tvt8naIkI/AAAAAAAADDk/95jfLhY01bI/s400/altonight.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428227023532859970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Stadtzerstörungsprojekt zu brandmarken. Immerhin wird Kaufkraft wieder in die Innenstadt zurück geleitet. Nirdends sonst ist ein Ikea-Markt so gut mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln zu erreichen. Die benachbarten Läden in der Fußgängerzone werden durch die höhere Passantenfrequenz profitieren. Aber heißt das, dass es sich hierbei um nachhaltige Stadtentwicklung handelt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Räume bleiben für die Kultur, wer hält die Fahne hoch gegen die weitere Filialisierung unserer Innenstädte? Wie sieht es mit der Wohnqualität aus, wenn die Blechlawinen über Altona hereinbrechen? - denn ein Billy-Regal lässt sich nunmal schwerlich mit der S-Bahn transportieren. Und wer geht noch in lokale Gaststätten wenn bei Ikea die Fleischbällchen weiterhin so billig sind? Ein Bürgerentscheid soll nun die Entscheidung bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich mit mehr Argumenten pro und kontra eindecken will, der gehe auf die angeschlossenen Webseiten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.frappant.org/"&gt;Frappant.org&lt;/a&gt; ist die Zentrale des Widerstandes, während bei &lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.pro-ikea-altona.de/"&gt;pro-Ikea-altona.de&lt;/a&gt; der Name Programm ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bilder: Frappant heute und Morgen - Shopping oder Kultur? &lt;span style="font-size:85%;"&gt;Quelle: frappant.org, www.spiegel.de&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6762771120731056046?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6762771120731056046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/ikea-goes-to-town.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6762771120731056046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6762771120731056046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/ikea-goes-to-town.html' title='Ikea goes to Town'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S160Nhn0dGI/AAAAAAAADFI/85xF_s_UM9Q/s72-c/Stadtentwicklung+copy.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-8827033467711069674</id><published>2010-01-12T04:13:00.000-08:00</published><updated>2010-01-12T04:43:27.267-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afrika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaftsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Symposium: Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den Entwicklungsländern</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Geozentrale erwacht aus einem kurzen Winterschlaf und wünscht allen Lesern nachträglich noch ein frohes neues Jahr. In Mainz beginnt das neue Jahr bereits mit großem akademischem Eifer: Ein Symposium zu den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Finanzkrise für die Entwicklungsländer findet am Freitag, den 15. Januar an der Universität Mainz statt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S0xtGX8rbCI/AAAAAAAADCs/-Z_cn_xX2dY/s1600-h/finanzkrise.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S0xtGX8rbCI/AAAAAAAADCs/-Z_cn_xX2dY/s200/finanzkrise.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425831607349767202" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Symposium wird sich mit den, durch die globale Krise veränderten Rahmenbedingungen für Entwicklungsländer beschäftigen. Die daraus entstehenden Handlungsoptionen für die Entwicklungspolitik werden erörtert und die Folgen der Krise für einzelne Regionen der Welt vorgestellt. Zu Gast sind Experten verschiedener Fachrichtungen und Institutionen - vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik bis hin zum Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften soll ein breites Spektrum abgebildet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Veranstaltet wird das Symposium vom &lt;a href="http://www.geo.uni-mainz.de/220.php"&gt;interdisziplinären Arbeitskreis Dritte Welt&lt;/a&gt;, vom Studium Generale der Uni Mainz, dem &lt;a href="http://www.zww.uni-mainz.de/"&gt;Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung&lt;/a&gt;, dem &lt;a href="http://www.geo1.uni-mainz.de/"&gt;geographischen Institut der Uni Mainz&lt;/a&gt;, sowie von der &lt;a href="https://www.wbz-ingelheim.de/index.php?id=2"&gt;Fridtjof-Nansen-Akademie aus Ingelheim&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Veranstaltung beginnt am &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Freitag, den 15. Januar um 9.15 Uhr im Atrium Maximum in der alten Mensa&lt;/span&gt; und wird bis etwa 17.00 Uhr gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Weitere Informationen zum Programm und den Veranstaltern &lt;a href="http://www.studgen.uni-mainz.de/1487.php"&gt;hier.&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Bildquelle: http://media.news.de/resources/thumbs/af/6b/62c4dea821bfdbed281b26231c41.jpg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-8827033467711069674?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/8827033467711069674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/symposium-die-wirtschafts-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8827033467711069674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8827033467711069674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2010/01/symposium-die-wirtschafts-und.html' title='Symposium: Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den Entwicklungsländern'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/S0xtGX8rbCI/AAAAAAAADCs/-Z_cn_xX2dY/s72-c/finanzkrise.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6663611038572074028</id><published>2009-12-19T05:54:00.000-08:00</published><updated>2009-12-19T07:25:00.410-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GIS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Google-Earth'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kartographie'/><title type='text'>Eine Weltkarte für alle</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein bisschen wie bei Wikipedia: Jeder malt an der großen Weltkarte mit und am Ende wird sie trotzdem erstaunlich akkurat. So funktioniert "Openstreetmap", eine online-Karte die ausnahmsweise nicht urheberrechtlich&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; geschützt ist, und deren Daten jeder gerne benutzen darf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=8.2253,49.978,8.288,50.0179&amp;amp;layer=mapnik" style="border: 1px solid black;" width="550" frameborder="0" height="350" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://www.openstreetmap.org/?lat=49.99795&amp;amp;lon=8.25665&amp;amp;zoom=13&amp;amp;layers=B000FTFT"&gt;View Larger Map&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Openstreetmap ist für Geographen eine echte Bereicherung: Nicht nur kann sich hier jeder mit wenigen Maus-Klicks als echter Kartograph fühlen. Die Karte kann auch in verschiedenen Formaten für die Verwendung beispielsweise in GIS-Programmen exportiert werden.  Und das  - anders als etwa bei Google-Maps - ganz ohne urheberrechtliche Beschränkungen. Außerdem lassen sich die eigenen GPS-Tracks auf Openstreetmap anzeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bearbeitung der Karte ist denkbar einfach: Wechselt man in den "Edit"-Mode erscheint ein Hintergrund-Satellitenbild auf dem man mit einfachen Zeichenwerkzeugen Linien, Punkte und Flächen malt, die später als Straßen, Häuser oder Landnutzungen definiert und beschriftet werden (vergl. Abbildung: Die Arbeitsoberfläche von Openstreetmap). Dies geschieht live - fast ohne Verzögerungen lassen sich die Ergebnisse Internet-weit bestaunen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SyzuqJZUjTI/AAAAAAAADCk/2hPjmoKMyB4/s1600-h/openstreetmap1.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 380px; height: 238px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SyzuqJZUjTI/AAAAAAAADCk/2hPjmoKMyB4/s400/openstreetmap1.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5416966859663904050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ganz wie bei Wikipedia gibt es also niemanden, der für die Richtigkeit der Karten bürgen kann. Aber auch ähnlich wie bei Wikipedia erscheinen die Karten trotzdem recht präzise. Das Kartenbild ist allemal schöner als das von Google-Maps. In Mainz lassen sich beispielsweise auch Straßenbahnlinien schon von Weitem erkennen, die öffentlichen Gebäude heben sich schöner vom Hintergrund ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungenauigkeiten lassen sich dennoch finden: Die übermütigen Hobby-Kartographen haben dem Frankfurter Flughafen schonmal ein weiteres Terminal verpasst, welches wohl noch einige Zeit auf seine Verwirklichung warten lassen wird. Die Formen der Gebäude sind nicht immer akkurat und auch generell sollte vor der Verwendung einer solchen Karte immer ein vergleichender Blick auf ein "professionelles" Kartenwerk erfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber obwohl es sich leider nur um eine Straßenkarte handelt - sie verspricht doch erheblich mehr Freiheiten in ihrer Verwendung - und das eigene Studenten-Wohnheim auf die Weltkarte zu setzen macht auch großen Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Link:&lt;/span&gt; hier gehts zu &lt;a href="http://www.openstreetmap.org/"&gt;openstreetmap.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6663611038572074028?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6663611038572074028/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/12/eine-weltkarte-fur-alle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6663611038572074028'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6663611038572074028'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/12/eine-weltkarte-fur-alle.html' title='Eine Weltkarte für alle'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SyzuqJZUjTI/AAAAAAAADCk/2hPjmoKMyB4/s72-c/openstreetmap1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-8847307700369299360</id><published>2009-12-07T11:44:00.001-08:00</published><updated>2009-12-12T08:00:40.138-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Erwartungen an einen Gipfel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1jdSh_5KI/AAAAAAAADCQ/gay-Unn2Er0/s1600-h/copenhagen_geozentrale.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1jdSh_5KI/AAAAAAAADCQ/gay-Unn2Er0/s200/copenhagen_geozentrale.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412591682010997922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Heute hat die Klimakonferenz in Kopenhagen begonnen - doch was erwarten wir eigentlich davon?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Was wäre ein Erfolg für die Klimakonferenz in Kopenhagen? Wenn sich alle Staaten auf möglichst drastische Reduktionen ihrer CO2 Emissionen einigten? Leider bedeutet ein Versprechen eines Staates nicht, dass dieses auch so umgesetzt wird. Schon rein technisch ergeben sich große Probleme bei der Einhaltung der Klimaschutzziele - eine Frau Merkel oder ein Herr Sarkozy können natürlich versprechen den CO2-Ausstoß um 80% zu reduzieren - nur einhalten werden sie es wohl kaum können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heißt nicht, dass das festlegen ambitionierter Ziele nicht wichtig ist. Aber es kann auf keinen Fall alles sein. Damit China seine CO2 Emissionen verringert bedarf es der Hilfe anderer Staaten. Als Konsumenten sind wir schließlich hier in Europa für Chinas Emissionen mitverantwortlich. Gleichzeitig verfügen wir über Umwelt-Technologien, an denen es in vielen Schwellenländern fehlt. Es geht also um internationale Zusammenarbeit, Arbeitsteilung wenn man so will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1i9Z2GNOI/AAAAAAAADCA/WQ1MXCpRE80/s1600-h/UN-Climate-Change-Summit--004.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 248px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1i9Z2GNOI/AAAAAAAADCA/WQ1MXCpRE80/s400/UN-Climate-Change-Summit--004.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412591134218532066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Deutschland beispielsweise hat viel Geld in Solartechnik investiert. Mit Steuergeschenken und Subventionen wurde diese zunächst ineffiziente Technologie gepäppelt um sie eines Tages tatsächlich konkurrenzfähig zu machen - konkurrenzfähig nicht gegen die Solartechnik anderer Staaten, sondern gegen andere Technologien - resourcenverschwendende und CO2-emittierende Technologien des vorigen Jahrhunderts. Aber es wäre nun falsch diesen Technologievorsprung - so teuer er auch war - nur den Deutschen zugute kommen zu lassen. Diese Technologie wird weltweit in einem gemeinsamen Kampf gegen den menschgemachten Klimawandel gebraucht. Hier geht es also auch darum, über den eigenen Schatten zu springen und die Chinesen, Inder, Brasilianer oder sonstwen eben doch in die eigenen Karten schauen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht also um handfeste Projekte der internationalen Zusammenarbeit. Technologietransfer ist aber nicht das einzige: Es bedarf internationaler Umwelt-Standards, damit die westlichen Industrien nicht mehr in Europa den Saubermann spielen können, während sie dafür in Afrika die Umwelt zerstören, da sie ihre schmutzigsten Produktionsstätten in Länder ohne Umweltgesetzgebung verlegen. Es geht in Kopenhagen nicht darum sich einmal zu treffen, neue Ziele zu definieren und dann wieder zu Hause allein weiter zu machen. Es geht vielmehr um eine neue übernationale Instanz, die dauerhaft und kontinuierlich an einem Wandel in der globalen Umweltpolitik arbeiten muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1jGkRy2BI/AAAAAAAADCI/utQFuofRSo8/s1600-h/A-staff-member-leaves-the-011.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 248px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1jGkRy2BI/AAAAAAAADCI/utQFuofRSo8/s400/A-staff-member-leaves-the-011.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412591291637880850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Skeptiker waren sich von Anfang an einig: Kopenhagen wird kein Erfolg. Deshalb waren vor Beginn der Konferenz warnende und pessimistische Töne weltweit zu hören. Nun hat beispielsweise Barrack Obama seine Pläne geändert und wird auch bei den wichtigen Abschluss-Verhandlungen am Tisch sitzen. Die Politik will diese Konferenz doch noch als einen Erfolg verkaufen - Obama setzt da ein Zeichen und auch die Bundesregierung gibt sich kämpferisch. Doch der Beobachter muss wachsam bleiben: Nicht alles, was am Ende als Erfolg verkauft wird, ist auch ein Erfolg: Die Einigung auf ambitionierte CO²-Reduktionen allein ist lediglich Augenwischerei. Es würde zwar die skeptischen Töne von vor der Konferenz widerlegen und damit um so positiver wirken. Würden wir uns aber damit zufriedengeben und danach die Sache auf sich beruhen lassen, wäre der Klimagipfel von Kopenhagen ein großer Misserfolg - eine Beruhigungspille, die uns erst spät erkennen lässt, dass Angela Merkel den CO2-Ausstoß nicht per Dekret reduzieren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Karte&lt;/span&gt; mit den Brennpunkten des Klimawandels. Diese Karte soll im Laufe der Zeit erweitert werden um ein möglichst umfassendes Bild der Lage zu erzeugen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;amp;hl=de&amp;amp;t=h&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=105461078487050269109.00047a24a361a3c797fe9&amp;amp;ll=31.353637,-26.367187&amp;amp;spn=120.903315,225&amp;amp;z=2&amp;amp;output=embed" width="600" frameborder="0" height="480" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;amp;hl=de&amp;amp;t=h&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=105461078487050269109.00047a24a361a3c797fe9&amp;amp;ll=31.353637,-26.367187&amp;amp;spn=120.903315,225&amp;amp;z=2&amp;amp;source=embed" style="color: rgb(0, 0, 255); text-align: left;"&gt;Klima-Karte&lt;/a&gt; auf einer größeren Karte anzeigen&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bilder: &lt;/span&gt;Gipfelbeginn in Kopenhagen. www.guardian.co.uk&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-8847307700369299360?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/8847307700369299360/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/12/erwartungen-einen-gipfel.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8847307700369299360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/8847307700369299360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/12/erwartungen-einen-gipfel.html' title='Erwartungen an einen Gipfel'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sx1jdSh_5KI/AAAAAAAADCQ/gay-Unn2Er0/s72-c/copenhagen_geozentrale.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-1499790278204316919</id><published>2009-12-03T01:01:00.000-08:00</published><updated>2009-12-03T01:30:18.563-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelamerika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Ein Augenzeugenbericht: Putsch und Neuwahlen in Honduras</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sxd_gSo1FMI/AAAAAAAADBo/DUfy7qTOdYM/s1600-h/eve02+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 162px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sxd_gSo1FMI/AAAAAAAADBo/DUfy7qTOdYM/s200/eve02+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410933670044570818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von Eva Jünemann und Mario Mejia&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-weight: bold;"&gt;Der Putsch im Juni dieses Jahres stürzte Honduras in eine schwere innenpolitische Krise: Ausnahmezustand mit Ausgangssperren und Einschränkung der Pressefreiheit, Demonstrationen, Manifestationen, Bombenattentaten und gewaltsamen Übergriffen seitens der Polizei auf Demonstranten in der Hauptstadt Tegucigalpa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für Auswirkungen hat der Putsch auf die Bevölkerung und das Alltagsleben, wie ist die Stimmung im Land und was hält man von dem Wahlergebnis des letzten Wochenendes? Der gebürtige Honduraner Mario Mejia ist 26 Jahre alt, lebt in der Stadt La Ceiba und arbeitet dort für eine lokale NGO. Er gibt uns Einsicht in seine Erfahrungen und Einstellungen gegenüber der politischen Geschehnisse in seinem Land.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hintergrund:&lt;/span&gt; Manuel Zelaya der Liberalen Partei Honduras wurde 2006 zum Staatspräsidenten gewählt. Ende Juni 2009 wurde er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von der Armee aus dem Land geflogen und von seinem Parteikollegen Roberto Micheletti ersetzt. Hintergrund für den ersten Putsch in Lateinamerika seit 16 Jahren war der Versuch Zelayas, sich über eine Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit zu sichern. Ende September schlich sich Zelaya wieder in sein Land und sitzt seitdem in der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa fest. Honduras befand sich seit dem Putsch in einer schweren innenpolitischen Krise. Am vergangenen Sonntag waren Neuwahlen, bei denen weder der gestürtze Präsident, noch der Putschpräsident Micheletti zur Wahl standen. Als Sieger ging der konservative Oppositionskandidat Lobo hervor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SxeAjQ_EQWI/AAAAAAAADBw/merVA9pD5k4/s1600-h/mario_meija.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 250px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SxeAjQ_EQWI/AAAAAAAADBw/merVA9pD5k4/s400/mario_meija.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410934820652204386" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit dem Putsch war der Frieden und der Zusammenhalt der Dörfer dahin, die seit den Zeiten von Francisco Morazán bestand. Michelleti hat dieses Bündnis der Liebe und des Friedens zerstört, so dass es zwischen Freunden, Familien und Arbeitskollegen Konflikte gibt, denn mit dem Putsch wurde das Land zerteilt in diejenigen, die den Putsch unterstützen und diejenigen, die ihn nicht unterstützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Putschregierung unterdrückte uns. Man konnte seine Meinung nicht frei artikulieren und auch Radio- (Radio Progreso, Radio Globo) und Fernsehsender sendeten nichts mehr. Aber wirkliche Gewalt gab es eigentlich nur in der Hauptstadt Tegucigalpa, jeder der demonstrieren wollte fuhr dorthin, aber Ungerechtigkeit gibt es im ganzen Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der Putsch war für alle sozialen Ebenen in Honduras schlimm, besonders hart hat es die Mittel- und Unterschicht getroffen. Tausende verloren ihre Arbeit. Besonders die, die vom Tourismus leben oder Organisationen, die über internationale Institutionen finanziert werden, erlebten Einbrüche. Wer will schon in ein Land reisen, das in einer politischen Krise ist und welche Regierung arbeitet mit einer Putschregierung zusammen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich persönlich haben besonders die Ausgangssperren seitens der Putschregierung betroffen. Wir konnten uns nicht frei bewegen, wir waren quasi Gefangene in unseren eigenen Häusern.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Um die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, dass die Wahlen legitim abgelaufen sind wurde behauptet, dass die Wahlbeteiligung 62% beträgt. Aber im Land gibt es Stimmen, dass sie deutlich darunter lag. Der gesamte Wahlprozess war für mich nicht wirklich transparent und ich wünschte Zelaya hätte zur Wiederwahl gestanden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bild:&lt;/span&gt; Mario Mejia&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Internet zum Thema: &lt;/span&gt;auf Spiegel online (&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,661368,00.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;), beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) (&lt;a href="http://www.idw-online.de/pages/de/news346182"&gt;mehr...&lt;/a&gt;), bei lateinamerikanachrichten.de (&lt;a href="http://www.lateinamerikanachrichten.de/index.php?/artikel/3704.html"&gt;mehr...&lt;/a&gt;), und in der honduranischen Presse bei Tiempo (&lt;a href="http://www.tiempo.hn/secciones/pol%C3%ADtica/6508-tribunal-declara-ganador-a-pepe"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-1499790278204316919?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/1499790278204316919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/12/ein-augenzeugenbericht-putsch-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1499790278204316919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/1499790278204316919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/12/ein-augenzeugenbericht-putsch-und.html' title='Ein Augenzeugenbericht: Putsch und Neuwahlen in Honduras'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sxd_gSo1FMI/AAAAAAAADBo/DUfy7qTOdYM/s72-c/eve02+Kopie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4788196735287229761</id><published>2009-11-29T02:45:00.000-08:00</published><updated>2009-11-29T12:42:32.734-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Energiepolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Klimawandel (3): mit der Handel-Macht-Klima-Karawane nach Kopenhagen</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ein Kommentar&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; von Steffen Hirth&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anfang Dezember wird die Handel-Macht-Klima-Karawane innerhalb einer Woche von der Ministerkonferenz der WTO in Genf zum UN-Klimagipfel in Kopenhagen ziehen. Die etwa 60 AktivistInnen aus Ländern des Südens wollen zeigen, welche Folgen neoliberale Globalisierung und Klimawandel auf ihr Leben haben. Sie wollen Alternativen zur Handelsliberalisierung und Privatisierung von Ressourcen suchen und auf diese Weise für andere Verhältnisse zwischen dem Norden und dem Süden kämpfen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/SxJSA-XUn-I/AAAAAAAAAPg/CXHjBpK7uJM/s1600/UN-Klimagipfel_Kopenhagen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 135px; height: 172px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/SxJSA-XUn-I/AAAAAAAAAPg/CXHjBpK7uJM/s320/UN-Klimagipfel_Kopenhagen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409476279119683554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Als ich vor kurzem gebeten wurde, in der Geozentrale auf die Aktion hinzuweisen und ich mir die &lt;a href="http://www.climatecaravan.org/"&gt;dazugehörige Infoseite&lt;/a&gt; ansah, kam ich ins Grübeln. Obwohl mir die Aktion generell absolut unterstützenswert erschien, hatte mich das Logo der Klima-Karawane misstrauisch gemacht. Symbolkräftig ist da ein alter VW-Bus zu sehen – nicht das neuere kantige Modell, sondern das alte, abgerundete, gemütliche, das wohl für immer für die Art von Freiheit stehen wird, wie die Hippies sie gelebt haben (oder noch immer leben).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne die sozialen Errungenschaften der freiheitlichen Bewegung ab Ende der 1960er Jahre verleugnen zu wollen, war es eben dieser olle Spritfresser, der mir nicht mehr ganz up-to-date, nein eigentlich in höchstem Maße unangebracht, erschien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine ersten Gedanken waren: Wie wollen Aktivisten ernst genommen werden, die Benzin verbrennen, um zum Klimagipfel zu gelangen? Sollten sie nicht alles in ihrer Macht stehende tun, um dorthin zu gelangen ohne von fossilen Energieträgern abhängig zu sein? Wäre eine Karawane ohne Autos nicht viel glaubhafter und letztendlich wirksamer der Öffentlichkeit gegenüber?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.climatecaravan.org/images/Caravanheader.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 573px; height: 149px;" src="http://www.climatecaravan.org/images/Caravanheader.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, die ganze Strecke von Genf nach Kopenhagen mit dem Rad zurückzulegen ist in einer Woche kaum machbar. Man könnte jedoch demonstrativ Teile der Strecke radeln und den Rest mit der Bahn fahren. Jeder weiß: Öffentlicher Verkehr ist energieeffizienter, als motorisierter Individualverkehr – eine „Karawane“ in der Bahn wäre also ein klarer Appell an die Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss allerdings eingestehen, dass die Deutsche Bahn ebenso mit fossilen Energieträgern angetrieben wird. „Mit 54 Prozent Kohlestrom, 32 Prozent Atomstrom und 14 Prozent Wasserkraft ist der Bahnstrommix umwelt- und klimaschädlicher als der Strommix in den öffentlichen Netzen.“ schreibt die Fraktion der Grünen im Bundestag und fordert in einem &lt;a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/119/1611930.pdf"&gt;Antrag vom 11. Februar 2009&lt;/a&gt; die Bundesregierung auf, den Bahnstrom bis 2030 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zurück zur Sache: Nach einigem Überlegen bin ich dann doch zu dem Schluss gekommen, dass ich den Aktivisten keine Vorwürfe machen kann. Sie sind nicht schuld daran, dass Bahnfahren hierzulande immer noch viel zu teuer und immer noch nicht frei von fossilen Energieträgern ist. So schmutzig sie auch sein mögen, was machen schon ein paar klapprige VW-Busse zwischen Millionen modernen, „verbrauchs- und emissionsarmen“ Fahrzeugen aus, die tagtäglich die Verkehrsadern der Erde durchströmen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Aktivisten physische Präsenz in Kopenhagen zeigen, davon bin ich überzeugt, wird das im Hinblick auf den Klimaschutz mehr nützen, als die nicht ganz einwandfreie Fahrt dorthin schadet. Die Schwierigkeit sich ohne fossile Energie fortzubewegen zeigt nur, wie viel wir noch verändern müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also an alle, denen es möglich ist sich der Karawane anzuschließen: auf nach Kopenhagen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier die Route der Karawane:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CDOKUME%7E1%5CSTEFFE%7E1%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;title&gt;1611930&lt;/title&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt; 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&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;ul type="disc"&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/24"&gt;Nov 28 - Dec 3 Geneva&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/25"&gt;Dec 3 Dijon&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/10"&gt;Dec 4-5 Paris&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dec        6 Northern France&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://rosalux-europa.info/events_en/wto_cop_caravan_from_geneva_to_copenhagen/" target="_blank"&gt;Dec 7 Brussels&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/28"&gt;Dec 8 Hamburg&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/29"&gt;Dec 9 Copenhagen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="padding: 0cm 5.4pt; width: 230.3pt;" valign="top" width="307"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;strong&gt;Eastern Route&lt;/strong&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;ul type="disc"&gt;&lt;li class="MsoNormal"  style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/24"&gt;Nov 28 - Dec 3 Geneva&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"  style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/26"&gt;Dec 3 Freiburg&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"  style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/27"&gt;Dec 4-5 Frankfurt&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"  style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/30"&gt;Dec 5-6 Cologne&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"  style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/23"&gt;Dec 6-7 Delegation to        Berlin&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"  style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/28"&gt;Dec 7-8 Hamburg&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="background: rgb(177, 228, 223) none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: georgia;" href="http://www.climatecaravan.org/?q=node/29"&gt;Dec 9 Copenhagen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt; &lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Nähere Infos auf der offiziellen Seite: &lt;a href="http://www.climatecaravan.org/"&gt;www.climatecaravan.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-4788196735287229761?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/4788196735287229761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/klimawandel-3-mit-der-handel-macht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4788196735287229761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/4788196735287229761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/klimawandel-3-mit-der-handel-macht.html' title='Klimawandel (3): mit der Handel-Macht-Klima-Karawane nach Kopenhagen'/><author><name>Ertpol</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01892883660300116950</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_g34EQ2EHgdM/SxJSA-XUn-I/AAAAAAAAAPg/CXHjBpK7uJM/s72-c/UN-Klimagipfel_Kopenhagen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-6500504001058298392</id><published>2009-11-27T06:39:00.000-08:00</published><updated>2010-01-21T08:12:16.336-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='lateinamerikanische Stadt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelamerika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Siedlungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gated Communities'/><title type='text'>"Sichere Räume" in San Salvador</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Eva Jünemann&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_mNnpzgJI/AAAAAAAADBQ/FTHjQk_qHA0/s1600/eve02+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 162px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_mNnpzgJI/AAAAAAAADBQ/FTHjQk_qHA0/s200/eve02+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408794799152267410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;In dem kleinen Land El Salvador werden jeden Tag im &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Schnitt 14 Menschen ermordet. Bei einer Gesamt-bevölkerung von 5,7 Millionen ist das eine ganze Menge. Besonders die Hauptstadt San Salvador verzeichnet hohe Kriminalitätsraten. Es stellt sich nun die Frage wie eigentlich die Ober- und Mittelschicht des Landes mit dieser bedrohlichen Situation in ihrem Alltag umgeht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jeder Stadt gibt es Gebiete, die als gefährlicher gelten als andere. Das Gefühl von Sicherheit oder Unsicherheit ist hierbei eine Sache der subjektiven Wahrnehmung. Die kritische Kriminalgeographie geht davon aus, dass räumlich gebundene Unsicherheiten konstruiert sind und dass als Reaktion auf diese wahrgenommene Unsicherheit wiederum  „sichere Räume“ konstruiert werden. In vielen Städten dieser Erde setzt wegen eines steigenden Unsicherheitsempfinden ein Prozess ein, indem Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zunehmen: Videoüberwachung im öffentlichen Raum, private Sicherheitskräften Gated Communities. In Ländern wie El Salvador werden sichere Räume von der Ober- und Mittelschicht nachgefragt und wo es eine Nachfrage gibt, kommt ein Angebot aus der Privatwirtschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_mAu8WvhI/AAAAAAAADBA/0QJbP6flHQM/s1600/Abbildung+3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_mAu8WvhI/AAAAAAAADBA/0QJbP6flHQM/s400/Abbildung+3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408794577770823186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wohin geht man, wenn man sich in San Salvador sicher fühlen will? Bewachte Wohnanlagen, Shopping Malls, Parkplätze, Bürogebäude, Supermärkte, Fitnessstudios und Restaurants. Laut nationalen Statistiken arbeiten in El Salvador dreimal so viele Menschen für private Sicherheitsfirmen wie für die Polizei. In diesem Land wimmelt es nur so von bewaffneten Männern, die Zugänge zu etlichen Gebäuden bewachen. Jeder, der es sich leisten kann, hat ein Auto, eine Alarmanlage und einen Nachtwächter vor der Tür. Damit man sicher Bargeld abheben und einzahlen kann gibt es Geldautomaten, die nach dem bewährten DriveIn-System von MC Donald funktionieren, so dass man das Auto nicht verlassen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_l5uCxF_I/AAAAAAAADA4/g7kHej5j6aE/s1600/Abbildung+2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 300px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_l5uCxF_I/AAAAAAAADA4/g7kHej5j6aE/s400/Abbildung+2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408794457270196210" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In El Salvador gibt es zwar wegen der hohen Kriminalitätsraten kaum internationalen Tourismus, der Binnentourismus boomt trotzdem: Wer Geld hat, sucht am Wochenende  auf dem Land, in den Bergen oder am Strand nach ein bisschen Freiheit und Ruhe.&lt;br /&gt;Was ist aber mit denen, die es sich nicht leisten können……?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die…haben Pech gehabt, denn wenn man sich hier sicher fühlen will, muss man Geld haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Literatur:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;GLASZE, G., R. PÜTZ und M. RULFES (Hrsg.)(2005): Diskurs, Stadt, Kriminalität. Städtische (Un-) Sicherheiten aus der Perspektive von Stadtforschung und kritischer Kriminalgeographie. Bielefeld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bilder: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;oben: Die Shopping Mall Multiplaza in San Salvador&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Quelle: http://wifisv.files.wordpress.com/2009/01/multiplaza26vz.jpg&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;unten: „Drive through“ Geldautomaten&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Quelle: http://travel.webshots.com/photo/2809239060055585758ginIJL&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-6500504001058298392?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/6500504001058298392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/sichere-raume-in-san-salvador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6500504001058298392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/6500504001058298392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/sichere-raume-in-san-salvador.html' title='&quot;Sichere Räume&quot; in San Salvador'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_mNnpzgJI/AAAAAAAADBQ/FTHjQk_qHA0/s72-c/eve02+Kopie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2022353295682941807</id><published>2009-11-25T09:28:00.000-08:00</published><updated>2009-12-16T01:50:04.978-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='physische Geographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Klimawandel (2): Die aktuellen Wasserstände</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nur noch wenige Tage bis zur Welt-Klimakonferenz. Doch wie tief stecken wir eigentlich gerade in der Krise?  Forscher haben die aktuellen Eckdaten zusammengetragen. Böse Überraschungen sind in der Zukunft weiterhin nicht ausgeschlossen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw13vPBSW4I/AAAAAAAADAo/g8rvpnU9fHk/s1600/copenhagen_geozentrale.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 135px; height: 179px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw13vPBSW4I/AAAAAAAADAo/g8rvpnU9fHk/s400/copenhagen_geozentrale.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408110380911319938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In einem Bericht, den Wissenschaftler kurz vor Konferenz-Beginn noch herausgegeben haben, fassen sie die neusten Ergebnisse seit dem letzten offiziellen Weltklimabericht von 2007 zusammen. Sie verheißen nichts Gutes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Temperatur&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht darum, dass in den nächsten 90 Jahren unser Klima bei unverändertem CO2-Ausstoß um sieben Grad wärmer wird. Entgegen aller Bemühungen hat sich der Ausstoß dieses Klimagases seit 1990 um 40% erhöht und er wächst weiter. Um in einem erträglichen Rahmen von 2°C zu bleiben, dürften wir bei den heutigen Raten noch genau 20 Jahre weitermachen - und müssten dann die Luft anhalten. Andernfalls drohen der Menschheit große Katastrophen: Der Untergang vieler dicht bevölkerter Küstenstreifen, gleichzeitig Kämpfe um Trinkwasser und Lebensraum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Barrack Obama hat sein Erscheinen auf der Klimakonferenz nun doch zugesagt (zumindest für einen Tag), doch ob es für ein positives Ergebnis reichen wird ist höchst zweifelhaft: Seine Ambitionen sind gering, gerade einmal um 17% wollen die USA ihren CO2 Ausstoß im Vergleich zum Jahr 2005 senken - und das erst bis zum Jahr 2020.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sind die USA einer der größten Klimasünder weltweit: Pro Kopf stoßen sie jährlich knapp 20 Tonnen CO2 aus - das ist zehn mal soviel, wie unsere Erde langfristig ertragen kann, ohne dass sich das Klima grundlegend ändert. Aber auch Europa schießt über das Ziel hinaus: Anstatt der erträglichen 2 Tonnen, stößt jeder Deutsche pro Jahr knapp 10 Tonnen CO2 aus. Relativ gut kommen im Vergleich die bevölkerungsreichen Schwellenländer China (3,9 Tonnen) und Indien (1,1 Tonnen) weg. Bei einer anhaltend rasanten Wirtschaftsentwicklung ist aber auch hier eine Steigerung zu erwarten &lt;a href="http://www.klimawandel-global.de/"&gt;(mehr auf diesem Blog...)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Meeresspiegel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;In diesem Mashup von Google-Maps kann man das Szenario für die eigene Region durchspielen: Die gewünschte Höhe des Meeresspiegels an der Seite angeben und schauen ob es für die eigenen Füße bereits feucht wird. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe style="width: 600px; height: 400px;" src="http://flood.firetree.net/embed.php?ll=52.7163,9.0308&amp;amp;z=10" marginheight="0" frameborder="no" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben der Temperatur ist der zweite Hauptaspekt des Klimawandels ein steigender Meeresspiegel. Dieser ist in den letzten 15 Jahren um 5 cm gestiegen, weitere 7 Meter werden hinzukommen, sollte das Grönlandeis vollständig abschmelzen. Und auch dieses Szenario scheint zunehmend wahrscheinlicher zu werden: Britische Wissenschaftler &lt;a href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/abs/nature08471.html"&gt;(mehr bei nature-online...)&lt;/a&gt; haben nun das Abschmelzen der Pole detailliert erfasst und stellen fest: Die weltweiten Eisschilde schmelzen um 40% schneller als bisher angenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Düstere aussichten also - aber wie wahrscheinlich ist es, dass sich die Welt zusammenrafft und es zu einer effektiven Lösung kommt? Auf der einen Seite steht der reiche Norden - unwillig auf gewohnten Wohlstand zu verzichten und daher wohl unfähig den eigenen CO2-Ausstoß extrem zu senken. Auf der anderen Seite stehen die Entwicklungs- und Schwellenländer: Unwillig auf Aufstiegschancen zu verzichten, unfähig bei ihrer Industrialisierung die Fehler der alten Welt zu vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder doch? Das Zeitfenster ist kurz, Kopenhagen ist eine der wenigen verbleibenden Chancen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2022353295682941807?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2022353295682941807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/klimawandel-2-die-aktuellen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2022353295682941807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2022353295682941807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/klimawandel-2-die-aktuellen.html' title='Klimawandel (2): Die aktuellen Wasserstände'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw13vPBSW4I/AAAAAAAADAo/g8rvpnU9fHk/s72-c/copenhagen_geozentrale.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-7835585647944322165</id><published>2009-11-21T15:22:00.000-08:00</published><updated>2009-11-27T06:33:00.963-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='lateinamerikanische Stadt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Humangeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entwicklungspolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelamerika'/><title type='text'>Jugendbanden in Zentralamerika</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Eva Jünemann&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_h_MNPQJI/AAAAAAAADAw/DbYrqFbc3EY/s1600/eve02+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 162px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_h_MNPQJI/AAAAAAAADAw/DbYrqFbc3EY/s200/eve02+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408790153220014226" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jugendgewalt zeigt sich weltweit in unterschiedlichen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ausprägungen. Ob bewaffnete Drogengangs in Rio, Krawalle in den Vorstädten von Paris oder Angriffe von jugendlichen Schlägern in der Münchner U-Bahn. In Zentralamerika findet Jugendgewalt vor allem Ausdruck in aggressiv agierenden, überregional vernetzten Jugendbanden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zentralamerika zählt zu den gewalttätigsten Regionen der Welt. Etwa 80% aller Verbrechen werden von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren begangen. Davon werden die Hälfte aller Morde den Jugendbanden, den sogenannten Maras oder auch Pandillas zugeschrieben. In El Salvador, Honduras und Guatemala zählen sie je etwa 60 000 Mitglieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Großteil der Bandenmitglieder ist zwischen 12 und 30 Jahre alt. Als Ursache ist das Zusammenwirken von wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit, Armut, mangelhafter Bildung und sozialer Desintegration zu sehen. Sie üben eine enorme Sogwirkung auf Tausende von Jugendlichen aus, denn sie bieten den jungen Menschen das, was  ihnen fehlt: Solidarität, Zugehörigkeit zu einem familienähnlichen Netzwerk, Identität, Anerkennung und finanziellen Halt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Swh2yvy-9TI/AAAAAAAADAQ/SiFUQVRtdjQ/s1600/Abbildung1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 267px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Swh2yvy-9TI/AAAAAAAADAQ/SiFUQVRtdjQ/s400/Abbildung1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5406701966854124850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Maras unterscheiden sich von kleinkriminellen Gruppen nicht nur hinsichtlich Organisationsgrad und Gewalttätigkeit, sondern insbesondere auch in ihrem geradezu totalitären Anspruch an den Lebensstil ihrer Mitglieder. Ihr Kleidungsstil erinnert stark an den US-amerikanischer Gangmitglieder, besonders auffällig sind auch die großflächigen Tätowierungen und die sprachliche Ausdrucksweise. Mit dem Eintritt in eine Mara ist man außerdem gezwungen einen anderen Namen anzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mareros verdienen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Diebstahl, Drogen- und Waffenhandel, Entführungen und Erpressungen. Die Aktivitäten der beiden größten Banden, die Mara Salvatrucha und die Mara 18 sind überregional und ihr Einflussbereich reicht von Kolumbien bis nach L.A.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Gewalt in den besagten Ländern gehen über die offensichtlichen Personen- und Sachschäden hinaus. Die privatwirtschaftlichen Ausgaben für Sicherheitsdienste, Alarmsysteme und bauliche Schutzmassnahmen sind außerordentlich hoch. Die permanente Unsicherheit schreckt ausländische Investoren ab und auch touristische Potenziale bleiben in weiten Teilen unausgeschöpft. Jugendgewalt in Zentralamerika erweist sich zunehmend auf wirtschaftlicher, sozialer und politischer Ebene als Entwicklungshemmnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Quelle der Abbildung: http://www.artefotofestival.org/immagini/foto/christian_poveda.jpg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Literatur:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Cunningham, W. (2008): Youth at Risk in Latin America and the Caribbean: Understanding the Causes, Realizing the Potential. Washington.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brot für die Welt (Hrsg.) (2008): Jugend und Gewalt. Global lernen (1).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Filmtipps:&lt;/span&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link style="font-weight: bold;" rel="File-List" href="file:///C:%5CDOKUME%7E1%5CSimon%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt; 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Eva Jünemann studiert an der Uni Mainz Geographie und arbeitet derzeit als Praktikantin bei der GTZ in El Salvador.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-7835585647944322165?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/7835585647944322165/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/jugendbanden-in-zentralamerika.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7835585647944322165'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/7835585647944322165'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/jugendbanden-in-zentralamerika.html' title='Jugendbanden in Zentralamerika'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sw_h_MNPQJI/AAAAAAAADAw/DbYrqFbc3EY/s72-c/eve02+Kopie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-2656025971134616921</id><published>2009-11-15T22:00:00.000-08:00</published><updated>2009-11-17T06:35:16.576-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimageographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bevölkerungsgeographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimawandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='physische Geographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='aktuell'/><title type='text'>Klimawandel: Wenn Länder untergehen</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von Simon Argus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;In Kopenhagen versammeln sich am 7. Dezember die Staatschefs der Welt und beraten über die heraufziehende Klimakatastrophe. Alles halb so schlimm - das ist die fatale Haltung der meisten Regierungen zur Stunde, während Experten zweifeln ob das Ziel, die Erderwärmung bei 2 Grad zu stoppen, überhaupt noch erreichbar ist. Kopenhagen liegt nur wenige Meter über dem steigenden Meeresspiegel - richtig eng wird es aber zuallererst für einige Inselstaaten im Pazifik und indischen Ozean. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SwK0hPDI_6I/AAAAAAAADAI/f8GgHpwEugc/s1600/copenhagen_geozentrale.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 195px; height: 260px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SwK0hPDI_6I/AAAAAAAADAI/f8GgHpwEugc/s400/copenhagen_geozentrale.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405080985866403746" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;4 Meter beträgt die höchste Erhebung des Inselstaates Tuvalu. Ähnlich flach sind die Malediven. Beide Staaten sind  durch einen steigenden Meeresspiegel in ihrer Existenz bedroht.&lt;br /&gt;Durch die globale Erwärmung droht die Entstehung von so genannten "Geisterstaaten", deren Regierungen im Exil arbeiten und deren Bevölkerung in die ganze Welt zerstreut werden. Für diesen Fall gibt es derzeit noch keine Präzendenzfälle. Was passiert eigentlich, wenn ein Staat aufhört physisch zu existieren, seine Bevölkerung aber die eigene Staatsbürgerschaft behalten möchte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Könnte es in Zukunft vielleicht "virtuelle Staaten" geben?  Das Thema ist politisches und rechtliches Neuland. Es steht weit mehr auf dem Spiel als kulturelle oder sentimentale Bindungen an das eigene Land. Ein Staat besitzt  zahlreiche Privilegien und Rechte die er nicht verlieren will. Beispielsweise Tuvalu: Der Inselstaat verdient Devisen durch den Verkauf der Internet-Endung .tv und besitzt außerdem eine Stimme in den vereinten Nationen. Das internationale Völkerrecht sieht untergehende Staaten noch nicht vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regierungen der betroffenen Nationen bemühen sich um Abkommen und teilweise sogar um den Ankauf von Land, auf dem das eigene Volk in der garnicht allzu fernen Zukunft eine neue Heimat finden soll. Dennoch: Das Migrationsproblem durch die globale Erwärmung wird noch weltweite Auswirkungen nach sich ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Fall einer weltweiten Temperaturzunahme von 4°C hat eine kürzlich in Oxford vorgestellte Studie weltweit 23 Regionen identifiziert, aus denen die Menschen aufgrund des Klimawandels fliehen werden. Die Einen vor dem steigenden Wasserspiegel, die Anderen vor dem Wachstum der Wüsten oder dem Ausbleiben der Regenfälle. Etwa eine Milliarde Menschen werden im Endeffekt weltweit aufgrund des Klimawandels migrieren - das ist knapp jeder sechste Erdenbürger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sv1vEDV8VII/AAAAAAAAC_g/3YHBgmaa35I/s1600-h/DSCF5053.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/Sv1vEDV8VII/AAAAAAAAC_g/3YHBgmaa35I/s400/DSCF5053.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5403597243321963650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Diese gewaltige Migrationswelle wird vor allem auch die entwickelten Staaten vor neue Herausforderungen stellen: Als Hauptverantwortliche des Klimawandels wird es an ihnen liegen, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Eine Milliarde Menschen lassen sich durch keinen Grenzzaun aufhalten, eine proaktive Migrationspolitik ist daher notwendig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Migration wird mit dem Klimawandel zur Adaptionsstrategie, sie muss daher gefördert und ermöglicht werden. Speziell die ärmsten Menschen, denen die Ressourcen zur Migration fehlen benötigen Unterstützung. Es ist schließlich nicht möglich, sie ohne Lebensgrundlagen in verwüsteten Landstrichen zurück zu lassen. Doch wer wird die Verantwortung übernehmen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es lässt sich absehen, dass der Klimawandel die Menschheit noch teuer zu stehen kommt. Auch und speziell die Staaten, denen zunächst kein Untergang oder Wassermangel droht, werden sich an diesen Kosten beteiligen müssen. Staaten wie Deutschland werden dafür sorge tragen müssen, dass dieser Adaptionsprozess so menschlich und reibungslos wie möglich passiert - andernfalls droht der Menschheit eine neue Katastrophe, Kriege um fruchtbares Land oder Wasser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Teilnehmern der Kopenhagener Klimakonferenz wäre also angeraten, lieber heute in den sauren Apfel zu beißen und Geld für den Klimaschutz auszugeben, als Morgen vor noch viel größeren Problemen zu stehen. Auch wenn ein paar mehr Sonnentage zunächst doch so harmlos scheinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;"&gt;Quelle:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Artikel in "the Guardian" vom 30. September 2009. &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/"&gt;www.theguardian.co.uk&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bilder:&lt;/span&gt; (von oben) Logo der Klimakonferenz in Kopenhagen (Quelle: http://en.cop15.dk/). Land unter: Überflutung während eines Sturmes bei Kapstadt (Quelle: eigenes Bild).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Internet:&lt;/span&gt; Alles zur Klimakonferenz in Kopenhagen (&lt;a href="http://en.cop15.dk/"&gt;mehr...&lt;/a&gt;) sowie zum drohenden Untergang Tuvalus bei Germanwatch (&lt;a href="http://www.germanwatch.org/rio/ab-tuv.pdf"&gt;mehr...&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4415661457225897498-2656025971134616921?l=geozentrale.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geozentrale.blogspot.com/feeds/2656025971134616921/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/klimawandel-wenn-lander-untergehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2656025971134616921'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4415661457225897498/posts/default/2656025971134616921'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geozentrale.blogspot.com/2009/11/klimawandel-wenn-lander-untergehen.html' title='Klimawandel: Wenn Länder untergehen'/><author><name>Simonsan</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10692347123626630470</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SLlc2TVbyyI/AAAAAAAAAR0/yvu4Seqa8co/S220/DSCF0382.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_CagZJtle9XY/SwK0hPDI_6I/AAAAAAAADAI/f8GgHpwEugc/s72-c/copenhagen_geozentrale.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4415661457225897498.post-4949511035169449632</id><published>2009-11-10T05:41:00.000-08:00</published><updated>2009-11-12
